Spielberichte der 1. Männer | Saison 2019/2020

Aktuelle Spielberichte Saison 2019/2020

17. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Sonntag, den 08. März 2020

SV Pfeffersport   -   1. FC Marzahn      9  :  0   ( 5  :  0 )

Beim Tabellenersten nichts zu holen

Dass beim Ligaprimus Pfeffersport die Trauben gewaltig hoch hängen würden, schien im Vorfeld der Begegnung mehr als sicher. So stellte dann der recht einseitige Spielverlauf keine Überraschung dar. Insbesondere in der Anfangsphase der Partie bis hin zur 25. Spielminute wehrten sich die Marzahner al­lerdings eindrucksvoll sowie mit Glück und Geschick gegen die drohende Niederlage. Trotzdem blieben die Gäste in der Summe all ihrer Bemühungen einmal mehr deutlich hinter den vorhandenen Möglichkeiten zurück. Dabei wirkte es sich erneut besonders kontraproduktiv aus, dass es den Marzahnern nicht gelingen will, den Schritt von der reinen Reaktion zur eigenständigen, zielstrebigen und planvollen Aktion zu vollziehen. Dies setzt neben dem abrufbaren taktisch-technischen Wissen und Können eine funktionierende mannschaftliche Geschlossenheit voraus, die schon viel zu lange auf der Mängelliste steht. Konzentration, Ehrgeiz und Einsatzwillen reichen bei den Marzahnern nicht für 90 Minuten. Suboptimales Spielverständnis, konditionelle Defizite und eine recht deutliche Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei etlichen Akteuren tun ein Übriges. So genügt es der Gegnerschaft zumeist, geduldig auf die Aussetzer, Nachlässigkeiten und Schludrigkeiten der Marzahner zu warten. Auch diesmal hielten die Gäste dem Druck des Tabellenersten zunächst gut stand. Dieser agierte zwar überlegen, ohne aber die Marzahner konsequent in deren Spielhälfte drängen zu können. Das eröffnete den Gästen auch ei­ne ganze Reihe guter Kontermöglichkeiten, die allerdings nie genügend zwingend waren, um den Geg­ner ernsthaft in Gefahr bringen zu können. Sieben der neun Pfeffersport-Tore fielen in der jeweiligen Schlussviertelstunde der beiden Halbzeiten. Hier spielten wohl das nicht ausreichende Konzentrationsvermögen und die konditionellen Schwächen ebenso eine Rolle, wie die inkonsequente Ausfüllung der jeweiligen Spielposition und die fehlerhafte Interpretation der taktisch-technischen Vorgaben. Nach wie vor muss sich jeder einzelne Akteur hinterfragen, ob und inwieweit seine Aktivitäten genügend mannschaftsdienlich verwertbar sind. Leider bleibt das momentan die Achillesferse der Marzahner Bemühungen. Auch wenn im Spiel gegen Pfeffersport trotz der neun Gegentore durchaus Fortschritte erkennbar waren, sind diese - bezogen auf die einzelnen Akteure - längst nicht gleichmäßig auf die Mannschaft verteilt. So gehen die individuellen Entwicklungen teils durchaus in die erhoffte Richtung, aber leider kann man sich auch noch häufig nicht von den überholten und kontraproduktiven Verhaltensmustern auf dem Spielfeld trennen. Daran muss weiter intensiv gearbeitet werden.                                                                        - mk -




14. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Sonntag, den 09. Februar 2020

SV Askania Coepenick   -   1. FC Marzahn      5  :  0   ( 4  :  0 )

Dem haushohen Favoriten unterlegen

Die Zeitspanne zwischen der 27. und der 39. Minute erwies sich letztendlich als die spielentscheidende Pha­se in dieser Begegnung. Insbesondere davor, aber auch danach wirkten die Marzahner recht diszi­pli­niert, mit gestärktem Selbstbewusstsein und vor allem auch technisch und taktisch verbessert. Die Par­tie begann leicht verspätet, weil einmal mehr der Schiedsrichter ausblieb und die Mannschaften sich auf eine Ersatzlösung verständigen mussten. Dann aber gingen beide Teams nach der Winterpause mit viel Schwung in die Meisterschaftsrückrunde. Sowohl Köpenick als auch Marzahn erarbeiteten sich in der Anfangsphase gute Einschussmöglichkeiten, scheiterten jedoch immer wieder an der eigenen Abschlussschwäche und an den beiden guten Keepern. Zwar drangen die Gastgeber vehement auf einen frü­hen Führungstreffer, aber die Marzahner hielten dem Druck zunächst stand, konnten sich nach ca. 10 Minuten von diesem auch gut befreien und mit eigenen Angriffsaktionen Akzente setzen. Knackpunkt in dieser Begegnung war wohl der Strafstoß in der 27. Minute, der aus einer unstrittigen und unglücklichen Abwehrhandlung resultierte. Köpenick ließ sich diese Chance nicht entgehen und traf zum 1:0. Danach benötigten die Marzahner viel zu viel  Zeit, um wieder Ordnung in die eigenen Reihen zu bekom­men. Das nutzten die Gastgeber und bestraften individuelle Fehler binnen 12 Minuten mit drei weiteren Treffern. Damit war die Partie bereits vor dem Halbzeitpfiff praktisch entschieden. Auch nach der Pause erwies sich Köpenick als die spielstärkere, druckvollere und insbesondere organisiertere Mannschaft. Aber die Marzahner wehrten sich mit Glück sowie Geschick und kamen auch weiterhin zu guten Einschussmöglichkeiten. Ein Treffer blieb ihnen allerdings letztendlich versagt. Auch Köpenick konnte den Torevorsprung nur geringfügig ausbauen. An Zählbarem gab es nur noch deren Treffer in der 57. Mi­nute zum 5:0-Endstand. Zu bemängeln blieben bei den Marzahnern das weiterhin nur rudimentär ausgeprägte Spiel über die Außenpositionen, die eine oder andere Schwäche im Zweikampfverhalten, mitunter suboptimale Laufwege und die nicht ausreichende Kommunikation auf dem Spielfeld. Konditio­nell gerieten die Gäste in der Schlussphase in arge Nöte, kämpften aber bis zum Abpfiff aufopferungsvoll. Kontraproduktiv erwies sich die dünne Personaldecke der Marzahner zum Rückrundenauftakt. Lediglich 12 Aktive standen zur Verfügung, von denen drei ihre ersten Pflichtspieleinsätze für die Marzahner in dieser Saison absolvierten: Rückkehrer Florin Coroeanu, Paul Kröger mit Zweitspielrecht und Tho­mas Ehrlich. Insgesamt lässt sich konstatieren, dass die Marzahner über weite Strecken der Partie bemüht und in der Lage waren, auch mit spielerischen Mitteln den Gegner zu bekämpfen. Für mehr wären ein größeres Durchsetzungsvermögen bei den Angriffsaktionen, Cleverness und Kaltschnäuzigkeit bei den Abschlussversuchen und ein routinierterer Blick auf den besser positionierten Mitspieler not­wendig gewesen.    

                                                                                                                                                    - mk -                                                                                                                                                                                                                                                                         




13. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Samstag, den 14. Dezember 2019

1. FC Marzahn   -   SV Askania Coepenick      3  :  8   ( 1  :  5 )

Marzahn glück- und erfolglos

Natürlich sieht ein versöhnlicher Hinrunden-Abschluss anders aus. Ein solcher sollte eigentlich gelingen, zumal viele Aktive der AK32 ihre Bereitschaft erklärt hatten, in der Herrenmannschaft auszuhelfen. Obwohl spielkulturell große, positive Unterschiede erkennbar waren, wirkte sich dies rein ergebnistechnisch leider gar nicht aus. Die diesbezüglichen Ursachen sind vielfältig. Zunächst sei angemerkt, dass sich Askania Coepenick als der erwartet starke Kontrahent erwies, der auf recht hohem spielerischen Niveau agierte, zielstrebig und effizient unterwegs war, sowie in seiner mannschaftlichen Geschlossenheit kaum zu knacken war. In den ersten 20 Minuten, die die Marzahner als „Findungsphase“ benötigten, hatten die Gäste das Spiel bereits entschieden. Dabei kam ihnen entgegen, dass sie an diesem Tag ein strapazierfähiges Band zur Glücksgöttin Fortuna geflochten hatten. Dennoch wog schwerer, dass der Herr der pfeifenden Zunft einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, mit einer ganzen Reihe von Entscheidungen schlicht und einfach falsch lag und damit das Spielgeschehen leider maßgeblich beeinflusste. Auf diese Aussage konnte man sich nach dem Spiel zwar mit ihm verständigen, aber die Be­gegnung war natürlich längst Geschichte. Nach den sehr unglücklich verlaufenen 20 Anfangsminuten kamen die Marzahner deutlich besser in die Partie, erarbeiteten sich erste Einschussmöglichkeiten und erzwangen phasenweise auch ein offenes Geschehen. Der grundsätzlichen Überlegenheit der Gäste tat das allerdings keinen Abbruch. Sie feierten nach dem Schlusspfiff einen ungefährdeten und hoch verdienten Sieg, der aber um einige Tore zu hoch ausfiel. Den Marzahnern bleibt damit zum Ende der Hinrunde nur der punktlose 14. Tabellenplatz, der aber, bedingt durch den Rückzug anderer Mannschaften nicht abstiegsrelevant ist. Es steht also genügend Zeit zur Verfügung, um in Ruhe an den Fähigkeiten und Fertigkeiten zu arbeiten. Trotz alledem ist denen zu danken, die diese 13 Spiele der Hinrunde mehr oder weniger klaglos mit dürftigen Erfolgsaussichten bestritten haben. Arbeit zahlt sich immer aus, und so bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass sich die Anstrengungen für eine Anhebung des spielerischen Niveaus, so man sie weiter konsequent und zielstrebig investiert, in der Rückrunde auch mit zählbaren Erfolgen auszahlen.                                                                                                           - mk -



12. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Sonntag, den 08. Dezember 2019

FC Concordia Wilhelmsruh II   -   1. FC Marzahn      11  :  3   ( 7  :  1 )

Marzahn weit von einem Punktgewinn entfernt
 

Die Bilder gleichen sich. Einmal mehr blieben die Marzahner weit davon entfernt, einem Ligakonkurrenten ernsthaft Paroli bieten zu können. Insbesondere in der ersten Halbzeit summierten sich die individu­ellen Fehler, die Wilhelmsruh ohne größere Mühe für die eigenen Torerfolge nutzte. Im Spiel der Gäste mangelte es an der unbedingten Laufbereitschaft, an einer Präsenz im Mittelfeld und an einem konsequenten Zweikampfverhalten. Hinzu kamen eklatante Defizite im Stellungsspiel, beim Abrufen der taktisch-technischen Fertigkeiten und bei der Bereitschaft, Verantwortung für die Spielgestaltung zu übernehmen. Wilhelmsruh agierte klar überlegen, spielte schnörkellos und musste keinen großen Aufwand in die eigenen Aktionen investieren. Dem Gastgeber genügte es, sich auf die vielen Fehler im Spielaufbau der Marzahner zu konzentrieren und daraus entsprechend Kapital zu schlagen. Immer dann, wenn Wilhelmsruh ein schnelles Umkehrspiel zelebrierte, wirkten die Gäste völlig überfordert und hilflos. Mit zwei oder drei Doppelpässen zerlegten die Platzherren die Marzahner Abwehr und erspielten sich immer wieder Erfolg versprechende Einschussmöglichkeiten. Dass es bei „nur“ sieben Gegentoren zur Halbzeitpause blieb, ist eher ein Verdienst von Jens Wunschick, der die beiden verletzten etatmäßigen Keeper vertrat. Nur selten blitzte das durchaus vorhandene Potential der Gäste auf, insbesondere dann, wenn (leider viel zu selten) versucht wurde, mehr Tempo in die eigenen Aktionen zu bringen. Letztendlich führte dies zu drei Treffern der Marzahner, die aber, gemessen am gesamten Spielverlauf, nur „kosmetische“ Bedeutung besaßen. In der zweiten Halbzeit erarbeiteten sich die Gäste etwas mehr Spielanteile, was aber wohl auch der Tatsache geschuldet war, dass Wilhelmsruh in Anbetracht des klaren Spielstands Aktiven eine Einsatzmöglichkeit gab, die sonst wahrscheinlich weniger Spielpraxis sammeln können. Ernsthaft nutzen konnten das die Marzahner nicht. Dafür fehlte es ganz einfach an einer brauchbaren Struktur im Spiel der Gäste, an der „ordnenden Hand“ im Mittelfeld, sowie an Selbstvertrauen und Mut. Zu viele Akteure blieben weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. In einer momentanen Situation, in der kämpferisch nur ein hundertprozentiger Einsatz überhaupt den Hauch einer Chance auf einen Punktgewinn initiiert, ist das natürlich nicht zielführend und durchaus kontraproduktiv. Es gilt also, den Kampf um die Abstellung der jeweiligen Schwächen zu intensivieren, mehr Verantwortung auf dem Spielfeld zu übernehmen und mehr mannschaftliche Geschlossenheit zu demonstrieren.   
                                                                                                                                                  - mk -



11. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Samstag, den 30. November 2019

1. FC Marzahn   -   FV Blau-Weiß Spandau II      5  :  11   ( 0  :  6 )

Ein wenig Licht, viel Schatten und ein kurioser Spielverlauf
 
Wenn durchschnittlich nur knapp sechs Minuten bis zum jeweils nächsten Treffer vergehen, mag das für die Zuschauer ein Spektakel sein. Den Mannschaftsverantwortlichen treibt das eher Sorgenfalten auf die Stirn. Dass die Spandauer die reifere und taktisch-technisch versiertere Elf auf den Kunstrasen schickten, sei unbestritten. Über weite Strecken der Begegnung dominierten die Gäste das Spielgeschehen, agierten zielstrebiger und blieben im Denken und Handeln den Marzahnern zumeist ein Stückchen vor­aus. Folgerichtig schossen die Spandauer in der ersten halben Stunde einen klaren 4-Treffer-Vorsprung heraus und hatten zu diesem frühen Zeitpunkt offensichtlich ihren „Torehunger“ noch längst nicht gestillt. Die Platzherren bemühten sich zwar redlich, offenbarten im Stellungsspiel aber viel zu viele Lücken, Defizite und Nachlässigkeiten. Als Hauptproblem kristallisierten sich leider zum wiederholten Male individuelle Undiszipliniertheiten heraus, die der Mannschaft enorm schadeten, sie schwächten und Unruhe in die faire Partie brachten. Als „Lohn“ packten die Spandauer bis zum Halbzeitpfiff zwei weitere Treffer auf ihr Torekonto. Für die Gäste schien das Tagewerk damit zunächst erledigt. Nach der Halbzeitpause stellten sie das Fußballspielen ein und überließen den personell dezimierten Marzahnern 20 Minuten die Gestaltung des Spielgeschehens. In dieser Phase zeigten die Gastgeber eine ganze Reihe positiver Ansätze und bewiesen, dass durchaus auch erfolgreich, kampfstark und konsequent agiert werden kann. Viermal schlug es im Gehäuse der Spandauer ein und aus deren Sicht gestaltete sich der 4:6-Spielstand zwischenzeitlich beängstigend. Auch wenn die Marzahner in der Folgezeit viel in die Offensive investierten, mangelte es letztendlich an einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Abwehr- und Angriffsarbeit, an Struktur und Organisiertheit im Mannschaftsgefüge und wohl auch an der Kraft, um Spandau dauerhafter unter Druck setzen zu können. Immerhin erzwangen die Platzherren in der zweiten Halbzeit ein offenes und kämpferisches Spiel in Unterzahl. So dies als Teil der immerhin vorhandenen Möglichkeiten verstanden wird und auch zukünftig abrufbereit genutzt werden kann, wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung vollzogen.                                                                     - mk -



10. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Sonntag, den 17. November 2019

SC Bosna Berlin   -   1. FC Marzahn      12  :  0   ( 5  :  0 )

Marzahn ohne den Hauch einer Chance

Einmal mehr fuhren die Marzahner ein ernüchterndes und enttäuschendes Ergebnis ein. Zwar schienen die Erfolgsaussichten beim hoch favorisierten Tabellenzweiten schon im Vorfeld der einseitigen Begegnung recht dezidiert, aber der tatsächliche Leistungsunterschied erwies sich dann als riesig. Der SC Bos­na bestimmte das Spielgeschehen nach Belieben, agierte ballsicher und nutzte die zahlreichen Fehler der Gäste abgeklärt und konsequent. Nur selten konnten sich die Marzahner vom Druck der Platzherren ein wenig befreien, blieben dann aber bei den wenigen Abschlussversuchen überhastet und glück­los. Kein einziges Mal gelang es, den gegnerischen Torhüter ernsthaft zu prüfen. Kein Wunder al­so, dass den Marzahnern ein Torerfolg versagt blieb. Umso öfter schlug es im Gehäuse der Gäste ein. Viel zu einfach ließ sich die einmal mehr neu formierte Abwehrreihe der Marzahner auseinandermanövrieren und blieb in den meisten Zweikämpfen nur zweiter Sieger. Die Abstimmungen im Abwehrverhalten fehlten vollständig und Bosna nutzte die schweren Defizite im Stellungsspiel der Gäste gnadenlos aus. Bei den Marzahnern mangelte es insbesondere an der Bereitschaft, auch ohne Ball in das Spielgeschehen einzugreifen, an einem konsequenten und zielstrebigen Zweikampfverhalten, an der Kommunikation auf dem Platz und an einem halbwegs genauen Passspiel. Bei vielen Aktiven wurde die große Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit sehr deutlich vorgeführt. Und offensichtlich fällt es doch sehr schwer, theoretische und praktische Trainingsinhalte Erfolg versprechend umzusetzen. Erreichbar bleibt das nur mit dem notwendigen Willen und Wollen, mit der entsprechenden Lernbereitschaft und mit der weiteren Intensivierung der diesbezüglichen Anstrengungen. Als Baustelle vegetierte die mannschaftliche Geschlossenheit vor sich hin. Die relativ großen Leistungsunterschiede und das häufig nur rudimentär vorhandene taktisch-technische Rüstzeug behindern eine schnelle positive Entwicklung enorm. Damit sei zugleich gesagt, dass es in der momentanen Situation eigentlich nur aufwärts gehen kann. Ob und wie schnell das gelingt, hängt maßgeblich davon ab, inwieweit jeder einzelne Akteur bereit und in der Lage ist, seinen individuellen Beitrag zu leisten, den notwendigen Trainingsfleiß aufzubringen und Fußball als Mannschaftssport, persönliche Herausforderung und Spaßfaktor zu begreifen.                                                                                                                                            - mk -



9. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Sonntag, den 10. November 2019

CFC Hertha 06 II   -   1. FC Marzahn      8  :  1   ( 4  :  1 )

Marzahn desolat und „von der Rolle“
 
Der eine oder andere Akteur muss sich schon hinterfragen lassen, ob und inwieweit er Fußball als M­a­nn­schaftssport hinlänglich verstanden und verinnerlicht hat. Das Spiel beim gastgebenden CFC Hertha 06 II initiierte da gewisse Zweifel. Die dort inszenierte Selbstzerfleischung ließ den Betrachter zunächst etwas sprachlos zurück. Ins Stammbuch sei aber den in diesem Rahmen nicht benannten Delinquenten sehr wohl geschrieben, dass jede Form von teamschädigendem Verhalten in dieser Mannschaft keinen Platz hat und sehr konsequent unterbunden wird. Insbesondere gilt das für diejenigen Akteure, die bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit „Respekt“ einfordern, ohne jegliche Bereitschaft, die gleichen Maßstäbe beim eigenen Handeln anzulegen. Aber ganz nebenbei wurde am Wochenende auch noch Fußball gespielt. Was die Marzahner dabei ablieferten, ist mit den Prädikaten „desolat“, „enttäuschend“ und „grottenschlecht“ schnell und passend umrissen. Dabei bestimmten die Marzahner in den ersten 20 Minuten das Spielgeschehen und agierten zumindest auf Augenhöhe. Sie besaßen die ersten Einschussmöglichkeiten, spielten mutig und selbstbewusst nach vorne und glichen die Führung der Charlottenburger (14. Minute) sehr schnell wieder aus (19. Minute). Doch spätestens mit dem neuerlichen Führungstreffer der Gastgeber zerbrach das labile Mannschaftsgefüge in seine Einzelteile. Übrig blieben Planlosigkeit, Ideenlosigkeit, Fehlerdiskussionen und das Unvermögen, Frust in die richtigen Bahnen zu lenken. Für Hertha 06 passte das ganz gut. Die Elf, die selbst auch nur mit limitierten Mitteln und Möglichkeiten unterwegs war, sah nun Tür und Tor geöffnet für die Durchsetzung ihrer Spielweise. Und die Marzahner fielen einmal mehr zurück in die alten Verhaltensmuster: ängstlich-zögerlicher Spielaufbau, inkonsequentes Zweikampfverhalten und mangelhaftes Durchsetzungsvermögen, Vernachlässigung des Spiels über die Außenpositionen, suboptimale Laufwege, ungenaues Passspiel, stark entwicklungsbedürftiges Bewegen ohne Ball, eklatante Abschlussschwäche, ständige Herausnahme des Tempos und Unfähigkeit, mit Kritik umzugehen. Übrigens erhebt diese Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hertha 06 verbrachte auf dem heimischen Kunstrasen also einen geruhsamen Nachmittag, nutzte die von den Marzahnern großzügig angebotenen Räume und glänzte insbesondere mit einer fast makellosen Quote bei der Chancenverwertung. Schade, denn an der Brahestraße wäre ein deutlich besseres Ergebnis möglich gewesen, wenn sich die Gäste konsequent, mutig und selbstbewusst um die Ausfüllung der jeweiligen Spielposition gekümmert hätten. Die Anzahl der Akteure, die bedingungslos, beständig und vorbildlich „an den Ketten zerrten“, blieb lei­der viel zu klein, um erfolgreich Fußball spielen zu können. Über das eine oder andere wird man in den nächsten Tagen noch sprechen müssen, dann aber gilt es weiterzuarbeiten, mit allen, die dazu be­reit sind.                                                                                                                            - mk -



8. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Samstag, den 02. November 2019

1. FC Marzahn   -   FSV Hansa 07 II      2  :  7   ( 0  :  3 )

Marzahn schwach, ideenlos und taktisch undiszipliniert
 
Die Konzentration, der Gestaltungswillen und der Enthusiasmus der Marzahner reichte nur für rund 30 Spiel­minuten aus. Danach verfielen die Platzherren in die alten Verhaltensmuster und blieben weit von den Möglichkeiten eines Punktgewinns entfernt. Dabei schien es zunächst so, als ob der Gastgeber mit den vorsichtig und zurückhaltend agierenden Kreuzbergern gut mithalten könnte. Die ersten Erfolg versprechenden Aktionen gehörten den Marzahnern, die in der Anfangsphase durchaus Druck aufbauten. Als Achillesferse erwies sich allerdings schnell die recht labile Mittelfeldachse, die im Kampf um die Ho­heit auf dieser Spielfläche über 90 Minuten leider nur „zweiter Sieger“ blieb. So fiel es Hansa leicht, weit in der Spielhälfte der Gastgeber nach Herzenslust zu dirigieren und den Rhythmus der Begegnung vorzugeben. Das unsichere Passspiel der Platzherren tat ein Übriges. In der Offensive gingen den Gastgebern schnell die Ideen aus. Nur zwei- oder dreimal gelang es, Angriffe durchdacht und organisiert über die Außenpositionen vorzutragen, viel zu wenig, um die gar nicht sattelfeste Abwehrreihe des Gastes ernsthaft und dauerhaft unter Druck zu setzen. Und die kargen guten Einschussmöglichkeiten verpufften, weil inkonsequent und zu spät aus den anderen Mannschaftsteilen nachgerückt wurde. Der 0:3-Rückstand beim Pausenpfiff basierte dann auch noch auf der einen oder anderen Nachlässigkeit im Abwehrverhalten der Marzahner. Über die zweite Halbzeit sollte man eigentlich schamhaft und schnell das Mäntelchen des Schweigens werfen. Der von Neuzugang Saleh Omer Khalaf in seinem ersten Pflichtspiel erzielte Anschlusstreffer (48. Minute) krönte die wohl einzige gelungene Aktion der Marzahner, erwies sich aber schon wenige Sekunden später als Strohfeuer. Mit dem 1:4 in der 49. Minute zer­fiel die recht rudimentär ausgebildete mannschaftliche Geschlossenheit der Marzahner endgültig in ihre Einzelteile. Als absolut kontraproduktiv erwies sich dann noch die sukzessiv abnehmende taktische Disziplin. Die individuell geprägten Aufgaben auf den jeweiligen Spielpositionen blieben arg vernachlässigt. Letztendlich führte das dazu, dass Hansa am Geraer Ring einen recht geruhsamen Nachmittag verlebte, nie ernsthaft gefordert wurde und nach Belieben auf dem Kunstrasen agieren konnte. Zu konstatieren bleibt also ein ernüchternder, kraftloser Auftritt der Marzahner, der erbarmungslos alle „Baustellen“ offenbarte. Um erfolgreich zu sein, gilt es, die diesbezüglichen Anstrengungen zu intensivieren und beständig die individuellen Schwächen zu reduzieren. Wenn man das will und kann, wäre eine wichtige Voraussetzung geschaffen.                                                                                     - mk -



5. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Donnerstag, den 26. September 2019

1. FC Marzahn   -   SV Treptow      2  :  5   ( 2  :  4 )

Individuelle Fehler entscheiden das Spiel

Im Kellerduell ihrer Liga-Staffel blieben die Marzahner rein ergebnistechnisch weit von einem Erfolg ent­­fernt. Auch wenn dieser 3-Tore-Unterschied auf dem Kunstrasen nicht auszumachen war, stand am Ende ein zerfahrener und enttäuschender Auftritt der Gastgeber zu Buche. Zwar mangelte es nicht an Motivation, Willen und Entschlossenheit, aber es gelang nicht, daraus genügend Inspiration, Spaß am Fußballspiel und Konzentration auf das Wesentliche zu entwickeln. Wieder hemmte ein vermeidbares frühes Gegentor den Tatendrang der Marzahner, die aber in der Folgezeit zunächst mehr in das Geschehen investierten und nach einer halben Stunde nicht unverdient 2:1 in Führung gingen. Damit schien der Grundstein für einen späteren Erfolg gelegt, denn ein zumindest optisches Übergewicht der Marzahner war zu diesem Zeitpunkt unverkennbar. Die Treptower hatten sich weitestgehend zurückgezogen, leisteten aber eine recht gute und insbesondere konsequente Abwehrarbeit. Die eher wenig organisierten Angriffsaktionen der Marzahner kamen ihnen dabei entgegen. Ansonsten lauerten die Gäste auf die Fehler der Platzherren. Dabei entwickelten sich dann die „langen“ Bälle und der effiziente Konterfußball zum Schlüssel für den späteren Erfolg. Die Summe der individuellen Marzahner Fehler erstickte alle durchaus vorhandenen Bemühungen im Keim. Hinzu kam, dass die noch immer ausbaufähige mannschaftliche Geschlossenheit viel zu schnell in ihre Einzelteile zerfiel. Gemessen am Spielverlauf schien der 2:4-Pausenrückstand der Marzahner noch längst kein Fingerzeig auf den späteren Sieger zu sein. Treptow tat wenig für eine Spielgestaltung und beschränkte sich auf die Konter. Trotzdem bemerkte man in der zweiten Halbzeit schnell, dass den Gastgebern die Ideen, eine große Portion Spielverständnis und wohl auch der Glaube an einen Erfolg ausgingen. Sie fanden leider in keiner Phase der Begegnung die Mittel und Möglichkeiten, um einen stark limitierten Gegner erfolgreich bekämpfen zu können. Und die diversen „Baustellen“ der Marzahner wurden schonungslos aufgedeckt. So blieb am Ende eine 2:5-Niederlage zu konstatieren, die besonders schmerzt, weil der SV Treptow außer Cleverness und Effizienz beim Abschluss keinesfalls mehr in die Waagschale zu werfen hatte. Der 1. FC Marzahn muss weiter auf ein Erfolgserlebnis warten. In manche gute Ansätze gilt es nun Konstanz und Durchsetzungsvermögen zu injizieren und beharrlich an den Schwächen zu arbeiten. Gepaart mit dem notwendigen Trainingsfleiß und geduldiger Arbeit, zahlt sich das früher oder später aus.                                                                                                                                          - mk -



4. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Sonntag, den 15. September 2019

BSC Rehberge II   -   1. FC Marzahn      14  :  0   ( 7  :  0 )

Überforderte Marzahner ohne den Hauch einer Chance

Das hatten sich die Marzahner deutlich anders vorgestellt. Beim bislang eher weniger erfolgsverwöhnten BSC Rehberge II gerieten sie eklatant „unter die Räder“. Der Umstand, dass dem Gastgeber erst seit dem vergangenen Freitag der komplette Kader mit Spielern, die in höherklassigen Ligen aktiv waren, zur Verfügung steht, relativiert zwar das Geschehen, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich das Gros der Marzahner recht kampf- und kraftlos dem erbarmungslosen Schicksal ergab. Der Ausfall einiger wichtiger Stammspieler mag auch nicht als Entschuldigung taugen, denn den Gästen mangelte es insbesondere an Laufbereitschaft, Zweikampfstärke und Spielübersicht. Rehberge schalte­te und waltete nach Belieben, ließ sich seinen Aktionsradius nie beschneiden, zelebrierte seine technische, körperliche sowie spielgestalterische Überlegenheit und blieb auch in den Laufduellen zumeist Sieger. Die Angriffe bauten die Gastgeber ruhig und gelassen auf, überrumpelten die Marzahner dann mit ihren Tempoattacken und spielten die meisten Torerfolge ohne jeglichen Klimbim wunderschön heraus. Dem hatten die Gäste wenig entgegenzusetzen. Die eigenen, zaghaft und schleppend vorgetragenen Angriffsbemühungen scheiterten durch die vielen Passungenauigkeiten schon im Ansatz. Das Timing bei den Zuspielen geriet zur planlosen Glückssache. Dass Fußball als Bewegungsspiel gilt, blieb in allen Mannschaftsteilen ein gut gehütetes Geheimnis und dass sich die mannschaftliche Geschlossenheit in Windeseile in ihre Einzelteile zerlegen ließ, muss sich die Mannschaft sehr wohl vorwerfen lassen. Auch wenn die Marzahner mit Sicherheit nicht die einzigen bleiben werden, die im Stadion Rehberge vorgeführt wurden, taugt das nicht wirklich als Trost. Realistisch betrachtet, absolvierten die Gäste eine Lehrstunde, in der sie auf den Boden der Tatsachen geerdet wurden und alle Schwächen aufgezeigt bekamen. Man ist gut beraten, dies so anzunehmen und zu verarbeiten. Auch wenn die Marzahner noch weit davon entfernt sind, stabil und zuverlässig ihr Leistungspotential abzurufen, gibt es eine ausbaufähige Entwicklung, der man die erforderliche Zeit einräumen muss. Und für die Auffrischung des recht ramponierten Selbstbewusstseins lässt sich schon am kommenden Wochenende einiges tun. Dafür könnte der FC Treptow ein durchaus hilfreicher Spielpartner sein. Also: Aufstehen, Krone richten, Weitergehen!                                                                                                                           - mk -



3. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Sonntag, den 08. September 2019

1. FC Marzahn   -   SC Lankwitz      3  :  4   ( 1  :  1 )

Dem haushohen Favoriten alles abverlangt

In der packenden, kurzweiligen und temporeichen Begegnung mit dem SC Lankwitz lieferten die Marzahner ihre bislang beste Saisonleistung ab und schrammten nur knapp an einem Punktgewinn vorbei. Natürlich hatten sich das die Gäste ganz anders vorgestellt. Sie spekulierten eher auf ein zweistelliges Er­gebnis und erwarteten einen gemütlichen Sonntagnachmittag. Von beidem blieben die Lankwitzer dann weit entfernt. Endlich gelang es den Gastgebern, eine Anfangsviertelstunde (mit etwas Glück) un­­ge­rupft zu überstehen. Und mit zunehmender Spielzeit sowie wachsendem Selbstvertrauen nutzten sie ihre Mittel und Möglichkeiten, um dem haushohen Favoriten Paroli zu bieten. Die spielerischen und fußballtechnischen Defizite kompensierten die Marzahner mit hohem Einsatz, nie erlahmendem Kampfgeist und einem stark verbesserten taktischen Verhalten. Sie ließen sich nie in der eigenen Spielhälfte ein­schnüren, bemühten sich ansehnlich um das Spiel über die Außenpositionen und übten immer wieder Druck auf die nicht so ganz sattelfeste Abwehrreihe des Gegners aus. Die energischen Attacken der Marzahner erzielten bei den Gästen schnell  die entsprechende Wirkung und das immer wieder aufblitzende exzellente Kurzpassspiel der Lankwitzer verpuffte irgendwo in der vielbeinigen Marzahner Abwehrriege. Für einen Torerfolg blieb dem Favoriten praktisch nur der Weg „durch die Mitte“, denn die Marzahner Außenverteidiger beherrschten ihr Terrain klar und ließen wenig zu. Auch das Angriffsspiel der Platzherren wirkte vergleichsweise variabler. Den ersten Treffer erzielten trotzdem die Lankwitzer. Immerhin hielt das Abwehrbollwerk der Marzahner bis zur 29. Minute. Die Vorfreude der Gäste auf einen sich vermeintlich nun sukzessive ausbauenden Treffervorsprung währte allerdings nicht lange. Nur drei Minuten später bugsierte Martin Zonoobi das runde Leder in bekannter, unkonventioneller Manier über die gegnerische Torlinie. Spätestens jetzt waren die Marzahner als ernstzunehmender Kontrahent akzeptiert. 1:1 hieß es beim Pausenpfiff und beide Mannschaften hatten ihr Pulver noch längst nicht verschossen. Die spannendste Phase der Partie gestaltete sich dann zwischen der 59. und der 71. Spielminute. Zweimal ging Lankwitz in Führung, zweimal glich Marzahn aus (Mirco Axmann per Strafstoß und Martin Zonoobi). Ein drittes Mal gelang das trotz durchaus vorhandener Möglichkeiten nicht mehr. Auch wenn die Platzherren die letzten Reserven in die Waagschale warfen, war der Kräfteverschleiß schlicht und einfach zu groß, um den erforderlichen Druck hoch zu halten. Respekt und Anerkennung hat sich die Mannschaft mit einer starken Leistung allemal verdient. Bei Lankwitz blieb der große Jubel beim Schlusspfiff aus. Man war nur noch heilfroh, mit einem „blauen Auge“ davongekommen zu sein. Wenn es den Marzahnern gelingt, Kampfgeist, Mut und Einstellung aus dieser Partie halbwegs zu konservieren, muss ihnen vor den nächsten Begegnungen nicht bange sein. Auch wenn der eine oder andere Rückschlag kaum vermeidbar ist, zeigt die Leistungskurve klar nach oben.                                                                                                                             - mk -



2. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Sonntag, den 01. September 2019

FSV Fortuna Pankow II   -   1. FC Marzahn      5  :  2   ( 4  :  1 )

Zu viel Eigensinn und Nervosität, zu wenig mannschaftliche Geschlossenheit und Überblick

Die Bilder gleichen sich. Auch im zweiten Saisonspiel blieben die Marzahner erfolglos. Dabei agierten sie auf dem Kunstrasen durchaus gleichwertig und engagiert. Und die Anzahl der Einschussmöglichkei­ten sprach dann ebenso für die Gäste. Diese scheiterten vordergründig an ihrer Abschlussschwäche bzw. Chancenverwertung. Das Hauptmanko bestand aber einmal mehr in der fehlenden taktischen Disziplin, im noch nicht ausgeprägten Zusammenspiel aller Mannschaftsteile, in der fehlenden Präzision beim Passspiel und in der zu hohen Summe individueller Unzulänglichkeiten. An Einsatz und Willen haperte es nicht, aber der organisatorische „rote Faden“ ging viel zu oft, auch mangels ausgeprägter hierarchischer Strukturen, verloren. Erneut kassierten die Marzahner durch einen eher fragwürdigen Straf­stoß ein frühes Gegentor. Doch gleich danach entwickelten die Gäste eine starke Druckphase und erspielten sich eine ganze Reihe Erfolg versprechender Einschussmöglichkeiten. Diese wurden leider leichtfertig, überhastet und glücklos vergeben. Fortuna Pankow setzte in der ersten Halbzeit auf Konterattacken, die geschickt in die Schnittstellen der Viererkette platziert wurden. Die sich daraus ergebenden Torchancen nutzte der Gastgeber konsequent. Obwohl ein sehenswerter Treffer von Dennis Klann die Marzahner auf einen 1:2-Zwischenstand heranbrachte, waren die Pankower bis zum Halbzeitpfiff ohne größere Mühen und Anstrengungen 4:1 enteilt. In der zweiten Spielhälfte agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe. Auch wenn die hochsommerlichen Temperaturen bei den Gastgebern wohl etwas mehr ins Gewicht fielen, konnten die Marzahner daraus keinen Nutzen ziehen. Sie fanden auch gegen die schwächelndenPankower nicht die entscheidenden Mittel und Möglichkeiten, um das Spiel noch wenden zu können. So blieb die zweite Halbzeit arm an Höhepunkten. Die Marzahner quittierten die zweite Saisonniederlage und scheiterten erneut an fehlender Cleverness, Nervosität und einer großen Portion Eigensinnigkeiten. Aus Marzahner Sicht war es ein Spiel verpasster Möglichkeiten. Dem einen oder anderen Akteur fällt es noch immer schwer, Fußball als Mannschaftssport zu verstehen. Weniger Eigensinn und mehr mannschaftliche Geschlossenheit täten der Sache gut. Das wird wohl auch in den nächsten Spielen die Herausforderung sein, in der sich der Schlüssel zum Erfolg befindet. Dieser Lernprozess erfordert allerdings auch Zeit und Geduld. Und es gibt keinen Grund für die Annahme, dass dies nicht gemeistert werden könnte. Entsprechenden Trainingsfleiß vorausgesetzt, wird mehr oder weniger schnell zu der Stabilität gelangt werden können, die – gepaart mit Einsatz, Cleverness und Selbstvertrauen – die notwendigen Komponenten für eine erfolgreiche Spielgestaltung vereint.                                                                                                                                  - mk -



2. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Samstag, den 24. August 2019

1. FC Marzahn   -   SC Lankwitz                  Ausfall   
  

Der angesetzte Schiedsrichter - Marcel Winterberg - fehlte und eine Ersatzlösung konnte nicht gefunden werden. Das Spiel wird neu angesetzt.


1. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Sonntag, den 18. August 2019

1. FFV Spandau   -   1. FC Marzahn      5  :  3   ( 2  :  2 )

Unerfahrenheit und fehlende Cleverness kosten einen Punktgewinn


Der 1. FC Marzahn startete mit einer Niederlage in die neue Saison. Trotzdem erscheint es bemerkenswert, dass überhaupt eine Herren-Mannschaft des Vereins den Spielbetrieb aufnehmen konnte. Nachdem fast alle Leistungsträger das Team zum Ende der vergangenen Saison verließen, stand mit einem quantitativ überschaubaren „Fähnlein der Aufrechten“ ein radikaler Umbau an, zunächst zaghaft, mittler­weile aber durchaus Erfolg versprechend. Auch wenn die fehlende Spielpraxis ein deutliches Manko dar­stellt, gibt es eine ganze Reihe positiver Ansätze, die mit der Zeit zu stabilisierenden und spielentscheidenden Faktoren wachsen werden. Die diesbezügliche Zielsetzung besteht darin, spätestens zum Beginn der Rückrunde konkurrenzfähig auf den Fußballplätzen unterwegs zu sein. Das sollte gelingen, denn bereits in der ersten Meisterschaftsbegegnung beim 1. FFV Spandau agierten die Marzahner auf Augenhöhe und vergaben den durchaus möglichen Punktgewinn erst in der Schlussphase der Partie. Den ersten Gegentreffer kassierten die Gäste bereits nach 64 Sekunden. Der spätere Spandauer Dreifach-Torschütze Fabian Kraft köpfte einen Flankenball ungehindert und unhaltbar ins Netz. Dies ließ Ärgeres befürchten, blieb letztendlich aber nur eine „Fußnote“ der Begegnung. Der Gastgeber erreichte zwar mehr Ballbesitz, kam aber kaum zu nennenswerten Druckphasen. Außerdem tat er sich zumindest in der ersten Halbzeit schwer, den quirligen Martin Zonoobi unter Kontrolle zu bringen. Dieser traf dann auch in der 14. und 20. Minute und stellte die zwischenzeitliche 2:1-Führung der Marzahner her. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang den Spandauern noch der Ausgleichstreffer, als ein abprallender Ball wiede­rum Fabian Kraft genau vor die Füße fiel und nur noch eingeschoben werden musste. In der zweiten Halbzeit gab es für beide Mannschaften genügend Möglichkeiten, einen vorentscheidenden Torevorsprung herauszuschießen. Auch nach dem erneuten Spandauer Führungstreffer in der 67. Minute wehrten sich die Marzahner vehement gegen die drohende Niederlage. Allerdings wollten die Gäste nach dem von Vasile Morari in der 80. Minute erzielten 3:3-Ausgleichstreffer zu viel. Es fehlten insbesondere die Ruhe und die Gelassenheit, um den einen Punkt festzuhalten und es gelang nicht mehr, die im Kampf um den Toreausgleich aufgegebene Grundordnung wieder herzustellen. Spandau nutzte das clever und konsequent und die Gäste zahlten entsprechend Lehrgeld. Zu konstatieren bleibt aber, dass die Marzahner auf einem guten Weg sind und - Trainingsfleiß und Geduld vorausgesetzt - überhaupt nicht zwangsläufig zu den Underdogs dieser Liga gehören müssen.                                        - mk -

Trainerteam

Uwe Markau ( Trainer )
Telefon: 0170 / 5822593
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Trainingszeiten

Dienstag: 19:30 - 21:00 Uhr
Donnerstag: 19:30 - 21:00 Uhr

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