Spielberichte der 1. Männer | Saison 2018/2019

Aktuelle Spielberichte 2018/2019

15. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 15. Dezember 2018

Charlottenburg mit größerem Siegeswillen

1. FC Marzahn   -   SC Charlottenburg II      1  :  3   ( 1  :  1 )

Die leidige Pleiten-, Pech- und Pannenserie der Marzahner setzt sich fort. Auch gegen den Tabellenvorletzten ließen sie sämtliche althergebrachte Tugenden vermissen. Eine gewisse Zielstrebigkeit wiesen die Platzherren nur in der Anfangsphase der Partie nach. Da erarbeitete sich Charlottenburg zwar die ersten hochkarätigen Einschussmöglichkeiten, Marzahn erzielte aber in der 18. Minute durch Raad Alsgier den Führungstreffer. Er erlief sich einen von Christian Scholz weit in die gegnerische Spielhälfte geschlagenen Ball und schob diesen ins rechte untere Eck. Zu diesem Zeitpunkt schien es so, als ob die Gastgeber die Partie langsam in den Griff bekommen würden. Probleme bekamen die Marzahner immer dann, wenn die Gäste gnadenlos „auf das Gaspedal traten“ und ihr schnelles, überfallartiges Umkehrspiel praktizieren konnten. Insbesondere die „leichten“ Ballverluste im Mittelfeld nutzten die Charlottenburger blitzschnell und tauchten zu fünft oder zu sechst an der Marzahner Strafraumgrenze auf. Den Gastgebern gelang es letztendlich nie, diese latente Gefahr zu beherrschen und zu reduzieren. Im Verlauf der ersten Halbzeit ergaben sich für beide Mannschaften gute Torchancen. Doch der zweite Treffer für die Marzahner wollte nicht gelingen. Dafür schlugen unmittelbar vor dem Pausenpfiff die Charlottenburger zu und kamen mit einem sehenswerten Kopfballtor zum nicht unverdienten Ausgleich. In der zweiten Halbzeit blieb die erwartete leistungsmäßige Steigerung der Platzherren aus. In der 48. Minute erzielte Charlottenburg den Führungstreffer und hinterließ spätestens jetzt bei den Marzahnern einen mentalen Scherbenhaufen. Es gelang nicht, Frust und Ärger in die richtigen Bahnen zu lenken, sich auf das gemeinsame Ziel zu konzentrieren und daraus neuerlich Kraft und Energie zu schöpfen. Stattdessen zerfraßen die ständigen Diskussionen untereinander nicht nur die Moral, sondern ließen die schon recht labile mannschaftliche Geschlossenheit endgültig zerbröseln. Und Charlottenburg wusste dies gut zu nutzen. Ohnehin agierten sie gedanklich und körperlich immer einen Tick schneller als die Marzahner, wirkten laufstark und tempohart und ließen kaum einen geordneten Spielaufbau der Gastgeber zu. Das führte bei den Platzherren zu mehr Krampf als Kampf und ließ deren Spiel mehr und mehr in fruchtlose, vom Gegner leicht beherrschbare Einzelaktionen zerfallen. Das 1:3 in der 74. Minute besiegelte dann endgültig das Schicksal der Marzahner an diesem Tag. Auch wenn man ihnen ein leichtes Aufbäumen in der Schlussphase gerne bescheinigen möchte, reichte das bei weitem nicht aus, um die geschickt, diszipliniert und kampfstark agierenden Charlottenburger ernsthaft in Gefahr zu bringen. Gegen völlig indisponierte Platzherren haben die Gäste den Sieg ein ganzes Stück mehr gewollt, dafür auch mehr investiert und sie sind dafür zurecht belohnt worden. So bleibt für die Marzahner zum Ende der Hinrunde ein unbefriedigender 12. Tabellenplatz zu konstatieren, der zwar für die Rückspiele alle Möglichkeit offen lässt, aber auch den Schwierigkeitsgrad des „Unternehmens Klassenerhalt“ unterstreicht. Zu ihren kardinalen Aufgaben in der Winterpause wird es gehören, an ihrem inhomogenen und fragilen Mannschaftsgefüge zu arbeiten, neue Kraft und Motivation zu tanken sowie viel Arbeit in die Beseitigung der einen oder anderen Baustelle zu investieren. Gelingt dies, ist eine sorgenfreie Rückrunde durchaus möglich.                                                                                                         - mk -
 

14. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 02. Dezember 2018

SD Croatia Berlin II   -   1. FC Marzahn      6  :  0   ( 3  :  0 )

Bei Croatia "auf verlorenem Posten"


Sehr deutlich unterlagen die Marzahner beim hoch favorisierten SD Croatia II. Es fiel schon schwer, ein spielfähiges Team in vollzähliger Mannschaftsstärke in der Bosestraße auflaufen zu lassen und zudem wirkte sich das Fehlen von vier Stammspielern äußerst kontraproduktiv aus. Besonders beutelte es die Defensivabteilung, die komplett „umgebaut“ werden musste. Die Vorzeichen ließen also wenig Hoffnung auf ein erfolgreiches Fußballwochenende, zumal der Gegner Croatia II als hoch gehandelter Aufstiegskandidat gilt. Der Gastgeber übernahm dann auch von Anfang an das Zepter und zelebrierte druckvollen Angriffsfußball, spielstark mit viel Tempo, kombinationssicher und voller Elan. Die Marzahner bemühten sich mit einer vielbeinigen, kompakten Abwehr zunächst um eine Schadensbegrenzung und blieben gegen die quirligen, kaum zu bremsenden Croatia-Akteure zumeist in die Defensivarbeit eingebunden. Auch wenn das Endergebnis anderes vermuten lässt, agierte Marzahn durchaus organisiert und diszipliniert, erarbeitete sich eine ganze Reihe Erfolg versprechender Einschussmöglichkeiten und wehrte sich gegen die spielkulturelle Übermacht der Platzherren. Insbesondere in der ersten Halbzeit sah das alles andere als schlecht aus. Zum Verhängnis wurden den Gästen, wie so oft, die kleinen, leicht vermeidbaren und deshalb so ärgerlichen Fehler, Ungenauigkeiten und Missverständnisse. Nach der recht schnellen 2:0-Führung der Gastgeber kamen die Marzahner mit den temporeichen, überfallartigen Angriffswellen der Kroaten besser zurecht. Nun gelang es auch, mit dem eigenen Offensivspiel Akzente zu setzen. Leider wurden auch allerbeste Chancen für eine Resultatsverbesserung unkonzentriert, überhastet und konsequent ausgelassen. Mit dem dritten Croatia-Tor kurz vor dem Halbzeitpfiff war die Partie praktisch und vorzeitig entschieden. Die zweite Spielhälfte reichte bei beiden Mannschaften nicht mehr an die Qualität der ersten 45  Minuten heran. Croatia versuchte, mit der „Brechstange“ zu weiteren Treffern zu gelangen und Marzahn vernachlässigte die Abwehrarbeit zugunsten stärkerer Offensivbe-mühungen. Das führte durchaus zu mehr Torgefahr, aber die Abschlussversuche gestalteten sich zu ungenau und zögerlich. Dagegen nutzte Croatia seine sich bietenden Möglichkeiten deutlich konsequenter. Allerdings fehlte den Marzahnern in der zweiten Halbzeit wohl auch die Bereitschaft und die Kraft, eine schnelles Umkehrspiel zu praktizieren und die „langen Wege zu gehen“. So konnte Croatia den Spielstand sukzessive ausbauen. Es gewann die in allen Belangen stärkere Mannschaft gegen Gäste, die nie aufsteckten und stets um eine Resultatsverbesserung bemüht blieben. Nun gilt es aber, im letzten Hinrundenspiel am kommenden Samstag gegen den momentan schlechter platzierten SC Charlottenburg II zu punkten, um den 10. Tabellenplatz mit in die Winterpause zu nehmen und einen halbwegs passablen Ansatz für eine erfolgreichere Rückrunde zu schaffen. Das sollte mit entsprechendem Willen, hohem Einsatz und taktischer Disziplin auch möglich sein.

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13. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 24. November 2018

1. FC Marzahn   -   SSC Teutonia II      1  :  3   (  0  :  2 )

Erste Halbzeit verschlafen


Die drei Punkte sollten am Geraer Ring bleiben – das war der Plan. Leider reichte es am Ende einmal mehr nicht dafür aus, einen beherrschbaren Gegner wirkungsvoll und erfolgreich zu bekämpfen. Teutonia legte den Grundstein für den späteren Erfolg in der ersten Halbzeit. Die Marzahner benötigten viel zu viel Zeit, um sich auf den engagierten Gegner einzustellen, der druckvollen, temporeichen Fußball zelebrierte. Insbesondere mangelte es den Gastgebern an einem konsequenten Zweikampfverhalten, an der Kommunikation und Abstimmung bei der Defensivarbeit und an der Präzision im Passspiel. Der zögerliche Spiel­aufbau und das fehlende Tempo bei den Angriffsaktionen taten ein Übriges. Teutonia nutzte die Marzahner Schwächen in der Anfangsphase der Partie clever und konsequent. Bereits nach 17 Spielminuten hieß der Zwischenstand 2:0 für die Gäste. Danach beruhigte sich das Geschehen auf dem Kunstrasen zwar etwas, aber Teutonia setzte weiter die Akzente. Nur hin wieder gelangen den Platz­herren gute und Erfolg versprechende Offensivaktionen, die aber überhastet und glücklos vergeben wurden. Wie so oft, spielten die Marzahner dann eine ganz andere zweite Halbzeit. Nunmehr war man bereit und in der Lage, die Zweikämpfe anzunehmen, sich den notwendigen Respekt zu verschaffen und auch dorthin zu gehen, „wo es weh tut“. Das sicherte nicht nur die notwendigen Spielanteile, sondern hinterließ auch beim Gegner Spuren. Ihm gelangen deutlich weniger gefährliche Aktionen, verbunden mit dem Zwang, mehr in die Defensivarbeit zu investieren. Die Platzherren agierten mittlerweile längst auf Augenhöhe, mussten aber bis zur 72. Minute warten, um sich dann mit dem Anschlusstreffer zu belohnen. Damit endete für Teutonia auch die Phase der Ergebnisverwaltung. Es entwickelte sich in der verbleibenden Zeit ein „offener Schlagabtausch“ mit Möglichkeiten für beide Mannschaften, weitere Treffer zu erzielen. Die Marzahner wiesen zwar großen Kampfgeist nach, ihnen unterliefen aber zu viele kleine „Stockfehler“, die immer wieder gute Angriffsaktionen unterbanden. So bewegte sich die spannende Partie bis in die Schlussminuten „auf des Messers Schneide“. Als die Marzahner unmittelbar vor dem Schlusspfiff alles auf eine Karte setzten und mit „Mann und Maus“ das Teutonia-Gehäuse attackierten, führte ein Marzahner Ballverlust in der gegnerischen Spielhälfte letztendlich zur Entscheidung. Mit einem „Sonntagsschuss“ trafen die Gäste das mittlerweile leere Tor der Platzherren. Für die Marzahner blieb die ernüchternde Einsicht, dass in aller Regel eine gute Halbzeit nicht ausreicht, um den Platz als Sieger zu verlassen. Teutonia erwies sich als cleverer, taktisch überlegener und balltechnisch versierter Gegner, der insgesamt mehr in die Partie investierte und somit nicht zu Unrecht die drei Punk­te entführte. Auch wenn die Gegnerschaft in der unteren Tabellenhälfte kaum vom Marzahner Patzer profitieren konnte, erscheint die Situation wenig komfortabel. Abzuwarten bleibt, wie die Marzahner am kommenden Wochenende beim hoch favorisierten SD Croatia II zurechtkommen. Ein Erfolg im letzten Hinrundenspiel zuhause gegen den SC Charlottenburg II gilt da schon eher als ein „Muss", um halbwegs beruhigt in die Winterpause gehen zu können.   
                                                                   
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12. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 11. November 2018

SF Johannisthal II   -   1. FC Marzahn      2  :  2   ( 1  :  1 )

Nichts für schwache Nerven


Halloween liegt zwar schon einige Tage zurück, aber gruselig gestaltete sich das Geschehen auf dem Johannisthaler Kunstrasen trotzdem, zumindest phasenweise. Aus fußballästhetischer Sicht boten bei­de Mannschaften wenig. Viel zu selten gelang es, spielgestaltend, diszipliniert und konsequent die Fäden zu knüpfen, sowie der Begegnung den eigenen Stempel aufzudrücken. Dennoch gehörten die ersten zehn Spielminuten den Marzahnern. In dieser kurzen Zeit praktizierten sie all das, was geplant und gefordert war: ruhiger, geordneter Spielaufbau, sicheres Passspiel und energische, konsequente Angriffsaktionen über die Außenpositionen. Immer wieder „brannte“ es im Johannisthaler Strafraum lichterloh und der hoch verdiente Führungstreffer, der Carsten Kraft mit einem wuchtigen Schuss ins untere linke Eck gelang, krönte und beendete leider auch diese Spielphase. Warum die Marzahner danach das Fußballspielen einstellten, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Für die Platzherren taugte der frühe Rückstand allemal als Weckruf, der deutlich vernommen wurde. Denn im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit übernahmen die Johannisthaler das Zepter des Handelns, bestimmten das Spielgeschehen und erarbeiteten sich eine Vielzahl guter Einschussmöglichkeiten. Den sich abzeichnenden Ausgleich des Spielstands besiegelten die Gastgeber in der 27. Minute. Und im Tor der Marzahner musste Gilbert Wagner noch einige Male „Kopf und Kragen riskieren“, um den 1:1-Zwischenstand in die Halbzeitpause zu retten. In der zweiten Spielhälfte fanden die Gäste zu deutlich geordneteren Aktionen, investierten mehr in die Organisation des Geschehens und erzwangen eine Begegnung auf Augenhöhe. Trotzdem gelang es nicht, die Vorherrschaft der Platzherren im Mittelfeld deutlich zu brechen. Die Defizite im schnellen Umkehrspiel provozierten immer wieder die schnellen Konter des Gegners und Abwehraufgaben blieben zu oft hinter dem Bemühen um die Offensive zurück. Johannisthal hatte längst die Schwachstellen im Spiel der Marzahner ausgemacht und zirkelte die Bälle geschickt in die Schnittstellen der Viererkette. In eine stärkere Spielphase der Gäste platzte dann in der 60. Minute der Führungstreffer der Platzherren - nicht unverdient, aber doch zu diesem Zeitpunkt überraschend. Eigentlich schien das Schicksal der Marzahner damit besiegelt, denn die Gastgeber beschränkten sich nicht auf die Verwaltung des knappen Vorsprungs, sondern suchten offensiv die endgültige Entscheidung. Gelingen sollte dies nicht, denn die Gäste zogen sich einmal mehr am eigenen Kragen aus dem Schlamassel, spielten eine starke Schlussviertelstunde und gaben sich nie auf. Als beide Mannschaften schon „auf der letzten Rille“ agierten, besaßen die Marzahner das Quäntchen mehr Stehvermögen und erzielten in der 85. Minute durch Vladimir Falkenstein den Ausgleich. Am Ende ergaben sich sogar noch Möglichkeiten, den Siegtreffer zu landen, aber das wäre dann wohl doch des Guten zu viel gewesen. So bleibt die berühmte Frage, ob ein Punkt gewonnen wurde oder zwei Punkte verloren gingen. Eine leichte Tendenz zur ersten Betrachtungsweise scheint angesichts des Spielverlaufs angebracht, zumal die Marzahner bislang auswärts recht erfolglos blieben.                      - mk -
                                                                        
 
9. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 20. Oktober 2018

1. FC Marzahn   -   BSC Marzahn      0  :  6   ( 0  :  2 )

"Marzahn von der Rolle"


Kann man ein Spiel, das man auf Augenhöhe bestreitet, 0:6 verlieren? Ja, man kann, so staunend und schmerzhaft am vergangenen Samstag zur Kenntnis genommen. Eigentlich hatten sich die Hoffnungen auf ein spannendes, hochkarätiges Derby bereits nach 10 Minuten erledigt. Unglücksrabe Mathias Sieg klärte eine unübersichtliche Strafraumsituation wohl mittels Handspiel. Der Schiedsrichter zückte die rote Karte und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Den fälligen Strafstoß parierte Gilbert Wagner zunächst, aber der völlig übermotivierte Linienrichter sah, wie es später im Spielbericht heißt, ein Vergehen beider Mannschaften. Nach Rücksprache mit dem Schiedsrichter ließ dieser den Strafstoß wiederholen und bestrafte, um welche Vergehen es auch gegangen sein mag, nur eine Mannschaft. Der BSC Marzahn ging in Führung und spielte dann 80 Minuten in Überzahl. Auch wenn ich hier ungerne öffentlich Schieds­richterleistungen kommentiere, bleibt anzumerken, dass das Kollektiv immer wieder, sicher unbeabsichtigt aber umso mehr spielentscheidend und zuungunsten des 1. FC Marzahn, in das Geschehen eingriff. Schade, denn das hatte die weitestgehend faire Begegnung eigentlich nicht verdient. Dass dem Referee in diesem Bericht viel Raum zugestanden wird, hat noch einen anderen Grund. Denn eigentlich kann man den 10 Aufrechten nur wenig vorwerfen. Insbesondere in der ersten Halbzeit fiel dem Betrachter gar nicht auf, dass die Gastgeber in Unterzahl agierten. Sie bemühten sich um ein kultiviertes Spiel, leisteten konsequente Abwehrarbeit und suchten den Erfolg immer wieder mit Aktionen über die Außenpositionen. Ihr großes Manko zog sich allerdings durch den gesamten Spielverlauf: Das Runde findet nicht den Weg in das Eckige. So wurden einmal mehr allerbeste Einschussmöglichkeiten vertändelt, überhastet vergeben oder Opfer irgendwelcher Missverständnisse. Der BSC Marzahn war dabei deutlich effizienter unterwegs und machte aus der etwa gleichgroßen Chancenanzahl sechs Tore mehr als der Gastgeber. Auch in der zweiten Halbzeit gelang es den Platzherren lange, die Partie offenzuhalten. Mit zunehmender Spielzeit funktionierte es gegen die junge Gäste-Elf aber nicht mehr, alle “Löcher“ im Abwehrgefüge konsequent zuzulaufen. Während der 1. FC Marzahn bei all seinen Abschlussversuchen glück- und erfolglos agierte, nutzte der BSC Marzahn die Gunst der Stunde. Beim herbeigesehnten Schlusspfiff blieben dann frustrierte und etwas ratlose Gastgeber zurück, die sich nun bemühen müssen, diesen gebrauchten Tag schnell aus den Köpfen zu bekommen. Zu konstatieren ist, dass das Endergebnis in keinster Weise den Spielverlauf widerspiegelt. Nützen tut das zunächst wenig, aber es sollte Mut machen für die nächsten Aufgaben. Der 1. FC Marzahn trat in den vergangenen Partien immer wieder den Beweis an, mit den besten Mannschaften seiner Ligastaffel mithalten zu können. Er versäumt es nur allzu oft, sich für couragierte Leistungen auch zu belohnen. Daran muss und kann gearbeitet werden.                                                                                                                                                                                                                            - mk -


8. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 07. Oktober 2018

SV B.W. Hohen Neuendorf II   -   1. FC Marzahn      6  :  2   ( 4  :  1 )

Marzahner Not-Elf nicht konkurrenzfähig

Ein ernsthaftes Bemühen reicht - wenn es um Leistung geht - häufig nicht aus. Das mussten die Marzahner schmerzhaft in Hohen Neuendorf erfahren. Nicht ganz unerwartet ließen sich die personellen Engpässe nicht kompensieren. Heraus kam eine eklatante Niederlage bei einem unter normalen Umständen beherrschbaren Gegner. Angemerkt sei, dass diejenigen, die sich ohne Ambitionen und Trainingsvorbereitung diesmal in den Dienst der Sache stellten, keine Schuld trifft. Sie ermöglichten, dass überhaupt elf Marzahner auflaufen konnten. Auf dem Kunstrasen blieben die Gäste in puncto Organisation und Spielgestaltung ohne Chance. Das inhomogene Mannschaftsgefüge ließ kaum eine Möglichkeit für einen geordneten Aufbau von Aktionen zu. Viel zu sehr blieben die Marzahner in die Defensiv­arbeit eingebunden, weil es im und am eigenen Strafraum latent lichterloh brannte. Eigentlich benötigte Hohen Neuendorf nur etwas Geduld, um von den Fehlern der Gäste zu profitieren. Letztendlich steckten die vielen spielerischen Unsicherheiten auch die Protagonisten der Marzahner an, die ungewohnt zur katastrophalen Fehlpassquote beitrugen. Zwar kamen die Gäste immer wieder mal zu durchaus guten Einschussmöglichkeiten, blieben diesbezüglich aber weitestgehend glücklos. Bereits nach 30 Minuten hieß der Spielstand 4:0 für Hohen Neuendorf und er ließ noch weitaus ärgeres befürchten. Auch wenn sich danach das Geschehen auf dem Kunstrasen etwas beruhigte, änderte sich wenig an der Überlegenheit der Gastgeber. Immerhin gelang Carsten Kraft unmittelbar vor dem Pausenpfiff mit einem sehenswerten Freistoßtor der Anschlusstreffer. In der zweiten Halbzeit kamen die Marzahner nach kleineren Umstellungen im Mannschaftsgefüge besser zurecht. Zwar drückte Hohen Neuendorf weiter auf das Gaspedal, aber es gelang dem Gastgeber nicht mehr, sich die hohe Anzahl guter Einschussmöglichkeiten zu erspielen. Marzahn kämpfte sich auf Augenhöhe heran, gab sich nie auf und vermied das sich andeutende weitaus schlimmere Endergebnis. Hohen Neuendorf legte den Grundstein für den Erfolg in der ersten Spielhälfte. Da hatten sie den Marzahnern in puncto Schnelligkeit, Laufbereitschaft und Zweikampfstärke vieles voraus. Und die „Anfälligkeiten“ der Gäste auf den Außenverteidigerpositionen nutzten sie konsequent und gnadenlos aus. An mehr als an eine Schadensbegrenzung war da aus Marzahner Sicht gar nicht zu denken. Das hält den Spaßfaktor natürlich auf unterstem Niveau. Die Marzahner können und müssen mit den bisher erwirtschafteten zwölf Punkten zufrieden sein, zumal die momentan in der akuten Gefahrenzone befindlichen Mannschaften ebenso erfolglos blieben. Was sie allerdings dringend benötigen, sind ein quantitativer und qualitativer Ausbau des Spielerstamms und eine deutlich größere Bereitschaft zur Wahrnehmung der Trainingsveranstaltungen. Gelingt dies nicht, bleibt letztendlich ein zermürbender Kampf um den Klassenerhalt. Zum nächsten Heimspiel erwarten die Marzahner den benachbarten BSC Marzahn. Das sollte für alle Beteiligten Motivation genug sein.                                                                                                                                                                                                                                                                                - mk -  


6. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 29. September 2018

1. FC Marzahn   -   FCK Frohnau      3  :  2   ( 1  :  0 )

Mit einem "blauen Auge" davongekommen


Das erste Mal in dieser Saison galt es für die Marzahner, die Favoritenbürde zu schultern. In der Vergangenheit taten sie sich mit einer solchen Aufgabe häufig schwer. Und das ließ sich diesmal gar nicht an­ders an. Die Rollenverteilung in dieser Partie war nach dem Anpfiff der Begegnung schnell geregelt. Auf der einen Seite agierten vorsichtige, zunächst auf Schadensbegrenzung bedachte und mit limitierten Möglichkeiten ausgestattete Frohnauer und auf der anderen Seite Marzahner, die übernervös, ideen­los und recht glücklos den „Spielfaden“ suchten. Letztendlich produzierte das weder Qualität noch sehenswertes. Trotzdem dominierten die Gastgeber in der ersten Halbzeit klar das Geschehen auf dem Kunstrasen. Spielkultur kompensierten sie mit starkem Kampfgeist. Allerdings überboten sie sich auch gegenseitig im Auslassen hochkarätigster Einschussmöglichkeiten. Die ungenauen, überhasteten Abschlussversuche und die unzureichende Präzision des finalen Passes ließen die Ungeduld bei den Marzahnern wachsen und stärkten den Widerstandswillen der Frohnauer. Glücklicherweise war in der 43. Minute Christian Czyzo zur Stelle, der das runde Leder, als es mal wieder im Frohnauer Strafraum „drunter und drüber“ ging, über die Torlinie bugsierte. Doch auch die 1:0-Halbzeitführung brachte nicht mehr Ruhe und Sicherheit in die Aktionen der Gastgeber. So folgte einer eher durchwachsenen ersten Spielhälfte ein ganz schwacher zweiter Durchgang. Daran änderte auch der in der 52. Minute von Carsten Kraft erzielte Treffer zum 2:0 nichts. Auf die schnellen Angriffsspitzen hatte sich Frohnau mittlerweile gut eingestellt und viel mehr an Mitteln und Möglichkeiten, um zum Erfolg zu gelangen, fiel den Marzahnern nicht ein. Mit dem sicheren Zwei-Tore-Vorsprung auf der Habenseite, nachlassenden Kräften und viel Unzufriedenheit, die nicht in die richtigen Kanäle geleitet werden konnte, überließen sie immer mehr die Initiative den Frohnauern, die sich noch längst nicht aufgegeben hatten. Zunächst belohnten sich die Gäste in der 69. Minute für ihr unermüdliches Bemühen mit dem Anschlusstreffer. Danach zerfiel die mannschaftliche Geschlossenheit der Marzahner zusehends. Der FCK Frohnau witterte die Chance auf einen Punktgewinn und kam diesem Ziel noch bedenklich nahe. Die Marzahner verloren die Ordnung im Abwehrverhalten und kassierten folgerichtig in der 80. Minute den Ausgleichstreffer. Die verbleibenden zehn Spielminuten gestalteten sich turbulent und nervenaufreibend. In einem „offenen Schlagabtausch“ ergaben sich für beide Mannschaften gute Möglichkeiten, die Partie zu entscheiden. Am Ende bevorzugte die Glücksgöttin Fortuna das Team, das insgesamt präsenter, zweikampfstärker, homogener besetzt und mit einem deutlichen Chancenplus unterwegs war. Trotzdem hing der Sieg am „seidenen Faden“, weil die Marzahner insbesondere organisatorisch und spielgestaltend vieles schuldig blieben. Die stereotypen Angriffsbemühungen gestalteten sich für den Gegner beherrschbar, die Kommunikation auf dem Platz erschien ausbaufähig und an der Chancenverwertung muss dringlichst gearbeitet werden. Nichtsdestotrotz sei angemerkt, dass sich die Platzherren mit dem vierten Sieg in Folge nunmehr in die oberen Tabellenregionen katapultierten und die nächsten Aufgaben in Ruhe und mit Geduld angehen können. Allein diese Serie ist aller Ehren wert und zeugt davon, dass die Marzahner zweifelsfrei das Niveau ihrer Ligastaffel mitbestimmen  können.                                                                                                                                                                                             - mk -



5. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 23. September 2018

FC Arminia Tegel   -   1. FC Marzahn      2  :  3   ( 1  :  1)

Mit dem favorisierten FC Arminia Tegel wartete am vergangenen Wochenende ein hoch gehandelter Aufstiegsaspirant auf die Marzahner. Den Gästen gelang es aber, das gewonnene Selbstvertrauen und viel Schwung aus den vorangegangenen Partien mitzunehmen und den Platzherren von Anfang an Paroli zu bieten. Auch wenn die Startphase etwas holprig verlief, stellte sich die erneut umformierte Mar­zahner Abwehrreihe schnell auf die temporeichen Angriffsaktionen des Gegners ein. Mit zunehmender Sicherheit fanden die Gäste auch ihren Spielfaden und setzten Tegel unter enormen Druck. Insbesondere das frühe Attackieren in der Spielhälfte des Gegners brachte die Gastgeber aus dem Konzept und hinterließ spürbar Wirkung. Nichtsdestotrotz blieb der erste Treffer in der 15. Minute den Arminen vorbehalten. Sie ahndeten einen der wenigen kapitalen Schnitzer der Marzahner Abwehr eiskalt. Doch schon 11 Minuten später kamen die Gäste durch Thomas Bildt, der einen weiten Flugball mit etwas Glück unhaltbar im gegnerischen Tor versenkte, zum hoch verdienten Ausgleich. Arminia Tegel wähnte sich nach dem Führungstreffer bereits auf der Siegerstraße, investierte zu wenig in das Spielgeschehen und blieb nach dem 1:1 blass und ohne jegliche Konstruktivität. Fortan übernahmen die diszipliniert und gut organisiert agierenden Marzahner end­gültig das Zepter, spielten aggressiven Angriffsfußball und wirkten spielbestimmend sowie überlegen. Ein hoch verdienter zweiter Treffer wollte aber bis zum Pausenpfiff nicht gelingen. Doch den notwendigen Rest, um diese Partie in „trockene Tücher“ zu lavieren, erledigten die Gäste in der Anfangsphase der zweiten Spielhälfte schnell und konsequent. Vladimir Falkenstein und Raad Alsgir sorgten für zählbares und brachten die Marzahner 3:1 in Führung. Doch auch Arminia Tegel kam immer wieder mal zu guten Aktionen und Erfolg versprechenden Einschussmöglichkeiten. Insgesamt agierte der Gastgeber aber viel zu ideenlos, statisch und berechenbar, um die Marzahner ernsthaft in Gefahr bringen zu können, zumal diese zu weiteren hochkarätigen Torchancen kamen. Erst in der Schlussphase der fairen, unaufgeregten Partie, als die Kräfte der Gäste langsam schwanden, eroberte sich Tegel mehr Spielanteile. Doch das Aufbäumen der Platzherren gegen die drohende Niederlage kam viel zu spät. Die Marzahner Abwehr stand gut, ließ nichts mehr anbrennen und regelte den Rest mit dem Glück des Tüchtigen. Die Gäste fabrizierten zwar noch mit dem Schlusspfiff ein Eigentor, gaben den Sieg aber nicht mehr aus der Hand. Die Basis des Erfolgs bildeten eine starke Mannschaftsleistung, ein unerschütterlicher Glaube an den Erfolg und der Wille, vollen Einsatz und energische Kampfkraft in die Waagschale zu werfen. Immerhin gelang damit der dritte Sieg in Folge. Nach dem verkorksten Saisonstart, der den Marzahnern zwischenzeitlich sogar die „rote Laterne“ bescherte, lässt sich nun ein sicherer, ausbaufähiger Platz im oberen Tabellenmittelfeld konstatieren. Damit lassen sich die nächsten Aufgaben ruhig und sachlich angehen. Am kommenden Wochenende laufen die Marzahner am Geraer Ring erstmals in dieser Saison mit der Favoritenbürde auf. Es bleibt abzuwarten, ob sie auch damit gut umgehen können.                                                                                                                                                                                                               - mk -


4. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2018 am Samstag, den 15. September 2018

1. FC Marzahn   -   SV Sparta Lichtenberg II      6  :  4   ( 4  :  2 )

Heimstarke Marzahner stürzen den Favoriten


Das hatte sich Sparta Lichtenberg wohl ganz anders vorgestellt. Immerhin blieb der bis dato Tabellenzweite in der noch jungen neuen Saison verlustpunktfrei und ging als haushoher Favorit in diese Partie. Auf dem Kunstrasen am Geraer Ring zeigte sich einmal mehr, dass die „Papierform“ bei den vorausschauenden Betrachtungsweisen oftmals wenig taugt. Beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe und taten viel für eine rasante, turbulente und unberechenbare Begegnung. Sie durchlebten und durchlitten sowohl stärkere, als auch schwächere Spielphasen. Und für die Zuschauer gestaltete sich ein spek­­takulärer Augenschmaus, zumindest durch die Marzahner Brille betrachtet. Die erste Halbzeit gehörte ganz klar den Platzherren. Beide Mannschaften verfügten über schnelle Angriffsspitzen und bevorzugten eine offensive Ausrichtung. Die ersten Chancen erspielten sich die Marzahner, aber den ersten Treffer landeten die Lichtenberger. Alexander Laguna Colina hämmerte einen Flankenball volley und unhaltbar unter die Torlatte. Doch schon 5 Minuten später glichen die unbeeindruckten Marzahner den Spielstand wieder aus. Wissam Dakhil überlupfte den herauslaufenden Torwart und traf ebenso spektakulär. Und die Gastgeber spielten weiter druckvollen Angriffsfussball und ließen den Lichtenbergern kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Carsten Kraft blieb es in der 16. Minute vorbehalten, mit einem Freistoßtor die Marzahner Führung herzustellen. In der Folgezeit kauften die Platzherren den Gästen ganz klar den Schneid ab, zwangen sie immer wieder in die Defensive und kamen durch Marcus Schulze und nochmals Wissam Dakhil zu weiteren Torerfolgen. Der 4:2-Halbzeitstand schmeichelte eher den Gästen, denn die Marzahner ließen eine Vielzahl guter Einschussmöglichkeiten ungenutzt. In der zweiten Spielhälfte konnten die Platzherren nicht an die furiosen ersten 45 Minuten anknüpfen. Lichtenberg hatte sich längst nicht aufgegeben und erarbeitete sich zunehmend die größeren Spielanteile. Vladimir Falkenstein und Marcus Schulze konnten allerdings das Zwischenergebnis durch das lange intakte Konterspiel auf 6:2 ausbauen, dann aber mussten die Marzahner dem hohen Tempo und dem enormen Kraftaufwand Tribut zollen. Die letzten 25 Minuten gehörten den Gästen, aber mehr als zwei Gegentore ließen die Platzherren nicht mehr zu. Zu konstatieren bleiben ein toller, verdienter Sieg, ein über weite Strecken gutklassiges Fußballspiel mit hohem Unterhaltungswert und prickelndem Spannungsbogen, sowie ein hoffentlich endgültiger Abschied von der Abstiegszone. Glückwunsch an die Mannschaft für ihre couragierte und disziplinierte Spielweise.                                                                                                                                                                                                       - mk –




3. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 01. September 2018

1. FC Marzahn   -   SV BW Berolina Mitte II      1  :  0   ( 1  :  0 )

Ein Sieg der Moral

Recht eindrucksvoll meldeten sich die Marzahner nach dem eher suboptimalen Saisonauftakt zurück. Mit einer kampfstarken Leistung, bei der der spielerische Aspekt nicht zu kurz kam, hielten sie eine knappe 1:0-Führung fest und sicherten sich die ersten drei Punkte. Von Anfang an bemühten sich die Platzherren sowohl um temporeiche, kraftvolle Angriffsaktionen, als auch um konsequentes, sicheres Abwehrverhalten. Beide Mannschaften agierten mit einer ähnlichen Spielanlage, neutralisierten sich im Mittelfeld und waren bemüht, über die Außenpositionen zum Erfolg zu gelangen. Dabei kamen auf beiden Seiten vergleichsweise wenige, dafür aber hochkarätige Einschussmöglichkeiten heraus. Die ersten guten Torchancen erarbeiteten sich die Marzahner. Leider blieben die Abschlussversuche einmal mehr unkonzentriert und überhastet. Die Gäste schöpften ihre Gefährlichkeit insbesondere aus den Standardsituationen. Da hielt die Glücksgöttin Fortuna hin und wieder schützend ihre Hände über die Marzahner. Auch am einzigen Treffer der Begegnung war sie wohl nicht ganz unbeteiligt. Als Christian Czyzo in der 37. Minute bei einer aussichtslosen Angriffsaktion den Ball nicht mehr spielbar unter Kontrolle bringen konnte, schlug er diesen mit viel Kraft in Richtung des gegnerischen Tores. Das runde Leder senkte sich erst hinter dem weit vor seinem Gehäuse postierten Torwart, tippte auf und begab sich recht gemächlich auf die letzten Meter bis ins Netz. In aller Regel fangen sich bekanntlich die Marzahner kuriose Treffer ein. Diesmal befand sich das Glück auf ihrer Seite, aber – oft zitiert und immer wieder wahr – Glück hat am Ende nur der Tüchtige. Und tüchtig waren die Gastgeber. Insbesondere in puncto Kampf, Einsatz und Zweikampfverhalten blieben sie ihrem Kontrahenten überlegen. Zunächst ging es natürlich darum, den knappen Vorsprung in die Halbzeitpause zu bugsieren. Das gelang, obwohl sich Berolina vehement um den Ausgleichstreffer bemühte. In der zweiten Spielhälfte konnten die Marzahner nicht ganz an die starken ersten 45 Minuten anknüpfen. Berolina agierte jetzt konsequenter im Mittelfeld und setzte dort mehr Akzente. Andererseits hatte sich aber die einmal mehr völlig umformierte Viererkette der Marzahner gut gefunden und wackelte eigentlich nur bei der Abwehr der Standardsituationen bedenklich. So sahen die Zuschauer eine temporeiche und gutklassige Begegnung zweier auf Augenhöhe agierender Mannschaften, deren Spannungsbogen nicht nur vom knappen Spielstand lebte. Von Anfang an bewegte man sich auf „des Messers Schneide“ und am Ende hätte wohl auch ein Unentschieden oder ein ebenso knapper Erfolg der Gäste dabei herauskommen können. In der Schlussphase der Partie mobilisierte Berolina nochmals alle verbliebenen Kräfte, brachte aber nur noch wenig Konstruktives zustande. Marzahn sicherte den knappen Vorsprung clever und geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Letztendlich gab wohl den Ausschlag, dass man bei den Platzherren in jeder Phase der Partie den bedingungslosen Siegeswillen spürte, dass jeder bereit war, an seine Leistungsgrenzen zu gehen und, dass die Marzahner diesen Dreier ganz einfach das Quäntchen mehr wollten. Chapeau also für eine couragierte, disziplinierte und konstruktive Leistung. Der Erfolg wird dem Selbstvertrauen guttun. Und vielleicht entwickelt sich der Sportplatz am Geraer Ring wieder zu einer uneinnehmbaren Festung.
                                                                                                                                                             - mk -                                                                                                                                                

2. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 26. August 2018

Nordberliner SC II   -   1. FC Marzahn      5  :  0  ( 2  :  0 )

Marzahn mit dem „letzten Aufgebot“ ohne wirkliche Chance


Erwartungsgemäß ließen sich die diversen personellen Widrigkeiten bei den Marzahnern nur ansatzweise kompensieren. 16 Absagen (Verletzungen, Urlaub, Einschulung der Kinder, berufliche Gründe etc.) für das Spiel am Sonntag weckten wenig Hoffnung auf einen glimpflichen Ausgang der Partie. Immerhin gelang es dann doch, beim Nordberliner SC mit einer spielfähigen Mannschaft anzutreten. Zu verdanken blieb dies in erster Linie den beiden aushelfenden Akteuren der AK 32 (Christian Czyzo und Antonio di Marco), Thomas Ehrlich, der vor rund 10 Jahren zuletzt ein Spiel für die Marzahner bestritt, dem Rückkehrer Thomas Bildt, der sich verletzt zur Verfügung stellte und dem zweiten Keeper Jens Wunschick, der sich ebenso 90 Minuten als Feldspieler versuchen musste. Wechselmöglichkeiten gab es mit Blick auf die verwaiste Ersatzbank nicht. Die einmal mehr umformierte Abwehrreihe benötigte einige Anlaufzeit, um sich zu finden und konnte die schnelle 2:0-Führung der Gastgeber nicht verhindern. Der Nordberliner SC profitierte insbesondere von seinen schnellen, quirligen Angriffsspitzen, die die Marzahner nie so richtig in den Griff bekamen. Ohnehin blieben die Gäste in puncto Sprintvermögen und Antrittsschnelligkeit dem Gegner klar unterlegen. Erst nach rund 20 Minuten gelang es den Marzahnern, sich mehr um die eigenen Aktionen und den Spielaufbau zu kümmern. Sie kamen nun auch zu etlichen guten Angriffsaktionen, die aber zu überhastet, unkonzentriert und ohne Fortune abgeschlossen wurden. Glücklicherweise taten sich die Platzherren bei der Verwertung ihrer Einschussmöglichkeiten ebenso schwer. So blieb es bei deren 2:0-Führung beim Pausenpfiff. Pech hatten die Marzahner dann in der 50. Spielminute, die wohl den Knackpunkt der Begegnung darstellte. Eine vielleicht etwas unglückliche Abwehraktion von Carsten Kraft wertete der leicht übermotivierte Schiedsrichter sehr strittig als Notbremse und schickte ihn zur Verwunderung „von Freund und Feind“ vorzeitig zum Duschen. Damit fiel dann auch noch einer der wichtigsten Protagonisten des Marzahner Spiels aus. Den fälligen Strafstoß verwandelten die Gastgeber sicher zum 3:0, wobei nachzutragen ist, dass Gilbert Wagner in der ersten Halbzeit einen ebenso umstrittenen Strafstoß parieren konnte. In den verbleibenden 40 Spielminuten wehrten sich die Gäste im Rahmen ihrer Möglichkeiten, kämpften aufopferungsvoll mit hohem Einsatz und kamen auch weiterhin zu guten Einschussmöglichkeiten. Ein Treffer blieb ihnen aber versagt. Auch zu zehnt gaben sich die Marzahner nicht auf, mussten in dieser Konstellation zwar noch zwei Gegentore hinnehmen und verabschiedeten sich letztendlich achtbar aus dieser Partie. Ein zusätzlicher Wermutstropfen offenbarte sich mit der Übernahme der „roten Laterne“ in der Ligastaffel 3. Diese wieder loszuwerden, dürfte gar nicht so einfach werden. Eine Besserung der personellen Situation zeichnet sich erst mittelfristig ab. So bleibt zunächst nur zu hoffen, dass der Stamm der Mannschaft noch enger zusammenrückt, dass Leistungsunterschiede schneller beseitigt werden können und ein homogenes Mannschaftsgefüge entsteht und, dass Defizite im taktisch-technischen Verhalten zügiger aufgearbeitet werden können. Einfach wird das nicht, machbar ist es aber allemal.                                                                                                                                                               - mk –



1. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 19. August 2018

SG Blankenburg II   -   1. FC Marzahn      5  :  2   ( 0  :  1 )

Schwung und Euphorie reichten nur für eine Halbzeit


Der Start der Marzahner in die neue Kreisliga-A-Saison gestaltete sich suboptimal und misslang gründlich. Dabei deutete lange Zeit gar nichts auf eine klare Niederlage hin. Die Gäste fanden sich schnell auf dem Rasenplatz zurecht, agierten zunächst präsenter und kamen zu guten Einschussmöglichkeiten. Die Blankenburger taten sich schwer, die temporeichen gegnerischen Attacken unter Kontrolle zu bringen. Bei den eigenen Abschlussversuchen fehlte ihnen, wie den Marzahnern auch, das Glück und die Präzision. So verwunderte es letztendlich nicht, dass der erste Treffer als Zufallsprodukt und Eigentor in die Wertung ging. Eine inkonsequente Abwehraktion der Gastgeber ließ das runde Leder in der 31. Minute auf wundersame Weise gemächlich ins Netz rollen. Die Führung schien zu diesem Zeitpunkt verdient, da die Marzahner auf dem holprigen Rasenplatz bis dahin aktiver und zielstrebiger unterwegs waren. Leider versäumten sie es in den verbleibenden Minuten bis zum Halbzeitpfiff, den knappen Vorsprung auszubauen. Diverse Möglichkeiten ergaben sich dafür durchaus. Die zweite Halbzeit begann mit zwei hundertprozentigen Torchancen für die Marzahner. Die klägliche Vergabe beider Möglichkeiten stellte wohl auch den neuralgischen Punkt dieser Partie dar, denn fortan überließen die Gäste den Platzherren aus unerfindlichen Gründen das Agieren und die Initiative. Und die Strafe folgte prompt. Blankenburg erzielte binnen sechs Minuten drei Treffer, wendete das Spielgeschehen und schuf eine Vorentscheidung. Auch wenn bei allen drei Toren viel Glück und Zufall im Spiel waren: Glück hat auf Dauer nur der Tüchtige. Dies ließ sich den Blankenburgern in der zweiten Spielhälfte nicht absprechen. Die Marzahner erholten sich von diesem Dreifach-Schlag nicht mehr, mühten sich zwar redlich, fanden aber nicht zurück in die Erfolgsspur. So zerfiel die Mannschaft in ihre Einzelteile, hatte dem ungestümen Sturm und Drang der Gastgeber nur noch wenig entgegenzusetzen und kam selbst lediglich noch sporadisch zu Torchancen. Wagte man sich dennoch in die Nähe des gegnerischen Strafraums, brannte es beim folgenden Gegenstoß der Platzherren in der Marzahner Abwehr lichterloh. Ein eher zweifelhafter Strafstoß für die Blankenburger brachte dann in der 71. Minute die endgültige Entscheidung. Die Treffer zum 4:2 (81. Minute / Wissam Dakhil)) und zum 5:2 (88. Minute) besaßen nur noch statistischen Wert. Zu konstatieren bleibt, dass den Marzahnern auch in der Kreisliga A ein rauer Wind entgegenweht. Es wird noch einige Zeit dauern, bis ein optimales Mannschaftsgefüge gefunden ist. Dabei werden wohl die personellen Sorgen ein steter Begleiter sein. Für eine Standortbestimmung taugt der erste Spieltag wohl noch nicht. Wichtig bleibt, sich nicht verunsichern zu lassen und an der Beseitigung vermeidbarer Fehler und bekannter Defizite konsequent zu arbeiten. Wenn dies halbwegs gelingt, können die Marzahner in ihrer Staffel eine durchaus positive Rolle spielen.
                                                                                                                                              - mk –

 

Trainerteam

Uwe Markau ( Trainer )
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Trainingszeiten

Dienstag: 19:30 - 21:00 Uhr
Donnerstag: 19:30 - 21:00 Uhr

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