Aktuelle Spielberichte Saison 2021/2022

Meisterschaftsspiel am Samstag, den 11. September 2021

1. FC Marzahn      -      Steglitzer SC Südwest II      3   :  4   ( 2  :  2 )

Am Ende nicht belohnt

Viel müssen sich die Marzahner nach diesem rasanten, kurzweiligen und spannenden Spiel nicht vorwerfen lassen. Sie agierten über neunzig Minuten spielbestimmend und ideenreich, zelebrierten offensive, druckvolle Aktionen und versäumten es leider, sich am Ende für eine couragierte Leistung zu belohnen.  Das Spiel begann eher suboptimal, als der Gast die Marzahner bereits in der zweiten Minute mit einem „Sonntagsschuss“ in einen frühen Torerückstand schickte. Dem Tatendrang der Platzherren tat dies keinen Abbruch. Es gelang ihnen immer wieder, sich auf den Außenpositionen durchzusetzen und Flankenbälle in den gegnerischen Strafraum zu schlagen. Daraus ergaben sich auch diverse Einschussmöglichkeiten, die die vielbeinige Steglitzer Abwehrkette mit viel Glück und Geschick vereitelte. In der 18. Spielminute konnte sich dann Tien Ngoc Tran auf der linken Seite entscheidend durchsetzen und das runde Leder im Tor versenken. Doch in ruhigeres „Fahrwasser“ gerieten die Marzahner dadurch nicht. Die enormen Angriffsbemühungen gerieten häufig etwas zu ungestüm und das Umkehrspiel gestaltete sich recht fragil. Das sollten auch über die gesamte Spielzeit die einzigen, aber auch leider entscheidenden wesentlichen Kritikpunkte bleiben. Um einen geordneten Aufbau ihrer Aktionen bemühten sich die Steglitzer nicht. Die Bälle wurden hoch und weit in die gegnerische Spielhälfte geschlagen. Verbunden war damit der Versuch, mit Distanzschüssen zum Erfolg zu gelangen. Einen der wenigen Durchbrüche in den Strafraum krönten die Gäste dann in der 30. Minute mit dem neuerlichen Führungstreffer, den Enes Ribic wenig später per Foulstrafstoß erneut zum 2:2-Halbzeitstand ausglich. Als Duc Anh Le in der 56. Minute zum 3:2 traf, schien sich die Glücksgöttin Fortuna doch noch für die Marzahner entschieden zu haben. Sie agierten in der Folgezeit weiter spielbestimmend, gelangten auch immer wieder gefährlich an und in den Steglitzer Strafraum, erarbeiteten sich aber zu wenig wirklich zwingende Einschussmöglichkeiten. Sowohl bei der Offensiv- als auch Defensivarbeit setzten die Marzahner zu träge, inkonsequent und halbherzig nach. Das eröffnete den Gästen immer wieder Kontermöglichkeiten, die sie letztendlich spielentscheidend mit zwei weiteren Treffern nutzten. Zumindest ein  Unentschieden wäre diesmal mehr als hoch verdient gewesen. So gewann dann aber letztendlich die effizientere Mannschaft, für die auch die geringere Anzahl individueller Fehler den Ausschlag gab.                                                                                                                                          - mk -





Meisterschaftsspiel am Samstag, den 28. August 2021

1. FC Marzahn      -      BFC Germania      9   :  0   ( 5  :  0 )

Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten 

Für das sogenannte „Kellerduell“ konnte Germania lediglich 10 Akteure aufbieten, die sich zumindest in der Anfangsviertelstunde um eine Schadensbegrenzung bemühten, aber eigentlich von Anfang an „auf verlorenem Posten“ standen. Die sich um ein schnelles Spiel bemühenden Marzahner führten die Gäste auch alsbald an deren konditionelle Belastungsgrenzen und entwickelten eine deutliche Überlegenheit. Das drückte sich allerdings erst in der zweiten Hälfte der ersten 45 Minuten in Torerfolgen aus, nachdem zunächst viele gute Einschussmöglichkeiten unkonzentriert und überhastet vergeben wurden. Mit dem 5:0-Halbzeitstand waren dann eigentlich bereits „alle Messen gesungen“. Nach dem Wiederanpfiff der Begegnung sorgten die Gastgeber sofort für ein schnelles, schnörkelloses Spiel und zogen dem Gegner mit 3 Treffern in acht Minuten endgültig den Nerv. Dann begannen auch die ersten Germania-Akteure konditionell angeschlagen und desillusioniert das Spielfeld zu verlassen. Aus heiterem Himmel sorgten die Gastgeber in der 64. Minute für das schwärzeste Kapitel dieser Begegnung. Der Marzahner Torwart wurde bei einem der wenigen Gäste-Angriffe regelwidrig attackiert, überließ aber die diesbezügliche Ahndung nicht dem Schiedsrichter, sondern sorgte mit den Fäusten für entsprechende Tatsachen. Die rote Karte für beide Streithähne blieb die einzig mögliche Konsequenz. Abgesehen von dem „Bärendienst“, den er den Marzahnern erwiesen hat, sei hier nochmals ganz klar angemerkt, dass es keine Rechtfertigung für eine solches Verhalten gibt, das auf Sportplätzen nichts zu suchen hat. Ohnehin wird der Betroffene viel Zeit erhalten, um darüber nachzudenken. Ein geordnetes, sinnvolles Spiel kam danach nicht mehr zustande. 10 Marzahner standen nunmehr 7 Germania-Akteuren gegenüber, die das Treiben nur noch beenden wollten. Nachdem sie den Schiedsrichter mehrmals um einen Abpfiff baten, reagierte dieser in der 70. Spielminute mit dem Abpfiff der Begegnung. Für die Marzahner bleibt das Spiel ein Muster ohne Wert und taugt nicht für eine Einordnung. Erst die nächsten Begegnungen werden aufzeigen, wo man tatsächlich steht.         
                                                                                    - mk -
 


Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 22. August 2021

WFC Corso/Vineta      -      1. FC Marzahn      9   :  1   ( 3  :  1 )

Gesucht wird die mannschaftliche Geschlossenheit

Nichts deutete bis zur Halbzeitpause darauf hin, dass die Marzahner noch so eklatant „unter die Räder“ geraten könnten. Gegen den Tabellenführer agierten die Gäste zunächst gefällig und bemühten sich um ein spielkulturelles Gleichgewicht. Erkennbar war aber schnell, dass sich Corso/Vineta schon frühzeitig ein klares Chancenplus erarbeitete, besser als Mannschaft funktionierte und körperlich robuster unterwegs war. Zum Verhängnis wurde das Alexander Schmidt, der Mitte der ersten Halbzeit vom Notarzt ins Krankenhaus gefahren wurde. Auch auf diesem Wege nochmals gute Besserung und schnelle Genesung! Die Bilder bekamen die Marzahner dann wohl auch nicht mehr aus den Köpfen. Nach einer längeren Spielunterbrechung begann der Niedergang der Marzahner mit einem verwandelten Strafstoß, dem nur eine Minute später ein leicht vermeidbarer Treffer folgte. Die Gäste spielten danach zwar weiterhin gut mit, aber sie erarbeiteten sich kaum zwingende Torchancen. Die aufmerksame Abwehrarbeit der Gastgeber zahlte sich aus und die Marzahner agierten einmal mehr zu bedächtig, zu umständlich und ohne das notwendige Tempo. Der von Thomas Bildt per Freistoß erzielte Anschlusstreffer zum 3:1 blieb einer der wenigen Höhepunkte im Spiel der Gäste. Nach der Pause zerbröselte die mannschaftliche Geschlossenheit der Marzahner in ihre Einzelteile und Corso/Vineta baute den Torevorsprung sukzessive aus. Am Ende blieb ein Scherbenhaufen aus Unzufriedenheit, Selbstgefälligkeit, persönlichen Anfeindungen und unnötigen Schuldzuweisungen. Das war definitiv völlig überflüssig und hilft keinen Millimeter weiter. Zumindest nach der ersten Halbzeit konnte man der Mannschaft im Vergleich zum ersten Spiel eine deutliche Steigerung attestieren. Um diesen Eindruck in der zweiten Spielhälfte zu untermauern, mangelte es an Konsequenz, Geduld und Hingabe. Der eine oder andere Akteur muss sich den Vorwurf gefallen lassen, sich letztendlich nicht in den Dienst der Mannschaft gestellt und sich innerlich lange vor dem Abpfiff aus der Begegnung verabschiedet zu haben. Darüber wird zu reden sein. Als Chronist bleibt anzumerken, dass die Marzahner spielerisch bei weitem keinen Acht-Tore-Unterschied erkennen ließen. Das ist zwar nicht sonderlich tröstlich, soll aber andeuten, dass bei mehr Selbstbewusstsein vieles möglich ist.               
                                                                   - mk -




Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 15. August 2021

SV Bau-Union      -      1. FC Marzahn      4   :  1   ( 1  :  1 )

Hinter den Möglichkeiten zurückgeblieben

Recht enttäuschend verlief der Start in die Meisterschaftsspiele für die Marzahner. An der Dolgenseestraße traf man auf einen selbstbewussten, ehrgeizigen Gegner, der durchsetzungsfähiger und cleverer agierte, deutlich eingespielter wirkte sowie letztendlich von seinem Chancenplus profitierte. Dagegen erwiesen sich die Aktionen der Gäste als zu gemächlich, wenig koordiniert und häufig überhastet. Auch mangelte es an Spielübersicht und Konsequenz. Insbesondere gelang es den Marzahnern nicht, individuelle Stärken zu einer mannschaftlichen Geschlossenheit zu formen und den Gegner mit einem höheren Spieltempo unter Druck zu setzen. In der ersten Halbzeit agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe. Die Marzahner verfügten über mehr Ballbesitz, aber Bau-Union kreierte die deutlich gefährlicheren Offensivaktionen. Für den Gastgeber sprach auch das klar bessere Umschaltspiel. Die Ballverlus­te der Marzahner in der gegnerischen Spielhälfte erwiesen sich als Achillesferse und mutierten viel zu oft zu hochkarätigen Einschussmöglichkeiten für Bau-Union, weil es nie wirklich gelang, sich auf die überfallartigen Angriffe einzustellen. Doch auch die Gäste kamen zu diversen guten Torchancen. Allerdings benötigten sie viel zu viele Ballkontakte, um in die Nähe des gegnerischen Strafraums zu gelangen, während Bau-Union dies mit zwei oder drei Spielzügen meisterte. Bei den Torschussversuchen mangelte es den Marzahnern dann leider an Konsequenz, Übersicht und Mut. Dem Führungstreffer von Bau-Union in der 31. Minute folgte kurz vor dem Pausenpfiff der Ausgleich nach einer starken Einzelaktion von Mahmood Nobolsi. Zu diesem Zeitpunkt entsprach der Zwischenstand durchaus dem Spielverlauf und den Spielanteilen. Ein Favorit für den Sieg hatte sich noch nicht herauskristallisiert. In der zweiten Halbzeit konnten die Marzahner leider nicht mehr an die Leistungen der ersten 45 Minuten anknüpfen. Insbesondere nach dem erneuten Führungstreffer von Bau-Union in der 54. Minute erlahmten der Siegeswille und Glaube an die eigene Leistungsfähigkeit vollends. Der Gastgeber bestimmte mehr und mehr das Spielgeschehen und profitierte von den Fehlern der Marzahner. Die ohnehin fragile mannschaftliche Geschlossenheit zerbrach und Gegenwehr blieb dann eher Stückwerk. Schade! Ein Punktgewinn an der Dolgenseestraße wurde somit leichtfertig ausgelassen. Bau-Union setzte sich am Ende durchaus verdient durch, auch wenn das Ergebnis vielleicht um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist.                                                                                                                                       - mk -

Trainerteam

Uwe Markau ( Trainer )
Telefon: 0170 / 5822593
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Trainingszeiten

Dienstag: 19:30 - 21:00 Uhr
Donnerstag: 19:30 - 21:00 Uhr

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