Spielberichte der 1. Männer | Saison 2018/2019

Aktuelle Spielberichte 2018/2019

28. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 19.  Mai 2019

SV Sparta Lichtenberg II   -   1. FC Marzahn      7  :  0   ( 2  :  0 )

Marzahn auf verlorenem Posten


Auch wenn - gemessen am Spielgeschehen - das Endergebnis wohl etwas zu hoch ausfiel, lässt die 0:7-Klatsche der Marzahner wenig Raum für Interpretationen. Zu eindeutig gestaltete sich die Überlegenheit der Gastgeber. Dabei wehrten sich die Marzahner 30 Minuten lang recht clever und effektiv ge­­gen eine drohende Niederlage. In dieser Zeit überzeugten sie mit gutem Stellungsspiel und ließen dem Gegner kaum Raum für gefährliche Attacken. Die entscheidenden Fehler passierten leider immer dann, wenn die Marzahner sich im Ballbesitz befanden, das Tempo aus den Angriffsaktionen nahmen und „leich­te“ Bälle in unnötigen Zweikämpfen vertändelten. Die miserable Fehlpassquote ließ kaum einen geordneten und organisierten Spielaufbau zu, insbesondere verunglückten die finalen Pässe reihenweise. So fanden die Marzahner in der ersten Halbzeit nicht zu einer einzigen Erfolg versprechenden Einschussmöglichkeit. Nach dem Führungstreffer der Lichtenberger in der 29. Minute zeigte der Schiedsrichter vier Minuten später auf den Elfmeterpunkt, eine mehr als fragwürdige Entscheidung. Natürlich nahmen die Lichtenberger das Geschenk gerne an. Deren 2:0-Führung beim Pausenpfiff schien angemessen. Die Gäste wehrten sich zwar tapfer und aufopferungsvoll, fanden aber keine Mittel, um sich vom Druck der Lichtenberger wenigstens phasenweise befreien zu können. Bereits zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff der Partie trafen die Platzherren erneut vom Elfmeterpunkt, diesmal ohne Diskussionen und Proteste. Zu rustikal wurde der gegnerische Angreifer von den Beinen geholt. Damit waren dann auch die Weichen eindeutig gestellt. In der zweiten Halbzeit investierten die Marzahner mehr in ihre Offensivbemühungen, boten aber gleichzeitig gefährliche Lücken im Abwehrgefüge an. Die wenigen guten Torchancen vergaben die Gäste überhastet, unkonzentriert und glücklos. So bleibt alleine ein fulminanter Pfostenschuss von Wissam Dakhil berichtenswert. Dagegen baute der Gastgeber sukzessive seinen Torevorsprung aus und kam am Ende zu einem nie gefährdeten 7:0-Erfolg. Die Chan­­cen der Marzahner für einen Klassenerhalt bleiben zwar intakt, aber das Gelingen liegt nicht mehr allein in ihrer Hand. Das Pflichtprogramm für die beiden letzten Meisterschaftsspiele lautet „6 Punkte“. Alles andere führt auf den bitteren Weg in die Kreisliga B.
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27. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 11. Mai 2019

1. FC Marzahn   -   FC Arminia Tegel      5  :  1   ( 4  :  0 )

Mit Effizienz und Selbstvertrauen zum Erfolg


Schon im Hinspiel tat sich der Tabellenfünfte aus Tegel gegen die Marzahner schwer und unterlag auf eigenem Platz knapp 2:3. Auch deshalb rechnete sich der Gastgeber für diese Begegnung einiges aus und fühlte sich keineswegs als Außenseiter. Ohnehin zeigte die Formkurve der Marzahner in den letzten Wochen nach oben, Kampfgeist und Motivation stimmten, allein das leidige Thema „Chancenverwertung“ trübte immer wieder die Bilanzen. Mangelnde Effizienz ließ sich diesmal zumindest Vladimir Falkenstein nicht vorwerfen. Mit seinen vier Treffern, mit denen er es auch in die „Elf des Tages“ der Fußball-Woche schaffte, erlegte er die Arminen und zeigte, dass die Marzahner durchaus mit den stärkeren, ambitionierten Teams ihrer Kreisliga-Staffel mithalten können. Natürlich trug Tegel die Favoritenbürde und wollte nach den zuletzt eher durchwachsenen Leistungen beim abstiegsbedrohten 1. FC Marzahn punkten. Dieses Ziel war aber schon nach einer halben gespielten Stunde weit entrückt. Zweimal Vladimir Falkenstein und Raad Alsgir hatten bereits für recht klare Verhältnisse auf dem Kunstrasen gesorgt und einen starken Auftritt der Platzherren gekrönt. Als dann auch noch in der 36. Minute der Tegeler Timo Hafemann vorzeitig zum Duschen geschickt wurde und drei Minuten später Vladimir Falkenstein den Spielstand auf 4:0 erhöhte, gleichzeitig das Zwischenergebnis zur Pause, schienen bereits vorzeitig „alle Messen gesungen“. Mit Effizienz und Selbstvertrauen beherrschten die Marzahner in den ersten 45 Minuten klar das Spielgeschehen und legten den Grundstein für den späteren Erfolg. In der zweiten Halbzeit konnten die Platzherren nicht wirklich an die bis zum Pausenpfiff überzeugende Leistung anknüpfen. Die durch den Platzverweis vermutete Schwächung der Arminen war so nicht erkennbar. Ganz im Gegenteil! Die Mannschaft rückte enger zusammen, agierte nunmehr auf Augenhöhe und hatte sich längst nicht aufgegeben. Nach einer knappen Stunde Spielzeit gelang Tegel dann auch durchaus verdient der Anschlusstreffer. Mehr ließen die Marzahner an diesem Tag nicht zu. So blieb die „Aufbruchsstimmung“ der Arminen zwar deutlich erkennbar und latent gefährlich, aber die Gastgeber verstanden es, die sichere Führung mit Engagement, Kampfkraft und Leidenschaft zu verteidigen. Wiederum Vladimir Falkenstein blieb es vorbehalten, mit seinem Treffer zum 5:1, kurz vor dem Schlusspfiff, nicht nur eine starke Mannschaftsleistung zu krönen, sondern auch ein deutliches Signal an die direkte Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt zu senden. Immerhin gelang den Marzahnern der in dieser Saison bislang höchste Sieg in einem Pflichtspiel. Nach dem bereits feststehenden Abstieg des FCK Frohnau werden noch zwei weitere Mannschaften gesucht, die das gleiche Schicksal teilen werden. Am akutesten gefährdet sind wohl der SC Charlottenburg II, der 1. FC Marzahn, SF Johannisthal II und BW Berolina Mitte II. Das Restprogramm dieser Mannschaften scheint qualitativ in etwa gleich zu sein. Natürlich gibt es in der Endphase einer Saison häufig Unwägbarkeiten, überraschende Ergebnisse und manche Ungereimtheit. Letztendlich haben es die Marzahner aber selbst in der Hand, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu erreichen.
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26. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 05. Mai 2019

FCK Frohnau   -   1. FC Marzahn      2  :  2   ( 0  :  0 )

Kein Sieger im Duell der "Kellerkinder"


Über dem Duell der beiden „Kellerkinder“ schwebte fühl- und greifbar das Damoklesschwert des drohenden Abstiegs. Das hemmte in der ersten Halbzeit aber eher die Marzahner, die mehr schlecht als recht in die Partie fanden. Die Platzherren übernahmen die Initiative, übten Druck aus und schnürten die Gäste phasenweise in deren Spielhälfte ein. Viel zu sehr blieben die Marzahner mit sich selbst und den quirligen Frohnauer Angriffsspitzen beschäftigt, als sich um Spielkultur und Organisation des Spielgeschehens kümmern zu können. Der Vergleich mit der angezogenen Handbremse drängte sich förmlich auf. Auch wenn beide Mannschaften lediglich überschaubare Fußballkost ohne jegliche Leckerbissen anbieten konnten, blieben die Abläufe auf dem Kunstrasen schon durch den stets knappen Spielstand abwechslungsreich und spannend. Frohnau konnte aus den Druckphasen und ungezählten Eckbällen kein Kapital schlagen. Marzahn blieb mit einer ganzen Reihe Erfolg versprechender Konter gefährlich, scheiterte aber immer wieder am finalen Pass und den eklatanten Abschlussschwächen. So stellte dann auch der 0:0-Halbzeitstand ein Spiegelbild der Trefferbilanz beider Mannschaften in dieser Saison dar. Auch in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit deutete nichts darauf hin, dass das Geschehen noch deutlich Fahrt aufnehmen könnte. Der Knackpunkt der Partie ergab sich in der 55. Minute. Einmal mehr überließ die Marzahner Abwehr dem Gegner zu viel Raum und das nutzten die stets einen Tick schneller denkenden und handelnden Frohnauer diesmal konsequent. Seltsamerweise erwies sich der Führungstreffer der Gastgeber für diese als kontraproduktiv, denn die Marzahner verstanden die neue Spielsituation als deutliches Signal, das sie im weiteren Spielverlauf deutlich beflügelte. Von Froh­nau war nicht mehr viel zu sehen und die Gäste forcierten nun ihrerseits die Angriffsbemühungen und drängten die Frohnauer tief in deren Spielhälfte. Lohn der Arbeit war zunächst ein Handspiel im Strafraum der Gastgeber. Den fälligen Elfmeter verwandelte Mirco Wierzbicki in der 71. Minute. Danach blie­ben die Marzahner am Drücker und ein weiterer Treffer schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch leider ließen sie auch allerbeste Einschussmöglichkeiten ungenutzt. Eine der vielen Ungereimtheiten und Nachlässigkeiten im Abwehrverhalten der Marzahner führte in der 85. Minute beim wohl in der letzten halben Stunde einzigen ernsthaften Konter der Gastgeber zu deren neuerlicher Führung. Verdient war das zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr. Und Schockstarre löst das bei den Marzahnern auch nicht aus. Gegen stark nachlassende Frohnauer erkämpften sie sich „auf der letzten Rille“ in der Nachspielzeit den insgesamt wohl gerechten Toreausgleich. Bei einer der unermüdlich auf das Gastgebertor zurollenden Angriffswellen stand Vladimir Falkenstein goldrichtig. Einen durchaus möglichen Dreier vertändelten die Marzahner in der ersten Halbzeit mit ihrer halbherzigen Spielweise. Dass das mit einer guten zweiten Spielhälfte nicht mehr kompensiert werden konnte, lag auch schlicht und einfach an der Summe individueller Fehler. Es reichte noch, um mit einem „blauen Auge“ davonzukommen, hilft aber im Abstiegskampf nicht sonderlich weiter.                                                                                                                    - mk -


25. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 27. April 2019

1. FC Marzahn   -   SG Blankenburg II      1  :  2   ( 1  :  1 )

Die Marzahner kassieren eine bittere Niederlage

Die Marzahner hatten es vor der turbulenten und spannenden Begegnung mit der SG Blankenburg II selbst in der Hand, einen Befreiungsschlag in Richtung Klassenerhalt zu landen. Daraus wurde leider nichts. Mit einem Last-Minute-Tor entführte der Gast drei überaus wichtige Punkte und machte seinerseits wertvollen Boden im Abstiegskampf gut. Obwohl es letztendlich nicht an Einsatz und Willen mangel­te, agierten die taktisch gut eingestellten Blankenburger cleverer und abgeklärter. Die Marzahner be­­­fanden sich in der Pflicht, mehr in das Spielgeschehen zu investieren. Das taten sie, beließen es in manchen Spielphasen aber bei unbrauchbarem Stückwerk. Auch die Gäste strotzten nicht vor Ideenreichtum und Selbstbewusstsein, setzten allerdings immer wieder mit ihren „langen Bällen“ gefährliche „Nadelstiche“. Die Anzahl guter und bester Einschussmöglichkeiten deutete klar auf einen Marzahner Erfolg hin. Am Ende war das wertlos. Den Platzherren fehlte es bei den Abschlussversuchen an Übersicht, Instinkt, Konsequenz und insbesondere Präzision. Blankenburg wirkte in dieser Hinsicht deutlich effizienter und generierte aus wenigen Möglichkeiten zwei Treffer. Spielentscheidend blieb am Ende wohl die Anzahl der individuellen Fehler, die den Gastgebern tatsächlich in vergleichsweise größerem Umfang unterliefen. Bereits in der 9. Minute schlug es im Gehäuse der Marzahner ein. Eine Abwehrreihe, die sich noch gar nicht richtig gefunden hatte und ein rundes Leder auf „Irrfahrt“ zwischen Freund und Feind bildeten eine unheilvolle Allianz. Nach 9 weiteren Minuten hatte Vladimir Falkenstein dieses Malheur mit einem straffen Schuss in den linken Dreiangel eindrucksvoll ausgeglichen. Danach blieben die Marzahner am Drücker. Zu selten wirkten ihre Angriffsbemühungen aber zwingend, konsequent und präzise. Trotzdem ergab sich eine ganze Reihe guter Einschussmöglichkeiten. Zählbares gelang allerdings nicht. In der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst wenig am Spielgeschehen, das die Marzahner bestimmten. Blankenburg riskierte wenig und wartete auf die Fehler des Kontrahenten. Mit zunehmender Spielzeit wuchsen aber Hektik, Nervosität, überproportionale Härte im Zweikampfverhalten und Diskussionsbedarf mit dem Schiedsrichter zu unberechenbaren und kontraproduktiven Komponenten her­an. Beide Mannschaften verloren ihre Grundordnung und insbesondere die Marzahner bemühten die berüchtigte Brechstange. Leider löste sich auch die mannschaftliche Geschlossenheit in viele überhastete Einzelaktionen auf. Weder Blankenburg noch Marzahn gaben sich mit dem einen Punkt zufrieden und zelebrierten mit deutlich nachlassenden Kräften einen offenen „Schlagabtausch“. In der 90 Minute genügte den Gästen ein stark und präzise in die Schnittstelle der Viererkette gespielter Pass, um die Partie zu entscheiden. Die Marzahner kämpften bis zur letzten Sekunde aufopferungsvoll und jagten den Ball sogar noch ins Tor, aber der Schiedsrichter sah beim Schützen Mario Hauptmann eine Abseitsstellung - eine ebenso strittige wie unglückliche Entscheidung. Bei fünf noch ausstehenden Spielen ist für die Marzahner längst nicht alles im Kampf um den Klassenerhalt verloren. Moral und Einsatz passen.                                                      - mk -


24. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 13. April 2019

1. FC Marzahn   -   SF Johannisthal II      6  :  4   ( 1  :  2 )

Ein schwer erkämpfter Pflichtsieg


Das war turbulenter Abstiegskampf in Reinkultur, der alles bot, was man gewöhnlich damit verbindet. Am Ende blie­ben die drei Punkte verdientermaßen am Geraer Ring, aber die Marzahner durchwanderten im Verlaufe der spannenden 90 Minuten manche Höhen und auch tiefe Täler. Insbesondere verlief die Anfangsphase der brisanten Begegnung für die Platzherren recht suboptimal. Nach einer halben Stunde Spielzeit hieß der Zwischenstand ernüchternd 0:2. Die Marzahner agierten in dieser Phase viel zu zögerlich und nahmen die geforderte Rolle des Spielgestalters nicht an. Den Gästen mangelte es an Organisiertheit und Konstruktivität. Zunächst genügte es für sie vollends, sich auf die langen Bälle in die Sturmspitzen und das Ausnutzen der Marzahner Fehler zu konzentrieren. Vladimir Falkensteins Treffer in der 41. Minute fungierte nicht nur als dringend notwendiger Weckruf, er leitete auch die erhoffte Wen­de ein. In der zweiten Halbzeit nahmen die Marzahner endlich die ihnen zugedachte Rolle an, übernahmen mehr und mehr die Kontrolle des Spielgeschehens und glänzten mit einem resoluten, aufopferungs­vollen Zweikampfverhalten. Zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff der Begegnung zeigte der Schiedsrichter nach einem Foulspiel im JohannisthalerStrafraum auf den Elfmeterpunkt. Mirco Wierzbicki jagte das runde Leder sicher und unhaltbar ins Netz. Damit war ein Etappenziel frühzeitig erreicht. Am umjubelten Führungstreffer, von Vladimir Falkenstein in der 52. Minute erzielt, konnten sich sie Mar­zahner nicht lange erfreuen. Praktisch vom Anstoßpunkt gelang den Gästen mit einem echten Sonntagsschuss der erneute Toreausgleich. Für Johannisthal markierte dies das letzte Aufbäumen gegen eine drohende Niederlage. Dagegen hatten die Marzahner längst ihren Rhythmus gefunden, nutzten neben ihrer hohen Kampfkraft auch mehr und mehr ihre spielerischen Möglichkeiten und traten erbarmungslos auf das Gaspedal. Mit dem „Doppelpack“ von Marcus Schulze (54./63. Minute) schwenkten die Gastgeber endgültig auf die Siegerstraße ein. Die eigene Spielweise bewusster zu steuern, zu temperieren und dem Zwischenstand anzupassen, ist nicht so das Ding der Platzherren. Das führte zwar in der 76. Minute noch zum 6:3 (Carsten Kraft), aber auch zum 6:4 Anschlusstreffer in der 82. Minute. Die Messen waren da allerdings schon „gesungen“. Johannisthal warf die letzten Kraftreserven in die Waagschale, agierte mit drei Angriffsspitzen und konnte trotzdem nichts mehr bewegen, zumal die Marzahner stets den Eindruck erweckten, jederzeit „nachlegen“ zu können. Zu konstatieren bleiben ein hochverdienter Sieg, eine starke Mannschaftsleistung und ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt. Marzahn hat diesen Erfolg ein ganzes Stück mehr gewollt. Das gab am Ende wohl den entscheidenden Ausschlag.                                                                                                                 - mk -



23. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 07. April 2019

BSC Marzhn   -   1. FC Marzahn      4  :  1   ( 2  :  0 )

Der Favorit gewinnt das Stadtbezirksderby

Nicht ganz unerwartet, war beim momentanen Tabellenzweiten nichts zu holen, auch wenn ein Stadtbe­zirksderby hin und wieder eigene Gesetzmäßigkeiten entwickelt. Dabei waren die Gäste längst nicht so weit von einem Punktgewinn entfernt, wie es das Endergebnis vielleicht vermuten lässt. Lediglich in der Anfangsviertelstunde tat sich der 1. FC Marzahn in der starken Sturm- und Drangphase der Platzherren schwer. Ein frühes Gegentor in der 6. Minute, mehr ließen die Gäste zunächst nicht zu, auch wenn der fulminante Start des BSC Marzahn schlimmeres in Aussicht stellte. Mit zunehmender Spielzeit gelang es dem 1. FC Marzahn gut, sich auf den Gegner einzustellen, Sicherheit und Ordnung in die eigenen Aktionen zu bringen sowie selbst spielgestalterisch Akzente zu setzen. Da sich die Gäste nie in die Defensive drängen ließen und viel in die Offensivaktionen investierten, entwickelte sich eine ansehnliche, spielkulturell durchaus höherwertige Begegnung, in der beide Mannschaften resolut zur Attacke „bliesen“. Den Zuschauern bot sich dadurch ein abwechslungsreiches Spiel mit ungezählten guten Einschussmöglichkeiten und packenden Strafraumszenen. Zugegebenermaßen blieb das Chancenplus allerdings auf Seiten des BSC Marzahn. Phasenweise überboten sich beide Mannschaften beim Auslassen allerbester Möglichkeiten. Auch wenn der Gastgeber die eine oder andere Schwäche beim Abwehrverhalten und beim Spielaufbau offenbarte, zeichnete ihn die robustere Spielweise, das schnellere Umschalten zwischen Angriff und Verteidigung sowie die höhere Laufbereitschaft in allen Mannschaftsteilen aus. Der zweite Treffer gelang den Platzherren ärgerlicherweise unmittelbar vor dem Pausenpfiff und zementierte eine letztendlich nicht unverdiente 2:0-Führung des BSC Marzahn. Über weite Strecken der zweiten 45 Minuten kämpften sich die Gäste auf Augenhöhe und erzwangen ein recht ausgeglichenes Spiel. Natürlich profitierten sie von der eklatanten Abschlussschwäche des BSC Marzahn, vergaben die eigenen hochkarätigen Chancen aber ebenso kläglich, überhastet und unkonzentriert. Dass es bei­de Teams besser können, bewiesen die nächsten Treffer. Zunächst traf Mohammad Al Ali in der 63. Minute mit einem straffen, unhaltbaren Distanzschuss zum 3:0. Drei Minuten später jagte Vladimir Falkenstein einen Flankenball volley ins Netz und ließ dabei dem gegnerischen Keeper nicht den Hauch einer Abwehrchance. Den 4:1-Endstand stellte Dennis Bingöl in der 75. Minute her, als er einen Foulstrafstoß sicher verwandelte. Obwohl beide Teams bis zum Schlusspfiff an ihrer offensiven Spielweise festhielten, blieben ihnen weitere Treffer versagt. Vorsichtig formuliert, hat sich der 1. FC Marzahn nunmehr an den schwierigsten Mannschaften der Liga abgearbeitet. In den verbleibenden sie­ben Spielen steht man nicht vor unbezwingbaren Hürden und trifft gleich fünfmal auf direkte Kontrahenten im Abstiegskampf. Schon am kommenden Wochenende muss und wird sich gegen SF Johannis­thal II zeigen, ob Selbstvertrauen, Disziplin, Mut und Kampfgeist diesbezüglich genügend ausgeprägt sind.                                                                                                                                                                                                                                                - mk -



22. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 30. März 2019

1. FC Marzahn   -   B. W. Hohen Neuendorf II      1  :  1   ( 0  :  1 )

Marzahn belohnt sich nicht


Auch wenn die Begegnung ein ganzes Stückchen vom Prädikat „gutklassig“ entfernt blieb, lebte die span­nende Partie recht eindrucksvoll vom knappen Spielstand und vom ernsthaften Bemühen beider Mannschaften, sich im Abstiegskampf, in den noch viele Teams involviert sind, etwas „Luft zu verschaffen“. Es blieb also nicht verwunderlich, dass sowohl Marzahn als auch Hohen Neuendorf in die Offensive investierten. Dabei wirkten die Gastgeber immer einen Tick entschlossener und kampfstärker. In Gefahr gerieten die Platzherren allerdings immer dann, wenn sie die Räume für die „langen Bälle“ der Gäste öffneten und sich beim Verteidigen der über die Außenpositionen vorgetragenen Angriffe schwertaten. In der ersten Halbzeit gestaltete sich zwischen beiden Mannschaften ein Spiel auf Augenhöhe. Dabei agierten die Marzahner mit ihren Bemühungen konsequenter und zielstrebiger. Leider gelang es nicht, eine der vielen Erfolg versprechenden Einschussmöglichkeiten zu nutzen. Doch auch Hohen Neuendorf erarbeitete sich hochkarätige Chancen - insbesondere durch die Konter bei den schnellen „Umschaltaktionen“ - wirkte aber bei den Abschlussversuchen zu zögerlich und „verspielt“. Marzahn tat sich schwer, das rechte Maß zwischen Offensive und Defensive zu finden und manövrierte sich dadurch selbst in die eine oder andere gefährliche Situation. Stark agierten die Platzherren immer dann, wenn schnelle Aktionen konsequent über die Außenpositionen organisiert wurden. Diese Mittel und Möglichkeiten wurden viel zu wenig genutzt, zumal die Gästeabwehr beim Verteidigen dieser Angriffe anfällig wirkte. Und - Ironie des Schicksals - immer dann, wenn die Bälle von außen mustergültig, scharf und flach in den Rückraum des Gegners gespielt wurden und sich ein Marzahner Offensivspieler alleine vor dem Tor befand, vergab man unkonzentriert oder überhastet allerbeste Einschussmöglichkeiten. Als man bereits dachte, dass die Marzahner die Partie im Griff hätten, gelang dem Torschützenkönig der Gäste, Justin-Alexej Skroblin, doch noch der Führungstreffer. Der „letzte Mann“ der Marzahner stolperte beim Abwehrversuch und machte den direkten Weg zum Tor frei. Lange hadern mussten die Marzahner mit diesem ärgerlichen Vorkommnis allerdings nicht. Gleich nach dem Beginn der zweiten Halbzeit, wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff der Partie, erzielten die Platzherren durch Vladimir Falkenstein den mustergültig herausgespielten Ausgleichstreffer. Zunächst brachte dies viel Unruhe und Unordnung in die Reihen der Gäste. Leider lassen sich die Marzahner von solchen Situationen viel zu leicht anstecken, als diese für die eigenen Ziele und Zwecke zu nutzen. Im weiteren Verlauf der zweiten Spielhälfte avancierten die Gastgeber mehr und mehr zur spielbestimmenden Mannschaft, scheiterten aber letztendlich an einer desolaten Chancenverwertung. In der Schlussviertelstunde, als die Kräfte der Gastgeber vehement nachließen, galt es noch, die eine oder andere heikle Situation zu überstehen. So buchte man dann beim Schlusspfiff den einen Punkt mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Haben-Seite. In jedem Falle bleiben das Wissen und die Zuversicht, für einen spannenden und nervenaufreibenden Abstiegskampf gerüstet zu sein.                                                                                                                                                                                      - mk - 


21. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 17. März 2019

SV Tasmania Berlin II   -   1. FC Marzahn      6  :  3   ( 1  :  0 )

Marzahn vom Winde verweht


Auch wenn die Marzahner längst nicht so weit von einem Punktgewinn entfernt waren, wie es das Endergebnis vielleicht vermuten lässt, bleibt nach einem schwachen Spiel auf mäßigem Niveau wenig Positives zu berichten. In der ersten Halbzeit gestalteten die Gäste die Partie weitestgehend offen, erarbeiteten sich mehr Spielanteile und wirkten optisch leicht überlegen. Trotzdem blieben die eigenen Aktionen zerfahren und geprägt von vielen Unsicherheiten, Missverständnissen und individuellen Fehlern. Die indiskutable Fehlpassquote trug entscheidend dazu bei, dass in den ersten 45 Minuten nichts Zählbares gelang. In den entscheidenden Situationen mangelte es an Übersicht, Cleverness und wohl auch am allerletzten Einsatzwillen. Aus den durchaus vorhandenen guten Einschussmöglichkeiten wurde nichts gemacht. Und trotz des Führungstreffers der Gastgeber kurz vor dem Halbzeitpfiff deutete nichts darauf hin, dass sich diese Begegnung noch zu einem torreichen Spiel mausern würde. Beide Mannschaften konnten auch in den zweiten 45 Minuten qualitativ nicht überzeugen. Bei den Marzahnern gelang es nie, den Spielfaden zu finden, Ruhe, Organisation und Geduld aufzubringen und spielgestaltend tätig zu werden. Viel zu sehr blieben die Akteure mit sich selbst beschäftigt. Die hektischste Spielphase ergab sich dann zwischen der 54. und der 69. Minute. Bei dem munteren „Scheibenschießen“ und den 6 Treffern in 16 Minuten sahen beide Abwehrreihen nicht gut aus. Allerdings zeichnete sich bereits ab, dass Tasmania effizienter unterwegs war und bei der einen oder anderen Aktion auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite hatte. Mit den Treffern in der 74. und 79. Minute zogen die Gastgeber ergebnistechnisch davon und den Marzahnern fehlten in der Schlussphase die Kraft, die Konzentration und die Kaltschnäuzigkeit, um sich gegen die drohende Niederlage wehren zu können. Den Gastgebern genügte es, von den teilweise haarsträubenden Fehlern der Marzahner zu profitieren. Mehr war nicht notwendig und mehr konnte Tasmania an diesem Tag wohl auch nicht leisten. Aus Gästesicht blieben also ein gebrauchter Tag zu konstatieren und die vergebene Chance, mit einem Punktgewinn die schwierige Tabellensituation etwas erträglicher zu gestalten. In den nächsten drei Heimspielen werden die Marzahner die direkten Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt zu Gast haben. Dann wird sich zeigen, ob sich Willen, Kampfkraft und Erfahrung auf die wohl entscheidenden Begegnungen fokussieren lassen. Zuzutrauen ist ihnen das auf jeden Fall.
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20. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 09. März 2019

Bärenstarke Marzahner düpieren den haushohen Favoriten

1. FC Marzahn   -   SD Croatia Berlin II      1  :  1   ( 1  :  1 )

Gesetzt den Fall, dass man auf dieses Ergebnis im Rahmen einer Sportwette hätte tippen können, wäre ein unverbesserlicher Optimist mit einer außergewöhnlichen Quote ein ganzes Stückchen reicher geworden. Erklärend sei angefügt, dass in dieser Begegnung die nominell „schwächste“ Abwehr der Liga auf die mit Abstand „stärkste“ Offensivabteilung traf. Dabei schmeichelte das 1:1 am Ende eher Croatia, denn die Gastgeber blieben dem Siegtreffer stets einen Tick näher, als der hoch dotierte Aufstiegsaspirant. Und das Ganze geschah nicht etwa deshalb, weil die Marzahner kubikmeterweise „Beton mischten“, sondern weil sie sich spielerisch und insbesondere taktisch auf Augenhöhe mit den Gästen bewegten. Bekanntlich warnt schon eine alte Volksweisheit, dass „Hochmut vor dem Fall“ geschieht. Die Marzahner ließ das aufreizend provokante Ballschieben der Gäste völlig unbeeindruckt. Sie warteten geduldig an der Mittellinie auf die Angriffe des Gegners, boten dafür allerdings auch fast keine Lücken im Abwehrgefüge an. Wenn der Ball in die Spielhälfte der Platzherren gelangte, wurde konsequent, zweikampstark und sehr effizient gearbeitet, so dass kaum gefährliche Situationen in Strafraumnähe zu klären waren. Das Hauptmanko der Gäste bestand in deren völliger Ideenlosigkeit. Sie befanden sich gedanklich wohl eher auf einer Kaffeefahrt und wussten mit dem sich leidenschaftlich wehrenden Gastgeber gar nichts anzufangen. Erstaunlicherweise blieben auch deren Standardsituationen weitestgehend harmlos und für die Marzahner leicht beherrschbar. Mit zunehmender Spielzeit schlichen sich bei Croatia immer mehr leichte Stockfehler in den Ballstafetten ein, abgesehen davon, dass die finalen Pässe in die Sturmspitzen von den Marzahnern konsequent unterbunden wurden. Das nutzten die Platzherren immer wieder für eigene, gefährliche und Erfolg versprechende Angriffsaktionen. Trotzdem fand Croatia in der 28. Minute die wohl einzige sich in der ersten Halbzeit auftuende Deckungslücke im Abwehrgefüge und erzielte den schön herausgespielten Führungstreffer. Mehr Sicherheit brachte das den wenig durchsetzungsfähigen Gästen nicht. Dem laufstarken und vom Gegner nur ansatzweise zu kontrollierenden Raad Alsgir blieb es vorbehalten, in der 41. Minute ein Sprintduell auf der rechten Seite erfolgreich mit dem Ausgleichstreffer abzuschließen. Damit war den Marzahnern schon zur Halbzeitpause ein Husarenstück gelungen. Natürlich erwartete man von Croatia in der zweiten Spielhälfte eine Reaktion. Doch den Gästen fehlten an diesem Tag wohl die Mittel, die Kampfkraft und insbesondere die Ideen. Marzahn wirkte im Abwehrverhalten deutlich sicherer und erarbeitete sich hochkarätigere Einschussmöglichkeiten. Der neuralgische Punkt der Partie ergab sich dann in der 70. Spielminute. Gilbert Wagner parierte in großer Manier einen unstrittigen Handstrafstoß der Gäste und schuf damit nochmals eine Initial­zündung für die Marzahner. Croatia verlor in der verbleibenden Zeit vollständig die spielerische Linie, verlegte sich auf die lang geschlagenen Bälle in die Sturmspitzen und provozierte damit letztendlich einen offenen Schlagabtausch in der Schlussviertelstunde. Auch dabei kamen die Marzahner zu den deutlich besseren Einschussmöglichkeiten, blieben dabei aber leider glück- und erfolglos. Damit kam Croatia mit einem „blauen Auge“ davon und die Gäste versäumten die ganz große Überraschung. Marzahn zeigte endlich, was die Mannschaft mit Konsequenz, Zielstrebigkeit und Einsatz erreichen kann und hat den Klassenerhalt längst nicht aus den Augen verloren. Chapeau für eine grandiose Leistung, die Lust auf mehr macht.                                                                          - mk -  


19. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 03. März 2019

SSC Teutonia 99 II   -   1. FC Marzahn      4  :  1   ( 2  :  1 )

Marzahn "unter Wert" geschlagen


Auch beim SSC Teutonia II blieb den Marzahnern ein Punktgewinn verwehrt. Allerdings wiesen Sie im Vergleich zu den vorangegangenen Spielen eine deutliche Leistungssteigerung nach. Immerhin erzwangen sie zumindest über 75 Minuten eine Begegnung auf Augenhöhe und beeindruckten den Gastgeber in der ersten Halbzeit spürbar. Dass der SSC Teutonia II die Marzahner nach deren 1:12-Niederlage in der Vorwoche unterschätzen würde, war vorhersehbar. Die Gäste hatten aber diesmal nach längerer Zeit fast alle Protagonisten an Bord und warfen von Anfang an Motivation und Kampfkraft in die Waagschale. Auch den frühen Führungstreffer, von Samet Yalcin unbedrängt per Kopfball erzielt, steckten sie weg. Insgesamt blieben aber in dieser Begegnung die Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Insbesondere den Marzahnern unterliefen bei den Offensivaktionen viel zu viele Stockfehler. Das unpräzise Passspiel, natürlich auch provoziert durch den holprigen Rasenplatz, vereitelte häufig einen organisierten Spielaufbau und den zählbaren Abschluss Erfolg versprechender Angriffe. Nicht überraschend und gemessen am Spielverlauf verdient, gelang den Marzahnern in der 22. Minute der Ausgleich. In einer Druckphase der Gäste, als es im Teutonia-Strafraum „drunter und drüber“ ging, setzte Carsten Kraft energisch nach und drückte das runde Leder über die Linie. Das zeigte bei den Platzherren Wirkung, zumal die Gäste weiterhin Druck produzierten und dem Führungstreffer näher waren. Die Chancenverwertung blieb aber einmal mehr die Achillesferse der Marzahner. Teutonia zeigte sich dabei deutlich konsequenter. In der 44. Minute leitete ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld einen Konter der Gastgeber ein, der die zu spät reagierende Abwehr der Marzahner überraschte und mit dem Treffer zum 2:1 bitter sowie zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt bestraft wurde. Der knappe Halbzeitrückstand ließ den Gästen natürlich noch alle Möglichkeiten für die zweite Spielhälfte. Dass Teutonia die Fehleinschätzungen des Gegners in der Pause korrigieren würde, war wiederum voraussehbar. Sie stabilisierten ihre Abwehrkette und organisierten auch ihre Offensivabteilung neu, zunächst ohne spürbaren Gewinn. Die Gäste hielten das Spiel offen und kamen weiterhin zu hochkarätigen Möglichkeiten für einen nicht unverdienten Ausgleichstreffer. Doch der große, ungewohnte und regendurchnässte Rasenplatz, sowie die kräftezehrende Spielweise der Marzahner forderten ihren Tribut. Nach 75 Minuten war die Energie der Gäste aufgebraucht. Die Kraft reichte nicht mehr, um die sich auftuenden Löcher im Abwehrgefüge zuzulaufen. Nachdem der dritte Teutonia-Treffer in der 75. Minute mit viel Glück zustande kam, zog er den ohnehin schon schwächelnden Gästen den Nerv. Die Versuche, sich gegen die drohende Niederlage zu wehren, blieben Stückwerk. So kamen die Gastgeber dann noch in der 87. Minute ohne großen Aufwand zum 4:1 Endstand, der den tatsächlichen Spielverlauf nicht widerspiegelt. Aber dafür kann man sich letztendlich „nichts kaufen“. Aus Marzahner Sicht bleibt zu konstatieren, dass sich die Mannschaft durch mangelhafte Präzision beim Passspiel und durch die fehlende Cleverness bei der Nutzung der vorhandenen Einschussmöglichkeiten selbst um einen Punktgewinn brachte. Die Erkenntnis, in dieser Liga durchaus mithalten zu können, sollte aber in die nächsten Begegnungen mitgenommen werden.                                                                    
       - mk -


18. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 23. Februar 2019

1. FC Marzahn   -   FSV Berolina Stralau II      1  :  12   ( 1  :  5 )

Überforderte Marzahner "auf verlorenem Posten"

Dem desaströsen Ergebnis bleibt wenig hinzuzufügen. Vergleichbar mit einem Skatspiel „ohne 7“ stellten sich die Erfolgsaussichten im Vorfeld der Begegnung sehr limitiert dar. Gleich sieben Stammakteure fehlten den Marzahnern aus diversen Gründen, davon drei durch die im vorangegangenen Spiel eingehandelten Sperren. Da die Platzherren in aller Regel gerade so ein bis zwei Ausfälle verkraften können, passierte das, was zu befürchten war. Neue, unerfahrene Spieler und solche, die kaum an Trainingsveranstaltungen teilnehmen, agieren nicht bzw. noch nicht auf dem Niveau, das eine Kreisliga-A-Tauglichkeit ausmacht. Das ist nicht überraschend, umreißt aber eine ganz wesentliche Herausforderung, mit der die Marzahner in dieser Saison leben und kämpfen müssen. Unter dem Strich und am Ende veranstaltete Berolina Stralau eine „Kaffeefahrt“, verbunden mit einer lockeren Trainingseinheit bei einem Gegner, der dem Tatendrang des Tabellenachten nichts entgegenzusetzen hatte. Die Gäste schalteten und walteten auf dem Kunstrasen nach Belieben, spürten kaum Gegenwehr und bauten den Spielstand sukzessive aus. Spätestens nach dem 0:3 zerfiel das Marzahner Spiel in seine Einzelteile. Viele Akteure blieben viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als sich mannschaftlich gewinnbringend positionieren zu können. Die Bemühungen, Stralaus Vorherrschaft im Mittelfeld zu brechen, blieben rudimentär. In der Defensivabteilung fehlte durch den Ausfall von Carsten Kraft die „ordnende Hand“ und in der Offensive mangelte es bei den durchaus vorhandenen Möglichkeiten für eine Resultatsverbesserung an Übersicht, Cleverness und Präzision. Berolina Stralau nutzte die sich bietenden Einschussmöglichkeiten abgeklärt, sowie konsequent und gewann - leider auch in dieser Höhe - völlig verdient. Ohne „Galgenhumor“ bleibt zu konstatieren, dass die Chancen für einen Klassenerhalt, und nur das gilt als erklärtes Ziel, längst nicht verspielt sind. Natürlich kommt es in den nächsten Tagen zunächst darauf an, das Debakel vom 18. Spieltag „aus den Köpfen zu bekommen“. An den vielen Defiziten bei der Ballbehandlung, beim taktisch-technischen Verständnis und beim Spielaufbau muss weiter geduldig und konsequent gearbeitet werden. Und es gilt, sich auf die Begegnungen mit den direkten Kontrahenten im Abstiegskampf zu konzentrieren. Es bleibt also gar keine Zeit, um die „Flinte ins Korn zu werfen“.                                                                                                                                                                                      - mk -


15. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 15. Dezember 2018

Charlottenburg mit größerem Siegeswillen

1. FC Marzahn   -   SC Charlottenburg II      1  :  3   ( 1  :  1 )

Die leidige Pleiten-, Pech- und Pannenserie der Marzahner setzt sich fort. Auch gegen den Tabellenvorletzten ließen sie sämtliche althergebrachte Tugenden vermissen. Eine gewisse Zielstrebigkeit wiesen die Platzherren nur in der Anfangsphase der Partie nach. Da erarbeitete sich Charlottenburg zwar die ersten hochkarätigen Einschussmöglichkeiten, Marzahn erzielte aber in der 18. Minute durch Raad Alsgier den Führungstreffer. Er erlief sich einen von Christian Scholz weit in die gegnerische Spielhälfte geschlagenen Ball und schob diesen ins rechte untere Eck. Zu diesem Zeitpunkt schien es so, als ob die Gastgeber die Partie langsam in den Griff bekommen würden. Probleme bekamen die Marzahner immer dann, wenn die Gäste gnadenlos „auf das Gaspedal traten“ und ihr schnelles, überfallartiges Umkehrspiel praktizieren konnten. Insbesondere die „leichten“ Ballverluste im Mittelfeld nutzten die Charlottenburger blitzschnell und tauchten zu fünft oder zu sechst an der Marzahner Strafraumgrenze auf. Den Gastgebern gelang es letztendlich nie, diese latente Gefahr zu beherrschen und zu reduzieren. Im Verlauf der ersten Halbzeit ergaben sich für beide Mannschaften gute Torchancen. Doch der zweite Treffer für die Marzahner wollte nicht gelingen. Dafür schlugen unmittelbar vor dem Pausenpfiff die Charlottenburger zu und kamen mit einem sehenswerten Kopfballtor zum nicht unverdienten Ausgleich. In der zweiten Halbzeit blieb die erwartete leistungsmäßige Steigerung der Platzherren aus. In der 48. Minute erzielte Charlottenburg den Führungstreffer und hinterließ spätestens jetzt bei den Marzahnern einen mentalen Scherbenhaufen. Es gelang nicht, Frust und Ärger in die richtigen Bahnen zu lenken, sich auf das gemeinsame Ziel zu konzentrieren und daraus neuerlich Kraft und Energie zu schöpfen. Stattdessen zerfraßen die ständigen Diskussionen untereinander nicht nur die Moral, sondern ließen die schon recht labile mannschaftliche Geschlossenheit endgültig zerbröseln. Und Charlottenburg wusste dies gut zu nutzen. Ohnehin agierten sie gedanklich und körperlich immer einen Tick schneller als die Marzahner, wirkten laufstark und tempohart und ließen kaum einen geordneten Spielaufbau der Gastgeber zu. Das führte bei den Platzherren zu mehr Krampf als Kampf und ließ deren Spiel mehr und mehr in fruchtlose, vom Gegner leicht beherrschbare Einzelaktionen zerfallen. Das 1:3 in der 74. Minute besiegelte dann endgültig das Schicksal der Marzahner an diesem Tag. Auch wenn man ihnen ein leichtes Aufbäumen in der Schlussphase gerne bescheinigen möchte, reichte das bei weitem nicht aus, um die geschickt, diszipliniert und kampfstark agierenden Charlottenburger ernsthaft in Gefahr zu bringen. Gegen völlig indisponierte Platzherren haben die Gäste den Sieg ein ganzes Stück mehr gewollt, dafür auch mehr investiert und sie sind dafür zurecht belohnt worden. So bleibt für die Marzahner zum Ende der Hinrunde ein unbefriedigender 12. Tabellenplatz zu konstatieren, der zwar für die Rückspiele alle Möglichkeit offen lässt, aber auch den Schwierigkeitsgrad des „Unternehmens Klassenerhalt“ unterstreicht. Zu ihren kardinalen Aufgaben in der Winterpause wird es gehören, an ihrem inhomogenen und fragilen Mannschaftsgefüge zu arbeiten, neue Kraft und Motivation zu tanken sowie viel Arbeit in die Beseitigung der einen oder anderen Baustelle zu investieren. Gelingt dies, ist eine sorgenfreie Rückrunde durchaus möglich.                                                                                                         - mk -
 

14. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 02. Dezember 2018

SD Croatia Berlin II   -   1. FC Marzahn      6  :  0   ( 3  :  0 )

Bei Croatia "auf verlorenem Posten"


Sehr deutlich unterlagen die Marzahner beim hoch favorisierten SD Croatia II. Es fiel schon schwer, ein spielfähiges Team in vollzähliger Mannschaftsstärke in der Bosestraße auflaufen zu lassen und zudem wirkte sich das Fehlen von vier Stammspielern äußerst kontraproduktiv aus. Besonders beutelte es die Defensivabteilung, die komplett „umgebaut“ werden musste. Die Vorzeichen ließen also wenig Hoffnung auf ein erfolgreiches Fußballwochenende, zumal der Gegner Croatia II als hoch gehandelter Aufstiegskandidat gilt. Der Gastgeber übernahm dann auch von Anfang an das Zepter und zelebrierte druckvollen Angriffsfußball, spielstark mit viel Tempo, kombinationssicher und voller Elan. Die Marzahner bemühten sich mit einer vielbeinigen, kompakten Abwehr zunächst um eine Schadensbegrenzung und blieben gegen die quirligen, kaum zu bremsenden Croatia-Akteure zumeist in die Defensivarbeit eingebunden. Auch wenn das Endergebnis anderes vermuten lässt, agierte Marzahn durchaus organisiert und diszipliniert, erarbeitete sich eine ganze Reihe Erfolg versprechender Einschussmöglichkeiten und wehrte sich gegen die spielkulturelle Übermacht der Platzherren. Insbesondere in der ersten Halbzeit sah das alles andere als schlecht aus. Zum Verhängnis wurden den Gästen, wie so oft, die kleinen, leicht vermeidbaren und deshalb so ärgerlichen Fehler, Ungenauigkeiten und Missverständnisse. Nach der recht schnellen 2:0-Führung der Gastgeber kamen die Marzahner mit den temporeichen, überfallartigen Angriffswellen der Kroaten besser zurecht. Nun gelang es auch, mit dem eigenen Offensivspiel Akzente zu setzen. Leider wurden auch allerbeste Chancen für eine Resultatsverbesserung unkonzentriert, überhastet und konsequent ausgelassen. Mit dem dritten Croatia-Tor kurz vor dem Halbzeitpfiff war die Partie praktisch und vorzeitig entschieden. Die zweite Spielhälfte reichte bei beiden Mannschaften nicht mehr an die Qualität der ersten 45  Minuten heran. Croatia versuchte, mit der „Brechstange“ zu weiteren Treffern zu gelangen und Marzahn vernachlässigte die Abwehrarbeit zugunsten stärkerer Offensivbe-mühungen. Das führte durchaus zu mehr Torgefahr, aber die Abschlussversuche gestalteten sich zu ungenau und zögerlich. Dagegen nutzte Croatia seine sich bietenden Möglichkeiten deutlich konsequenter. Allerdings fehlte den Marzahnern in der zweiten Halbzeit wohl auch die Bereitschaft und die Kraft, eine schnelles Umkehrspiel zu praktizieren und die „langen Wege zu gehen“. So konnte Croatia den Spielstand sukzessive ausbauen. Es gewann die in allen Belangen stärkere Mannschaft gegen Gäste, die nie aufsteckten und stets um eine Resultatsverbesserung bemüht blieben. Nun gilt es aber, im letzten Hinrundenspiel am kommenden Samstag gegen den momentan schlechter platzierten SC Charlottenburg II zu punkten, um den 10. Tabellenplatz mit in die Winterpause zu nehmen und einen halbwegs passablen Ansatz für eine erfolgreichere Rückrunde zu schaffen. Das sollte mit entsprechendem Willen, hohem Einsatz und taktischer Disziplin auch möglich sein.

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13. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 24. November 2018

1. FC Marzahn   -   SSC Teutonia II      1  :  3   (  0  :  2 )

Erste Halbzeit verschlafen


Die drei Punkte sollten am Geraer Ring bleiben – das war der Plan. Leider reichte es am Ende einmal mehr nicht dafür aus, einen beherrschbaren Gegner wirkungsvoll und erfolgreich zu bekämpfen. Teutonia legte den Grundstein für den späteren Erfolg in der ersten Halbzeit. Die Marzahner benötigten viel zu viel Zeit, um sich auf den engagierten Gegner einzustellen, der druckvollen, temporeichen Fußball zelebrierte. Insbesondere mangelte es den Gastgebern an einem konsequenten Zweikampfverhalten, an der Kommunikation und Abstimmung bei der Defensivarbeit und an der Präzision im Passspiel. Der zögerliche Spiel­aufbau und das fehlende Tempo bei den Angriffsaktionen taten ein Übriges. Teutonia nutzte die Marzahner Schwächen in der Anfangsphase der Partie clever und konsequent. Bereits nach 17 Spielminuten hieß der Zwischenstand 2:0 für die Gäste. Danach beruhigte sich das Geschehen auf dem Kunstrasen zwar etwas, aber Teutonia setzte weiter die Akzente. Nur hin wieder gelangen den Platz­herren gute und Erfolg versprechende Offensivaktionen, die aber überhastet und glücklos vergeben wurden. Wie so oft, spielten die Marzahner dann eine ganz andere zweite Halbzeit. Nunmehr war man bereit und in der Lage, die Zweikämpfe anzunehmen, sich den notwendigen Respekt zu verschaffen und auch dorthin zu gehen, „wo es weh tut“. Das sicherte nicht nur die notwendigen Spielanteile, sondern hinterließ auch beim Gegner Spuren. Ihm gelangen deutlich weniger gefährliche Aktionen, verbunden mit dem Zwang, mehr in die Defensivarbeit zu investieren. Die Platzherren agierten mittlerweile längst auf Augenhöhe, mussten aber bis zur 72. Minute warten, um sich dann mit dem Anschlusstreffer zu belohnen. Damit endete für Teutonia auch die Phase der Ergebnisverwaltung. Es entwickelte sich in der verbleibenden Zeit ein „offener Schlagabtausch“ mit Möglichkeiten für beide Mannschaften, weitere Treffer zu erzielen. Die Marzahner wiesen zwar großen Kampfgeist nach, ihnen unterliefen aber zu viele kleine „Stockfehler“, die immer wieder gute Angriffsaktionen unterbanden. So bewegte sich die spannende Partie bis in die Schlussminuten „auf des Messers Schneide“. Als die Marzahner unmittelbar vor dem Schlusspfiff alles auf eine Karte setzten und mit „Mann und Maus“ das Teutonia-Gehäuse attackierten, führte ein Marzahner Ballverlust in der gegnerischen Spielhälfte letztendlich zur Entscheidung. Mit einem „Sonntagsschuss“ trafen die Gäste das mittlerweile leere Tor der Platzherren. Für die Marzahner blieb die ernüchternde Einsicht, dass in aller Regel eine gute Halbzeit nicht ausreicht, um den Platz als Sieger zu verlassen. Teutonia erwies sich als cleverer, taktisch überlegener und balltechnisch versierter Gegner, der insgesamt mehr in die Partie investierte und somit nicht zu Unrecht die drei Punk­te entführte. Auch wenn die Gegnerschaft in der unteren Tabellenhälfte kaum vom Marzahner Patzer profitieren konnte, erscheint die Situation wenig komfortabel. Abzuwarten bleibt, wie die Marzahner am kommenden Wochenende beim hoch favorisierten SD Croatia II zurechtkommen. Ein Erfolg im letzten Hinrundenspiel zuhause gegen den SC Charlottenburg II gilt da schon eher als ein „Muss", um halbwegs beruhigt in die Winterpause gehen zu können.   
                                                                   
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12. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 11. November 2018

SF Johannisthal II   -   1. FC Marzahn      2  :  2   ( 1  :  1 )

Nichts für schwache Nerven


Halloween liegt zwar schon einige Tage zurück, aber gruselig gestaltete sich das Geschehen auf dem Johannisthaler Kunstrasen trotzdem, zumindest phasenweise. Aus fußballästhetischer Sicht boten bei­de Mannschaften wenig. Viel zu selten gelang es, spielgestaltend, diszipliniert und konsequent die Fäden zu knüpfen, sowie der Begegnung den eigenen Stempel aufzudrücken. Dennoch gehörten die ersten zehn Spielminuten den Marzahnern. In dieser kurzen Zeit praktizierten sie all das, was geplant und gefordert war: ruhiger, geordneter Spielaufbau, sicheres Passspiel und energische, konsequente Angriffsaktionen über die Außenpositionen. Immer wieder „brannte“ es im Johannisthaler Strafraum lichterloh und der hoch verdiente Führungstreffer, der Carsten Kraft mit einem wuchtigen Schuss ins untere linke Eck gelang, krönte und beendete leider auch diese Spielphase. Warum die Marzahner danach das Fußballspielen einstellten, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Für die Platzherren taugte der frühe Rückstand allemal als Weckruf, der deutlich vernommen wurde. Denn im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit übernahmen die Johannisthaler das Zepter des Handelns, bestimmten das Spielgeschehen und erarbeiteten sich eine Vielzahl guter Einschussmöglichkeiten. Den sich abzeichnenden Ausgleich des Spielstands besiegelten die Gastgeber in der 27. Minute. Und im Tor der Marzahner musste Gilbert Wagner noch einige Male „Kopf und Kragen riskieren“, um den 1:1-Zwischenstand in die Halbzeitpause zu retten. In der zweiten Spielhälfte fanden die Gäste zu deutlich geordneteren Aktionen, investierten mehr in die Organisation des Geschehens und erzwangen eine Begegnung auf Augenhöhe. Trotzdem gelang es nicht, die Vorherrschaft der Platzherren im Mittelfeld deutlich zu brechen. Die Defizite im schnellen Umkehrspiel provozierten immer wieder die schnellen Konter des Gegners und Abwehraufgaben blieben zu oft hinter dem Bemühen um die Offensive zurück. Johannisthal hatte längst die Schwachstellen im Spiel der Marzahner ausgemacht und zirkelte die Bälle geschickt in die Schnittstellen der Viererkette. In eine stärkere Spielphase der Gäste platzte dann in der 60. Minute der Führungstreffer der Platzherren - nicht unverdient, aber doch zu diesem Zeitpunkt überraschend. Eigentlich schien das Schicksal der Marzahner damit besiegelt, denn die Gastgeber beschränkten sich nicht auf die Verwaltung des knappen Vorsprungs, sondern suchten offensiv die endgültige Entscheidung. Gelingen sollte dies nicht, denn die Gäste zogen sich einmal mehr am eigenen Kragen aus dem Schlamassel, spielten eine starke Schlussviertelstunde und gaben sich nie auf. Als beide Mannschaften schon „auf der letzten Rille“ agierten, besaßen die Marzahner das Quäntchen mehr Stehvermögen und erzielten in der 85. Minute durch Vladimir Falkenstein den Ausgleich. Am Ende ergaben sich sogar noch Möglichkeiten, den Siegtreffer zu landen, aber das wäre dann wohl doch des Guten zu viel gewesen. So bleibt die berühmte Frage, ob ein Punkt gewonnen wurde oder zwei Punkte verloren gingen. Eine leichte Tendenz zur ersten Betrachtungsweise scheint angesichts des Spielverlaufs angebracht, zumal die Marzahner bislang auswärts recht erfolglos blieben.                      - mk -
                                                                        
 
9. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 20. Oktober 2018

1. FC Marzahn   -   BSC Marzahn      0  :  6   ( 0  :  2 )

"Marzahn von der Rolle"


Kann man ein Spiel, das man auf Augenhöhe bestreitet, 0:6 verlieren? Ja, man kann, so staunend und schmerzhaft am vergangenen Samstag zur Kenntnis genommen. Eigentlich hatten sich die Hoffnungen auf ein spannendes, hochkarätiges Derby bereits nach 10 Minuten erledigt. Unglücksrabe Mathias Sieg klärte eine unübersichtliche Strafraumsituation wohl mittels Handspiel. Der Schiedsrichter zückte die rote Karte und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Den fälligen Strafstoß parierte Gilbert Wagner zunächst, aber der völlig übermotivierte Linienrichter sah, wie es später im Spielbericht heißt, ein Vergehen beider Mannschaften. Nach Rücksprache mit dem Schiedsrichter ließ dieser den Strafstoß wiederholen und bestrafte, um welche Vergehen es auch gegangen sein mag, nur eine Mannschaft. Der BSC Marzahn ging in Führung und spielte dann 80 Minuten in Überzahl. Auch wenn ich hier ungerne öffentlich Schieds­richterleistungen kommentiere, bleibt anzumerken, dass das Kollektiv immer wieder, sicher unbeabsichtigt aber umso mehr spielentscheidend und zuungunsten des 1. FC Marzahn, in das Geschehen eingriff. Schade, denn das hatte die weitestgehend faire Begegnung eigentlich nicht verdient. Dass dem Referee in diesem Bericht viel Raum zugestanden wird, hat noch einen anderen Grund. Denn eigentlich kann man den 10 Aufrechten nur wenig vorwerfen. Insbesondere in der ersten Halbzeit fiel dem Betrachter gar nicht auf, dass die Gastgeber in Unterzahl agierten. Sie bemühten sich um ein kultiviertes Spiel, leisteten konsequente Abwehrarbeit und suchten den Erfolg immer wieder mit Aktionen über die Außenpositionen. Ihr großes Manko zog sich allerdings durch den gesamten Spielverlauf: Das Runde findet nicht den Weg in das Eckige. So wurden einmal mehr allerbeste Einschussmöglichkeiten vertändelt, überhastet vergeben oder Opfer irgendwelcher Missverständnisse. Der BSC Marzahn war dabei deutlich effizienter unterwegs und machte aus der etwa gleichgroßen Chancenanzahl sechs Tore mehr als der Gastgeber. Auch in der zweiten Halbzeit gelang es den Platzherren lange, die Partie offenzuhalten. Mit zunehmender Spielzeit funktionierte es gegen die junge Gäste-Elf aber nicht mehr, alle “Löcher“ im Abwehrgefüge konsequent zuzulaufen. Während der 1. FC Marzahn bei all seinen Abschlussversuchen glück- und erfolglos agierte, nutzte der BSC Marzahn die Gunst der Stunde. Beim herbeigesehnten Schlusspfiff blieben dann frustrierte und etwas ratlose Gastgeber zurück, die sich nun bemühen müssen, diesen gebrauchten Tag schnell aus den Köpfen zu bekommen. Zu konstatieren ist, dass das Endergebnis in keinster Weise den Spielverlauf widerspiegelt. Nützen tut das zunächst wenig, aber es sollte Mut machen für die nächsten Aufgaben. Der 1. FC Marzahn trat in den vergangenen Partien immer wieder den Beweis an, mit den besten Mannschaften seiner Ligastaffel mithalten zu können. Er versäumt es nur allzu oft, sich für couragierte Leistungen auch zu belohnen. Daran muss und kann gearbeitet werden.                                                                                                                                                                                                                            - mk -


8. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 07. Oktober 2018

SV B.W. Hohen Neuendorf II   -   1. FC Marzahn      6  :  2   ( 4  :  1 )

Marzahner Not-Elf nicht konkurrenzfähig

Ein ernsthaftes Bemühen reicht - wenn es um Leistung geht - häufig nicht aus. Das mussten die Marzahner schmerzhaft in Hohen Neuendorf erfahren. Nicht ganz unerwartet ließen sich die personellen Engpässe nicht kompensieren. Heraus kam eine eklatante Niederlage bei einem unter normalen Umständen beherrschbaren Gegner. Angemerkt sei, dass diejenigen, die sich ohne Ambitionen und Trainingsvorbereitung diesmal in den Dienst der Sache stellten, keine Schuld trifft. Sie ermöglichten, dass überhaupt elf Marzahner auflaufen konnten. Auf dem Kunstrasen blieben die Gäste in puncto Organisation und Spielgestaltung ohne Chance. Das inhomogene Mannschaftsgefüge ließ kaum eine Möglichkeit für einen geordneten Aufbau von Aktionen zu. Viel zu sehr blieben die Marzahner in die Defensiv­arbeit eingebunden, weil es im und am eigenen Strafraum latent lichterloh brannte. Eigentlich benötigte Hohen Neuendorf nur etwas Geduld, um von den Fehlern der Gäste zu profitieren. Letztendlich steckten die vielen spielerischen Unsicherheiten auch die Protagonisten der Marzahner an, die ungewohnt zur katastrophalen Fehlpassquote beitrugen. Zwar kamen die Gäste immer wieder mal zu durchaus guten Einschussmöglichkeiten, blieben diesbezüglich aber weitestgehend glücklos. Bereits nach 30 Minuten hieß der Spielstand 4:0 für Hohen Neuendorf und er ließ noch weitaus ärgeres befürchten. Auch wenn sich danach das Geschehen auf dem Kunstrasen etwas beruhigte, änderte sich wenig an der Überlegenheit der Gastgeber. Immerhin gelang Carsten Kraft unmittelbar vor dem Pausenpfiff mit einem sehenswerten Freistoßtor der Anschlusstreffer. In der zweiten Halbzeit kamen die Marzahner nach kleineren Umstellungen im Mannschaftsgefüge besser zurecht. Zwar drückte Hohen Neuendorf weiter auf das Gaspedal, aber es gelang dem Gastgeber nicht mehr, sich die hohe Anzahl guter Einschussmöglichkeiten zu erspielen. Marzahn kämpfte sich auf Augenhöhe heran, gab sich nie auf und vermied das sich andeutende weitaus schlimmere Endergebnis. Hohen Neuendorf legte den Grundstein für den Erfolg in der ersten Spielhälfte. Da hatten sie den Marzahnern in puncto Schnelligkeit, Laufbereitschaft und Zweikampfstärke vieles voraus. Und die „Anfälligkeiten“ der Gäste auf den Außenverteidigerpositionen nutzten sie konsequent und gnadenlos aus. An mehr als an eine Schadensbegrenzung war da aus Marzahner Sicht gar nicht zu denken. Das hält den Spaßfaktor natürlich auf unterstem Niveau. Die Marzahner können und müssen mit den bisher erwirtschafteten zwölf Punkten zufrieden sein, zumal die momentan in der akuten Gefahrenzone befindlichen Mannschaften ebenso erfolglos blieben. Was sie allerdings dringend benötigen, sind ein quantitativer und qualitativer Ausbau des Spielerstamms und eine deutlich größere Bereitschaft zur Wahrnehmung der Trainingsveranstaltungen. Gelingt dies nicht, bleibt letztendlich ein zermürbender Kampf um den Klassenerhalt. Zum nächsten Heimspiel erwarten die Marzahner den benachbarten BSC Marzahn. Das sollte für alle Beteiligten Motivation genug sein.                                                                                                                                                                                                                                                                                - mk -  


6. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 29. September 2018

1. FC Marzahn   -   FCK Frohnau      3  :  2   ( 1  :  0 )

Mit einem "blauen Auge" davongekommen


Das erste Mal in dieser Saison galt es für die Marzahner, die Favoritenbürde zu schultern. In der Vergangenheit taten sie sich mit einer solchen Aufgabe häufig schwer. Und das ließ sich diesmal gar nicht an­ders an. Die Rollenverteilung in dieser Partie war nach dem Anpfiff der Begegnung schnell geregelt. Auf der einen Seite agierten vorsichtige, zunächst auf Schadensbegrenzung bedachte und mit limitierten Möglichkeiten ausgestattete Frohnauer und auf der anderen Seite Marzahner, die übernervös, ideen­los und recht glücklos den „Spielfaden“ suchten. Letztendlich produzierte das weder Qualität noch sehenswertes. Trotzdem dominierten die Gastgeber in der ersten Halbzeit klar das Geschehen auf dem Kunstrasen. Spielkultur kompensierten sie mit starkem Kampfgeist. Allerdings überboten sie sich auch gegenseitig im Auslassen hochkarätigster Einschussmöglichkeiten. Die ungenauen, überhasteten Abschlussversuche und die unzureichende Präzision des finalen Passes ließen die Ungeduld bei den Marzahnern wachsen und stärkten den Widerstandswillen der Frohnauer. Glücklicherweise war in der 43. Minute Christian Czyzo zur Stelle, der das runde Leder, als es mal wieder im Frohnauer Strafraum „drunter und drüber“ ging, über die Torlinie bugsierte. Doch auch die 1:0-Halbzeitführung brachte nicht mehr Ruhe und Sicherheit in die Aktionen der Gastgeber. So folgte einer eher durchwachsenen ersten Spielhälfte ein ganz schwacher zweiter Durchgang. Daran änderte auch der in der 52. Minute von Carsten Kraft erzielte Treffer zum 2:0 nichts. Auf die schnellen Angriffsspitzen hatte sich Frohnau mittlerweile gut eingestellt und viel mehr an Mitteln und Möglichkeiten, um zum Erfolg zu gelangen, fiel den Marzahnern nicht ein. Mit dem sicheren Zwei-Tore-Vorsprung auf der Habenseite, nachlassenden Kräften und viel Unzufriedenheit, die nicht in die richtigen Kanäle geleitet werden konnte, überließen sie immer mehr die Initiative den Frohnauern, die sich noch längst nicht aufgegeben hatten. Zunächst belohnten sich die Gäste in der 69. Minute für ihr unermüdliches Bemühen mit dem Anschlusstreffer. Danach zerfiel die mannschaftliche Geschlossenheit der Marzahner zusehends. Der FCK Frohnau witterte die Chance auf einen Punktgewinn und kam diesem Ziel noch bedenklich nahe. Die Marzahner verloren die Ordnung im Abwehrverhalten und kassierten folgerichtig in der 80. Minute den Ausgleichstreffer. Die verbleibenden zehn Spielminuten gestalteten sich turbulent und nervenaufreibend. In einem „offenen Schlagabtausch“ ergaben sich für beide Mannschaften gute Möglichkeiten, die Partie zu entscheiden. Am Ende bevorzugte die Glücksgöttin Fortuna das Team, das insgesamt präsenter, zweikampfstärker, homogener besetzt und mit einem deutlichen Chancenplus unterwegs war. Trotzdem hing der Sieg am „seidenen Faden“, weil die Marzahner insbesondere organisatorisch und spielgestaltend vieles schuldig blieben. Die stereotypen Angriffsbemühungen gestalteten sich für den Gegner beherrschbar, die Kommunikation auf dem Platz erschien ausbaufähig und an der Chancenverwertung muss dringlichst gearbeitet werden. Nichtsdestotrotz sei angemerkt, dass sich die Platzherren mit dem vierten Sieg in Folge nunmehr in die oberen Tabellenregionen katapultierten und die nächsten Aufgaben in Ruhe und mit Geduld angehen können. Allein diese Serie ist aller Ehren wert und zeugt davon, dass die Marzahner zweifelsfrei das Niveau ihrer Ligastaffel mitbestimmen  können.                                                                                                                                                                                             - mk -



5. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 23. September 2018

FC Arminia Tegel   -   1. FC Marzahn      2  :  3   ( 1  :  1)

Mit dem favorisierten FC Arminia Tegel wartete am vergangenen Wochenende ein hoch gehandelter Aufstiegsaspirant auf die Marzahner. Den Gästen gelang es aber, das gewonnene Selbstvertrauen und viel Schwung aus den vorangegangenen Partien mitzunehmen und den Platzherren von Anfang an Paroli zu bieten. Auch wenn die Startphase etwas holprig verlief, stellte sich die erneut umformierte Mar­zahner Abwehrreihe schnell auf die temporeichen Angriffsaktionen des Gegners ein. Mit zunehmender Sicherheit fanden die Gäste auch ihren Spielfaden und setzten Tegel unter enormen Druck. Insbesondere das frühe Attackieren in der Spielhälfte des Gegners brachte die Gastgeber aus dem Konzept und hinterließ spürbar Wirkung. Nichtsdestotrotz blieb der erste Treffer in der 15. Minute den Arminen vorbehalten. Sie ahndeten einen der wenigen kapitalen Schnitzer der Marzahner Abwehr eiskalt. Doch schon 11 Minuten später kamen die Gäste durch Thomas Bildt, der einen weiten Flugball mit etwas Glück unhaltbar im gegnerischen Tor versenkte, zum hoch verdienten Ausgleich. Arminia Tegel wähnte sich nach dem Führungstreffer bereits auf der Siegerstraße, investierte zu wenig in das Spielgeschehen und blieb nach dem 1:1 blass und ohne jegliche Konstruktivität. Fortan übernahmen die diszipliniert und gut organisiert agierenden Marzahner end­gültig das Zepter, spielten aggressiven Angriffsfußball und wirkten spielbestimmend sowie überlegen. Ein hoch verdienter zweiter Treffer wollte aber bis zum Pausenpfiff nicht gelingen. Doch den notwendigen Rest, um diese Partie in „trockene Tücher“ zu lavieren, erledigten die Gäste in der Anfangsphase der zweiten Spielhälfte schnell und konsequent. Vladimir Falkenstein und Raad Alsgir sorgten für zählbares und brachten die Marzahner 3:1 in Führung. Doch auch Arminia Tegel kam immer wieder mal zu guten Aktionen und Erfolg versprechenden Einschussmöglichkeiten. Insgesamt agierte der Gastgeber aber viel zu ideenlos, statisch und berechenbar, um die Marzahner ernsthaft in Gefahr bringen zu können, zumal diese zu weiteren hochkarätigen Torchancen kamen. Erst in der Schlussphase der fairen, unaufgeregten Partie, als die Kräfte der Gäste langsam schwanden, eroberte sich Tegel mehr Spielanteile. Doch das Aufbäumen der Platzherren gegen die drohende Niederlage kam viel zu spät. Die Marzahner Abwehr stand gut, ließ nichts mehr anbrennen und regelte den Rest mit dem Glück des Tüchtigen. Die Gäste fabrizierten zwar noch mit dem Schlusspfiff ein Eigentor, gaben den Sieg aber nicht mehr aus der Hand. Die Basis des Erfolgs bildeten eine starke Mannschaftsleistung, ein unerschütterlicher Glaube an den Erfolg und der Wille, vollen Einsatz und energische Kampfkraft in die Waagschale zu werfen. Immerhin gelang damit der dritte Sieg in Folge. Nach dem verkorksten Saisonstart, der den Marzahnern zwischenzeitlich sogar die „rote Laterne“ bescherte, lässt sich nun ein sicherer, ausbaufähiger Platz im oberen Tabellenmittelfeld konstatieren. Damit lassen sich die nächsten Aufgaben ruhig und sachlich angehen. Am kommenden Wochenende laufen die Marzahner am Geraer Ring erstmals in dieser Saison mit der Favoritenbürde auf. Es bleibt abzuwarten, ob sie auch damit gut umgehen können.                                                                                                                                                                                                               - mk -


4. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2018 am Samstag, den 15. September 2018

1. FC Marzahn   -   SV Sparta Lichtenberg II      6  :  4   ( 4  :  2 )

Heimstarke Marzahner stürzen den Favoriten


Das hatte sich Sparta Lichtenberg wohl ganz anders vorgestellt. Immerhin blieb der bis dato Tabellenzweite in der noch jungen neuen Saison verlustpunktfrei und ging als haushoher Favorit in diese Partie. Auf dem Kunstrasen am Geraer Ring zeigte sich einmal mehr, dass die „Papierform“ bei den vorausschauenden Betrachtungsweisen oftmals wenig taugt. Beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe und taten viel für eine rasante, turbulente und unberechenbare Begegnung. Sie durchlebten und durchlitten sowohl stärkere, als auch schwächere Spielphasen. Und für die Zuschauer gestaltete sich ein spek­­takulärer Augenschmaus, zumindest durch die Marzahner Brille betrachtet. Die erste Halbzeit gehörte ganz klar den Platzherren. Beide Mannschaften verfügten über schnelle Angriffsspitzen und bevorzugten eine offensive Ausrichtung. Die ersten Chancen erspielten sich die Marzahner, aber den ersten Treffer landeten die Lichtenberger. Alexander Laguna Colina hämmerte einen Flankenball volley und unhaltbar unter die Torlatte. Doch schon 5 Minuten später glichen die unbeeindruckten Marzahner den Spielstand wieder aus. Wissam Dakhil überlupfte den herauslaufenden Torwart und traf ebenso spektakulär. Und die Gastgeber spielten weiter druckvollen Angriffsfussball und ließen den Lichtenbergern kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Carsten Kraft blieb es in der 16. Minute vorbehalten, mit einem Freistoßtor die Marzahner Führung herzustellen. In der Folgezeit kauften die Platzherren den Gästen ganz klar den Schneid ab, zwangen sie immer wieder in die Defensive und kamen durch Marcus Schulze und nochmals Wissam Dakhil zu weiteren Torerfolgen. Der 4:2-Halbzeitstand schmeichelte eher den Gästen, denn die Marzahner ließen eine Vielzahl guter Einschussmöglichkeiten ungenutzt. In der zweiten Spielhälfte konnten die Platzherren nicht an die furiosen ersten 45 Minuten anknüpfen. Lichtenberg hatte sich längst nicht aufgegeben und erarbeitete sich zunehmend die größeren Spielanteile. Vladimir Falkenstein und Marcus Schulze konnten allerdings das Zwischenergebnis durch das lange intakte Konterspiel auf 6:2 ausbauen, dann aber mussten die Marzahner dem hohen Tempo und dem enormen Kraftaufwand Tribut zollen. Die letzten 25 Minuten gehörten den Gästen, aber mehr als zwei Gegentore ließen die Platzherren nicht mehr zu. Zu konstatieren bleiben ein toller, verdienter Sieg, ein über weite Strecken gutklassiges Fußballspiel mit hohem Unterhaltungswert und prickelndem Spannungsbogen, sowie ein hoffentlich endgültiger Abschied von der Abstiegszone. Glückwunsch an die Mannschaft für ihre couragierte und disziplinierte Spielweise.                                                                                                                                                                                                       - mk –




3. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, den 01. September 2018

1. FC Marzahn   -   SV BW Berolina Mitte II      1  :  0   ( 1  :  0 )

Ein Sieg der Moral

Recht eindrucksvoll meldeten sich die Marzahner nach dem eher suboptimalen Saisonauftakt zurück. Mit einer kampfstarken Leistung, bei der der spielerische Aspekt nicht zu kurz kam, hielten sie eine knappe 1:0-Führung fest und sicherten sich die ersten drei Punkte. Von Anfang an bemühten sich die Platzherren sowohl um temporeiche, kraftvolle Angriffsaktionen, als auch um konsequentes, sicheres Abwehrverhalten. Beide Mannschaften agierten mit einer ähnlichen Spielanlage, neutralisierten sich im Mittelfeld und waren bemüht, über die Außenpositionen zum Erfolg zu gelangen. Dabei kamen auf beiden Seiten vergleichsweise wenige, dafür aber hochkarätige Einschussmöglichkeiten heraus. Die ersten guten Torchancen erarbeiteten sich die Marzahner. Leider blieben die Abschlussversuche einmal mehr unkonzentriert und überhastet. Die Gäste schöpften ihre Gefährlichkeit insbesondere aus den Standardsituationen. Da hielt die Glücksgöttin Fortuna hin und wieder schützend ihre Hände über die Marzahner. Auch am einzigen Treffer der Begegnung war sie wohl nicht ganz unbeteiligt. Als Christian Czyzo in der 37. Minute bei einer aussichtslosen Angriffsaktion den Ball nicht mehr spielbar unter Kontrolle bringen konnte, schlug er diesen mit viel Kraft in Richtung des gegnerischen Tores. Das runde Leder senkte sich erst hinter dem weit vor seinem Gehäuse postierten Torwart, tippte auf und begab sich recht gemächlich auf die letzten Meter bis ins Netz. In aller Regel fangen sich bekanntlich die Marzahner kuriose Treffer ein. Diesmal befand sich das Glück auf ihrer Seite, aber – oft zitiert und immer wieder wahr – Glück hat am Ende nur der Tüchtige. Und tüchtig waren die Gastgeber. Insbesondere in puncto Kampf, Einsatz und Zweikampfverhalten blieben sie ihrem Kontrahenten überlegen. Zunächst ging es natürlich darum, den knappen Vorsprung in die Halbzeitpause zu bugsieren. Das gelang, obwohl sich Berolina vehement um den Ausgleichstreffer bemühte. In der zweiten Spielhälfte konnten die Marzahner nicht ganz an die starken ersten 45 Minuten anknüpfen. Berolina agierte jetzt konsequenter im Mittelfeld und setzte dort mehr Akzente. Andererseits hatte sich aber die einmal mehr völlig umformierte Viererkette der Marzahner gut gefunden und wackelte eigentlich nur bei der Abwehr der Standardsituationen bedenklich. So sahen die Zuschauer eine temporeiche und gutklassige Begegnung zweier auf Augenhöhe agierender Mannschaften, deren Spannungsbogen nicht nur vom knappen Spielstand lebte. Von Anfang an bewegte man sich auf „des Messers Schneide“ und am Ende hätte wohl auch ein Unentschieden oder ein ebenso knapper Erfolg der Gäste dabei herauskommen können. In der Schlussphase der Partie mobilisierte Berolina nochmals alle verbliebenen Kräfte, brachte aber nur noch wenig Konstruktives zustande. Marzahn sicherte den knappen Vorsprung clever und geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Letztendlich gab wohl den Ausschlag, dass man bei den Platzherren in jeder Phase der Partie den bedingungslosen Siegeswillen spürte, dass jeder bereit war, an seine Leistungsgrenzen zu gehen und, dass die Marzahner diesen Dreier ganz einfach das Quäntchen mehr wollten. Chapeau also für eine couragierte, disziplinierte und konstruktive Leistung. Der Erfolg wird dem Selbstvertrauen guttun. Und vielleicht entwickelt sich der Sportplatz am Geraer Ring wieder zu einer uneinnehmbaren Festung.
                                                                                                                                                             - mk -                                                                                                                                                

2. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 26. August 2018

Nordberliner SC II   -   1. FC Marzahn      5  :  0  ( 2  :  0 )

Marzahn mit dem „letzten Aufgebot“ ohne wirkliche Chance


Erwartungsgemäß ließen sich die diversen personellen Widrigkeiten bei den Marzahnern nur ansatzweise kompensieren. 16 Absagen (Verletzungen, Urlaub, Einschulung der Kinder, berufliche Gründe etc.) für das Spiel am Sonntag weckten wenig Hoffnung auf einen glimpflichen Ausgang der Partie. Immerhin gelang es dann doch, beim Nordberliner SC mit einer spielfähigen Mannschaft anzutreten. Zu verdanken blieb dies in erster Linie den beiden aushelfenden Akteuren der AK 32 (Christian Czyzo und Antonio di Marco), Thomas Ehrlich, der vor rund 10 Jahren zuletzt ein Spiel für die Marzahner bestritt, dem Rückkehrer Thomas Bildt, der sich verletzt zur Verfügung stellte und dem zweiten Keeper Jens Wunschick, der sich ebenso 90 Minuten als Feldspieler versuchen musste. Wechselmöglichkeiten gab es mit Blick auf die verwaiste Ersatzbank nicht. Die einmal mehr umformierte Abwehrreihe benötigte einige Anlaufzeit, um sich zu finden und konnte die schnelle 2:0-Führung der Gastgeber nicht verhindern. Der Nordberliner SC profitierte insbesondere von seinen schnellen, quirligen Angriffsspitzen, die die Marzahner nie so richtig in den Griff bekamen. Ohnehin blieben die Gäste in puncto Sprintvermögen und Antrittsschnelligkeit dem Gegner klar unterlegen. Erst nach rund 20 Minuten gelang es den Marzahnern, sich mehr um die eigenen Aktionen und den Spielaufbau zu kümmern. Sie kamen nun auch zu etlichen guten Angriffsaktionen, die aber zu überhastet, unkonzentriert und ohne Fortune abgeschlossen wurden. Glücklicherweise taten sich die Platzherren bei der Verwertung ihrer Einschussmöglichkeiten ebenso schwer. So blieb es bei deren 2:0-Führung beim Pausenpfiff. Pech hatten die Marzahner dann in der 50. Spielminute, die wohl den Knackpunkt der Begegnung darstellte. Eine vielleicht etwas unglückliche Abwehraktion von Carsten Kraft wertete der leicht übermotivierte Schiedsrichter sehr strittig als Notbremse und schickte ihn zur Verwunderung „von Freund und Feind“ vorzeitig zum Duschen. Damit fiel dann auch noch einer der wichtigsten Protagonisten des Marzahner Spiels aus. Den fälligen Strafstoß verwandelten die Gastgeber sicher zum 3:0, wobei nachzutragen ist, dass Gilbert Wagner in der ersten Halbzeit einen ebenso umstrittenen Strafstoß parieren konnte. In den verbleibenden 40 Spielminuten wehrten sich die Gäste im Rahmen ihrer Möglichkeiten, kämpften aufopferungsvoll mit hohem Einsatz und kamen auch weiterhin zu guten Einschussmöglichkeiten. Ein Treffer blieb ihnen aber versagt. Auch zu zehnt gaben sich die Marzahner nicht auf, mussten in dieser Konstellation zwar noch zwei Gegentore hinnehmen und verabschiedeten sich letztendlich achtbar aus dieser Partie. Ein zusätzlicher Wermutstropfen offenbarte sich mit der Übernahme der „roten Laterne“ in der Ligastaffel 3. Diese wieder loszuwerden, dürfte gar nicht so einfach werden. Eine Besserung der personellen Situation zeichnet sich erst mittelfristig ab. So bleibt zunächst nur zu hoffen, dass der Stamm der Mannschaft noch enger zusammenrückt, dass Leistungsunterschiede schneller beseitigt werden können und ein homogenes Mannschaftsgefüge entsteht und, dass Defizite im taktisch-technischen Verhalten zügiger aufgearbeitet werden können. Einfach wird das nicht, machbar ist es aber allemal.                                                                                                                                                               - mk –



1. Meisterschaftsspiel der Saison 2018/2019 am Sonntag, den 19. August 2018

SG Blankenburg II   -   1. FC Marzahn      5  :  2   ( 0  :  1 )

Schwung und Euphorie reichten nur für eine Halbzeit


Der Start der Marzahner in die neue Kreisliga-A-Saison gestaltete sich suboptimal und misslang gründlich. Dabei deutete lange Zeit gar nichts auf eine klare Niederlage hin. Die Gäste fanden sich schnell auf dem Rasenplatz zurecht, agierten zunächst präsenter und kamen zu guten Einschussmöglichkeiten. Die Blankenburger taten sich schwer, die temporeichen gegnerischen Attacken unter Kontrolle zu bringen. Bei den eigenen Abschlussversuchen fehlte ihnen, wie den Marzahnern auch, das Glück und die Präzision. So verwunderte es letztendlich nicht, dass der erste Treffer als Zufallsprodukt und Eigentor in die Wertung ging. Eine inkonsequente Abwehraktion der Gastgeber ließ das runde Leder in der 31. Minute auf wundersame Weise gemächlich ins Netz rollen. Die Führung schien zu diesem Zeitpunkt verdient, da die Marzahner auf dem holprigen Rasenplatz bis dahin aktiver und zielstrebiger unterwegs waren. Leider versäumten sie es in den verbleibenden Minuten bis zum Halbzeitpfiff, den knappen Vorsprung auszubauen. Diverse Möglichkeiten ergaben sich dafür durchaus. Die zweite Halbzeit begann mit zwei hundertprozentigen Torchancen für die Marzahner. Die klägliche Vergabe beider Möglichkeiten stellte wohl auch den neuralgischen Punkt dieser Partie dar, denn fortan überließen die Gäste den Platzherren aus unerfindlichen Gründen das Agieren und die Initiative. Und die Strafe folgte prompt. Blankenburg erzielte binnen sechs Minuten drei Treffer, wendete das Spielgeschehen und schuf eine Vorentscheidung. Auch wenn bei allen drei Toren viel Glück und Zufall im Spiel waren: Glück hat auf Dauer nur der Tüchtige. Dies ließ sich den Blankenburgern in der zweiten Spielhälfte nicht absprechen. Die Marzahner erholten sich von diesem Dreifach-Schlag nicht mehr, mühten sich zwar redlich, fanden aber nicht zurück in die Erfolgsspur. So zerfiel die Mannschaft in ihre Einzelteile, hatte dem ungestümen Sturm und Drang der Gastgeber nur noch wenig entgegenzusetzen und kam selbst lediglich noch sporadisch zu Torchancen. Wagte man sich dennoch in die Nähe des gegnerischen Strafraums, brannte es beim folgenden Gegenstoß der Platzherren in der Marzahner Abwehr lichterloh. Ein eher zweifelhafter Strafstoß für die Blankenburger brachte dann in der 71. Minute die endgültige Entscheidung. Die Treffer zum 4:2 (81. Minute / Wissam Dakhil)) und zum 5:2 (88. Minute) besaßen nur noch statistischen Wert. Zu konstatieren bleibt, dass den Marzahnern auch in der Kreisliga A ein rauer Wind entgegenweht. Es wird noch einige Zeit dauern, bis ein optimales Mannschaftsgefüge gefunden ist. Dabei werden wohl die personellen Sorgen ein steter Begleiter sein. Für eine Standortbestimmung taugt der erste Spieltag wohl noch nicht. Wichtig bleibt, sich nicht verunsichern zu lassen und an der Beseitigung vermeidbarer Fehler und bekannter Defizite konsequent zu arbeiten. Wenn dies halbwegs gelingt, können die Marzahner in ihrer Staffel eine durchaus positive Rolle spielen.
                                                                                                                                              - mk –

 

Trainerteam

Uwe Markau ( Trainer )
Telefon: 0170 / 5822593
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Trainingszeiten

Dienstag: 19:30 - 21:00 Uhr
Donnerstag: 19:30 - 21:00 Uhr

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