Spielberichte der 1. Männer | Saison 2020/2021

Aktuelle Spielberichte Saison 2020/2021


Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 06. September 2020

BFC Südring II      -      1. FC Marzahn      5  :  3    ( 3  :  1 )

Der Favorit wackelte, fiel aber nicht

Natürlich zählt der BFC Südring II zu den hoch gehandelten Aufstiegskandidaten. Aber Respekt muss man sich verdienen. Das versäumte der Gastgeber über weite Strecken der gutklassigen und durchaus spannenden Begegnung. Die Marzahner fanden schneller ins Spiel und führten nach zwei Minuten und einem straffen Schuss von Mahmood Nobolsi frühzeitig 1:0. Danach mangelte es aber ein wenig an Ruhe und Gelassenheit, Übersicht sowie Durchsetzungsvermögen. Rein optisch besaßen beide Mannschaf­ten ähnliche Spielanteile. Allerdings bestrafte Südring die Fehler im Stellungsspiel konsequent, wäh­­­rend Marzahn allerbeste Einschussmöglichkeiten ausließ. Die Vorteile der Gastgeber bei Passge­nau­igkeit und Zusammenspiel kompensierten die Marzahner mit Kampfkraft, Aggressivität und Einsatz. Schade, dass Christian Czyzo beim 3:1-Zwischenstand in der 33. Minute einen Strafstoß nicht verwandeln konnte. So blieb es dann beim 3:1 zur Halbzeitpause. Von einer leichten Überlegenheit der Gastgeber war in der zweiten Spielhälfte nichts mehr zu erkennen. Zunächst blieb Südring noch bei einigen Kontern gefährlich, dann aber übernahmen die Marzahner das Zepter des Geschehens, agierten deutlich aktiver und bauten viel Angriffsdruck auf. Trotzdem hätte Südring die Begegnung frühzeitig vorentscheiden können. Doch Alexander Schmidt bewahrte die Marzahner in der 53. Minute mit einem bravourös parierten Handelfmeter vor einem höheren Torerückstand. In der letzten halben Stunde agierten die Marzahner spielbestimmend, blieben insgesamt aber zu ineffizient. Bei so mancher Aktion fehlte es an Übersicht, Spielverständnis und letzter Konsequenz. So kamen die Marzahner zwar mit Treffern von Vasile Morari und Selim Abdulgamidov auf ein 3:4 heran, vermochten es aber nicht, die Partie zu kippen. Etwas mehr Spielfreude und etwas weniger Krampf wären wahrscheinlich dafür schon ausreichend gewesen. Positiv bleibt anzumerken, dass von Spiel zu Spiel eine Entwicklung zu erkennen ist, die bei entsprechender Konsequenz Früchte tragen wird. Die Stabilisierung des Abwehrverhaltens, der schnörkellose Spielaufbau über die Außenpositionen, ein mannschaftsdienliches Zusammenwirken und die weitere Forcierung der Laufbereitschaft gelten zwar nach wie vor als „Baustellen“, auf denen die Fortschritte aber unverkennbar sind. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass den Marzahnern bereits im nächsten Pflichtspiel zählbares gelingt. Wann dieses stattfindet, ist noch nicht bekannt. Das ist ebenso unbefriedigend, wie so manche coronabedingte Maßnahme, die vor und nach dem Fußballspiel wenig sinnvoll und praktikabel erscheint. Auch die Marzahner mahnen diesbezüglich Sach- und Fachverstand, A­n­passungen und Veränderungen an. 
                                                                                                                       
- mk -



Pokalspiel am Sonntag, den 23. August 2020

SV Norden-Nordwest      -      1. FC Marzahn      3  :  2


Zweimal geführt und am Ende verloren

Fast ein halbes Jahr musste vergehen, bis die Marzahner endlich wieder ein Pflichtspiel bestreiten durften. In der Qualifikationsrunde für den Berliner Pokalwettbewerb hieß der Gegner SV Norden-Nordwest, der als Gastgeber der durchaus spannenden, unterhaltsamen und kurzweiligen Partie fungierte. Bei­de Mannschaften suchten sicherlich auch eine Standortbestimmung nach der langen spielfreien Zeit und sahen die Begegnung insbesondere als Test für die bereits am kommenden Wochenende beginnende Meisterschaftshinrunde. Personell stützten sich die Marzahner auf einen kleinen Kader, dem aber der bessere Start in die Partie gelang. In der Anfangsviertelstunde beherrschten die Gäste klar das Spielgeschehen, versäumten es aber, sich zwingende Einschussmöglichkeiten zu erarbeiten. Norden-Nordwest fand nur sehr zögerlich in die Begegnung, sah sich zunächst in die Defensive gedrängt und konnte nur mit Mühe die Aktionen der quirligen Marzahner Offensivspieler unterbinden. Verdient und folgerichtig, wohl auch zum richtigen Zeitpunkt, gelang den Marzahnern in der 22. Minute der Führungstreffer. „Freund und Feind“ überraschend, fand ein lang und scharf von Christian Czyzo getretener Ball den Weg ins „lange“ Eck. Leider projizierte dies aber keine Ruhe in die Gästeaktionen, die immer etwas zu nervös, überhastet und wenig effizient gestaltet wurden. Ein durchaus verdienter zweiter Marzahner Treffer hätte das Spiel wohl vorentschieden. Stattdessen gelang Norden-Nordwest kurz vor der Halbzeitpause der Ausgleichstreffer, während die Gäste noch über eine strittige Schiedsrichterentscheidung diskutierten. Das war ebenso ärgerlich wie unnötig. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Marzahn investierte mehr in die Partie, geriet dann aber auch sehr schnell in konditionelle Probleme, die dazu führten, dass dem Gegner immer größer werdender Raum für gefährliche Gegenstöße an­geboten wurde. Das zweite geahndete Foulspiel von Ricardo Iwer zog in der 60. Spielminute eine gelb-rote Karte nach sich, was die schon konditionell angeschlagenen Marzahner zusätzlich unter Druck setzte. Trotzdem gelang ihnen nochmals der Führungstreffer, als sich der gerade eingewechselte Selim Abdulgamidov auf der rechten Seite energisch durchsetzen konnte. Damit waren dann auch die Kraftreserven der Gäste restlos aufgebraucht. In den Schlussminuten „drehte“ Norden-Nordwest das Spiel und zog in die Pokal-Hauptrunde ein. Positiv bleibt anzumerken, dass insbesondere die Marzahner Neuzugänge deutlich zu einer Steigerung des spielerischen Potentials beitragen konnten. Negativ muss konstatiert werden, dass der momentane konditionelle Status nicht ligatauglich ist. Auch die Schwächen im taktischen Bereich blieben unverkennbar. In der neuen Saison wird vieles, vielleicht auch alles davon abhängen, ob und inwieweit im Mannschaftskader die Bereitschaft besteht, konsequent und hart an der Beseitigung der Defizite zu arbeiten. Gelingt das in einem überschaubaren Zeitrahmen, werden die Marzahner nicht nur ein konkurrenzfähiges Team stellen, sondern sich auch aus dem Kreis der hoch gehandelten Abstiegsaspiranten verabschieden können.                                                                                                                                                                     - mk -              


 

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