Aktuelle Spielberichte Saison 2021/2022

Meisterschaftsspiel am Samstag, den 04. Dezember 2021

1. FC Marzahn      -      TSV Lichtenberg II      4   :  4   ( 1  :  1 )

Kein Sieger im Kellerduell

Das war kein Spiel für schwache Nerven. Sicherlich fehlte es auf beiden Seiten an spielerischer Substanz, Führungskraft und Organisiertheit, aber dafür brachte die Begegnung alles mit, was man von einem typischen Abstiegsduell erwarten kann. Auch wenn beide Mannschaften kämpferisch alles in die Waagschale warfen, was ihnen zur Verfügung stand, blieb es über weite Strecken ein zerfahrenes Spiel, das seinen Spannungsbogen über die stets knappen Zwischenergebnisse generierte. Den besseren Start erwischten die Lichtenberger. Derfrühen Führung der Gäste liefen die Platzherren lange hinterher. Lichtenberg agierte etwas ruhiger und sicherer bei den Ballstafetten, verfing sich aber immer wieder in der vielbeinigen Marzahner Abwehr. Die Gastgeber verfügten mit Enes Ribic über den auffälligsten Akteur der Begegnung, den der Gegner nie in den Griff bekam. Er war zwar an allen Torerfolgen der Marzahner beteiligt, insgesamt fehlte es dann aber an Unterstützung aus dem Mittelfeld, um einen spielentscheidenden Angriffsdruck ausüben zu können. Ansonsten mangelte es den Gastgebern insbesondere an Passgenauigkeit und Tempo. Viel zu selten wurden die sprint- und laufstarken Offensivkräfte diesbezüglich in Szene gesetzt. Der von Enes Ribic kurz vor dem Pausenpfiff erzielte Ausgleichstreffer versöhnte ein wenig mit dem Verlauf der ersten Halbzeit und ließ viel Hoffnung für die zweite Spielhälfte. Da waren es dann die Marzahner, die früh durch Duc Anh Le trafen, aber bereits drei Minuten später ihr zweites Gegentor kassierten. Und so sollte es dann auch weitergehen. Mal führte die eine Mannschaft, mal die andere. Entscheidend absetzen konnte sich niemand. Als Carsten Kraft in der 73. Minute einen Freistoß zum 3:3 unter die „Torlatte“ nagelte und Tung Tran in der 84. Minute zum 4:3 einnetzte, wähnten sich die Gastgeber doch noch auf der Siegerstraße. Umso bitterer „schmeckte“ dann der neuerliche Ausgleich der Lichtenberger in der Nachspielzeit. Auch wenn damit wohl ein leistungsgerechtes Ergebnis zu Buche steht, nützt das beiden Mannschaften im Abstiegskampf letztendlich wenig. Lichtenberg agierte optisch sicherer und gefälliger, verfügte aber nicht über das notwendige Durchsetzungsvermögen. Die Marzahner erarbeiteten sich die klareren Einschussmöglichkeiten, vergaben diese aber unkonzentriert, überhastet und glücklos. Kämpferisch blieb ihnen einmal mehr nur wenig vorzuwerfen.                                                                                                                                       - mk -



Meisterschaftsspiel am Samstag, den 27. November 2021

1. FC Marzahn      -      SV Stern Britz II      0   :  6   ( 0  :  2 )

Marzahn kämpferisch erneut stark

Auch diesmal waren die Marzahner zunächst weit davon entfernt, personell aus dem Vollen schöpfen zu können. Mit Vladimir Falkenstein, Mathias Sieg und Sven Zielazny halfen deshalb drei Akteure der AK32 aus. Dafür vielen Dank! Ganz anders planten da die Gäste aus Britz. Sie verstärkten sich mit fünf Spielern ihrer Landesliga-Mannschaft, von denen insbesondere Alexander Letz zur Stamm-Elf gehört. Damit waren die Fronten eigentlich geklärt. Dass dann unglücklicherweise auch kein Schiedsrichter erschien, sei hier nur am Rande erwähnt. Es pfiff letztendlich ein Akteur der Britzer Gäste, der in die faire und unaufgeregte Begegnung kaum und schon gar nicht spielbestimmend eingreifen musste. Ins-gesamt blieb dann den Marzahnern wenig vorzuwerfen. Die Einstellung und die Kampfbereitschaft stimmten. Insbesondere in der ersten Halbzeit wehrten sich die Platzherren durchaus redlich gegen die drohende Niederlage. Natürlich bestimmten die Britzer das Spielgeschehen, aber die Marzahner ließen mit ihrer gut gestaffelten Abwehr in den ersten 45 Minuten nur wenig zu. Auch in der Offensive setzten die Platzherren Akzente, blieben bei Ihren Einschussmöglichkeiten allerdings glücklos. So stellte das 0:2 beim Halbzeitpfiff ein durchaus respektables Zwischenergebnis dar. In der zweiten Spielhälfte änderte sich zunächst wenig am Geschehen. Mit zunehmender Spielzeit führten die schnellen, kombinationssicheren und insbesondere direkten Passstafetten der Gäste das Mannschaftsgefüge der Marzahner an die konditionellen Grenzen. Der hohe Laufaufwand forderte seinen Tribut und die Kraft der Gäste reichte nur bis zur 65. Minute. Danach musste man die Britzer gewähren lassen und war lediglich um eine „Schadensbegrenzung“ bemüht. Das soll die kämpferische Leistung der Platzherren in dieser wettbewerbsverzerrenden Begegnung aber nicht schmälern. Insbesondere bemühten sich die Marzahner, auch spielerisch mit dem Tabellenzweiten mitzuhalten. Es gab allerdings zu viele Passungenauigkeiten, suboptimale Laufwege und Fehler im Stellungsspiel, um dies auch erfolgreich praktizieren zu können. Zu konstatieren bleibt also eine nicht unerwartete Niederlage, die einmal mehr – gemessen am Spielverlauf – zu hoch ausfiel.                                                                                                                                                                                                                                                    - mk -

 






Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 21. November 2021

RFC Liberta II      -      1. FC Marzahn      2   :  2   ( 1  :  1 )

Marzahn kämpferisch stark

Die personell arg gebeutelten Marzahner lieferten beim RFC Liberta eine starke kämpferische Leistung ab und verfehlten einen durchaus machbaren Sieg nur knapp. Der favorisierte Gastgeber hatte den Ta­bellenletzten wohl doch gründlich unterschätzt und schaffte es über die gesamte Spielzeit nicht, der Begegnung seinen Stempel aufzudrücken. Das schnelle Führungstor der Marzahner in der 4. Minute brachte zusätzlich Unruhe in die Reihen der Gastgeber. Auch wenn die Führung der Gäste nicht lange Bestand hatte, entwickelte sich weiter eine spannende, kurzweilige und temporeiche Partie, die stets auf Augenhöhe verlief und natürlich aus dem knappen Spielstand ihre Brisanz schöpfte. Rein spielerisch erwarben beide Mannschaften sicherlich kein Ruhmesblatt, aber kämpferisch investierten die Marzahner deutlich mehr in die Begegnung und schufen für die Gastgeber die latente Gefahr, erneut in einen Torerückstand zu geraten. Leider gelang es den Marzahnern nicht, das Tempo dauerhaft hochzuhalten. Einzelaktionen überwogen, das Spiel miteinander blieb ein wenig auf der Strecke. Auch an Passgenauigkeit und Spielübersicht mangelte es letztendlich. Trotzdem ließen beide Abwehrreihen in der ersten Halbzeit kaum besondere Gefahren zu. Die wenigen hochkarätigen Einschussmöglichkeiten wurden auf beiden Seiten kläglich, überhastet und glücklos vergeben. So blieb es bis zum Pausenpfiff beim 1:1-Zwischenstand, vielleicht mit leichten Vorteilen für die Marzahner. In der zweiten Spielhälfte änderte sich zunächst nur wenig am Geschehen auf dem Kunstrasen. Allerdings häuften sich nun kleinere Nickligkeiten, mit deren Ahndung sich der Schiedsrichter schwer tat. Einen ersten negativen Höhepunkt erreichte die Begegnung in der 66. Minute. Der bereits gelbbelastete Jonathan Soldner sah nach einem weiteren Foulspiel die gelb-rote Karte. Rein optisch wirkte sich das Unterzahlspiel der Marzahner kaum auf das weitere Geschehen aus. Die gute kämpferische Grundeinstellung weckte neue Kräfte, die das Offensivspiel der Gäste zusätzlich beflügelten. Der erneute Führungstreffer in der 78. Minute war durchaus verdient und ließ die Marzahner sogar kurzzeitig auf die Siegerstraße einschwenken. Doch auch diesmal währte die Freude nicht lange. Bei den mit einem schmalen Kader angereisten Gästen fehlten die Wechselmöglichkeiten und die Kräfte schwanden zusehends. Einer der wenigen krassen Abwehrpatzer der Marzahner führte dann in der 82. Minute zum 2:2-Ausgleichstreffer. Danach wackelten die Gäste bedenklich. Liberta blies zur Offensive und spielte druckvollen Angriffsfußball. Zwar konnte sich Marzahn immer wieder aus der Umklammerung lösen und eigene Angriffe initiieren, aber auch das kostete zusätzlich Kraft. Als wenige Minuten vor dem Abpfiff der Partie auch noch Mahmood Nobolsi wegen einer völlig überflüssigen Schiedsrichterbeleidigung vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, drohte die Partie zu kippen. Zu neunt brachten die Marzahner das Unentschieden sozusagen auf der letzten Rille über die Ziellinie. Das Ergebnis geht wohl so insgesamt auch in Ordnung, wobei beide Mannschaften durchaus genügend Möglichkeiten besaßen, sich am Ende durchzusetzen.                                                                                                                                                           - mk -





Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 03. Oktober 2021

VfB/Einheit zu Pankow II      -      1. FC Marzahn      6   :  1   ( 4  :  0 )

Marzahn überfordert

Die überlegenen Gastgeber drückten von Anfang an enorm auf das Gaspedal, zelebrierten Tempofußball und bestraften gnadenlos die Fehler und Unzulänglichkeiten der überforderten Marzahner. Bis sich die Gäste halbwegs an die rasante, körperbetonte Gangart der Platzherren gewöhnt hatten, vergingen 10 Minuten, nach denen Pankow resultatsmäßig schon mit drei Treffern enteilt war. Das sich damit andeutende ganz große Debakel konnten die Marzahner in der Folgezeit zwar vermeiden, aber insgesamt fehlten dann doch die Mittel und Möglichkeiten, um den Gastgeber ernsthaft in Gefahr bringen zu können. Einmal mehr mangelte es am notwendigen Tempo im Spielfluss, an einem konsequenten Abwehrverhalten, an der Passgenauigkeit und an Übersicht bei den durchaus vorhandenen Einschussmöglichkeiten. Spielgestalterisch traten die Marzahner kaum in Erscheinung. Sie reagierten lediglich auf die Aktionen des Gegners und fanden kaum eine Bindung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen. Auch wenn die Gäste bis zum Halbzeitpfiff nur noch ein weiteres Gegentor zuließen, blieben sie weit davon entfernt, zu einem Spiel auf Augenhöhe zu finden. In der zweiten Spielhälfte brachten einige Umstellungen in den defensiven Mannschaftsteilen mehr Sicherheit in die Aktionen der Marzahner. Das führte über weite Strecken zu ansehnlichen Spielzügen, wachsendem Selbstvertrauen und etlichen Torchancen, die überhastet und unkonzentriert vergeben wurden. Doch auch den Pankowern ging in der zweiten Halbzeit das „Zielwasser“ verloren, so dass sie trotz vieler vorhandener Möglichkeiten ihr Torepolster nicht wesentlich ausbauen konnten. Zu konstatieren bleibt ein klar verdienter Sieg der Pankower, der vielleicht um 2 oder 3 Tore zu hoch ausfiel. Die Marzahner kassierten im sechsten Spiel die fünfte Niederlage, wobei ihnen der Trost bleibt, nunmehr die Spitzengruppe ihrer Liga fast komplett abgearbeitet zu haben. Ein ausdrücklicher Dank geht an Dominik Hofses, der den gesperrten Stammkeeper unter schwierigen Rahmenbedingungen gut vertrat, sowie an Tien Ngoc Tran und Truong Vu, die sich nach ihrem bereits erfolgten Umzug in den Süden bzw.  Westen Deutschlands nochmals für einen Einsatz zur Verfügung stellten.
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Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 19. September 2021

SV Askania Coepenick      -      1. FC Marzahn      7   :  1   ( 3  :  0 )

Außer Spesen nichts gewesen

„Außer Spesen nichts gewesen.“ Das trifft auf den sonntäglichen Ausflug der Marzahner in die Wuhlheide voll und ganz zu. Von den positiven Ansätzen aus den vorangegangenen Spielen blieb nicht viel übrig und Fehler sowie Unzulänglichkeiten schienen sich eher verfestigt zu haben. Gegen die agilen, ballsicheren Köpenicker wirkten die zurückhaltenden Marzahner von Anfang an überfordert. Für das schnörkellos einfache, schnelle und effiziente Spiel der Gastgeber fanden sie keine Einstellung, agierten kopf- und planlos, rieben sich in ungezählten belanglosen Zweikämpfen auf und fanden nie zu einer mannschaftlichen Geschlossenheit. Stets blieb ihnen Askania einen Gedanken, eine Idee sowie einen Antritt voraus und setzte die Gästeabwehr praktisch über die gesamte Spielzeit unter Druck. Das eigentliche Können der Marzahner flackerte nur gelegentlich auf, zumeist initiiert durch Einzelaktionen, die sich irgendwo in der vielbeinigen Köpenicker Abwehr verfingen. So gelang es dann auch nur selten, ernsthafte Gefahrenmomente zu schaffen. Die wenigen tatsächlichen Einschussmöglichkeiten wurden vertändelt, überhastet vergeben oder anderweitig verpasst. Insbesondere scheiterten die Marzahner an der nicht ausreichenden Bereitschaft, mehr in die Abwehrarbeit zu investieren, am mangelhaften Zusammenspiel der einzelnen Mannschaftsteile, an der schlechten Kommunikation auf dem Platz und am zu späten sowie ungenauen Passspiel. Bereits nach einer knappen halben Stunde führten die Platzherren 3:0 und waren längst auf die Siegerstraße eingeschwenkt. Die Marzahner bemühten sich durchaus um eine Resultatsverbesserung und ließen sich kämpferisch nur wenig vorwerfen, aber das rudimentäre Zusammenspiel zerfiel immer mehr in Einzelaktionen, denen letztendlich die Effizienz, Durchsetzungskraft und Klarheit fehlten. Als Enes Ribic in der 56. Minute per Foulstrafstoß der 1:3-Anschlusstreffer gelang, flammte ein wenig Hoffnung auf, was sich schnell als Strohfeuer erwies. Askania legte in der 63. und 65. Minute zwei Treffer nach und erzwang frühzeitig eine Vorentscheidung. Zu konstatieren bleibt insgesamt eine enttäuschende Leistung der Marzahner, die ihrem Gegner wenig entgegenzusetzen hatten. Auch wenn der eine oder andere leicht vermeidbare Treffer das Ergebnis - gemessen am Spielverlauf - vielleicht ein wenig verfälscht, blieben die Marzahner weit unter ihren Möglichkeiten und von einem Punktgewinn entfernt.                 - mk -

                                                                                     

Meisterschaftsspiel am Samstag, den 11. September 2021

1. FC Marzahn      -      Steglitzer SC Südwest II      3   :  4   ( 2  :  2 )

Am Ende nicht belohnt

Viel müssen sich die Marzahner nach diesem rasanten, kurzweiligen und spannenden Spiel nicht vorwerfen lassen. Sie agierten über neunzig Minuten spielbestimmend und ideenreich, zelebrierten offensive, druckvolle Aktionen und versäumten es leider, sich am Ende für eine couragierte Leistung zu belohnen.  Das Spiel begann eher suboptimal, als der Gast die Marzahner bereits in der zweiten Minute mit einem „Sonntagsschuss“ in einen frühen Torerückstand schickte. Dem Tatendrang der Platzherren tat dies keinen Abbruch. Es gelang ihnen immer wieder, sich auf den Außenpositionen durchzusetzen und Flankenbälle in den gegnerischen Strafraum zu schlagen. Daraus ergaben sich auch diverse Einschussmöglichkeiten, die die vielbeinige Steglitzer Abwehrkette mit viel Glück und Geschick vereitelte. In der 18. Spielminute konnte sich dann Tien Ngoc Tran auf der linken Seite entscheidend durchsetzen und das runde Leder im Tor versenken. Doch in ruhigeres „Fahrwasser“ gerieten die Marzahner dadurch nicht. Die enormen Angriffsbemühungen gerieten häufig etwas zu ungestüm und das Umkehrspiel gestaltete sich recht fragil. Das sollten auch über die gesamte Spielzeit die einzigen, aber auch leider entscheidenden wesentlichen Kritikpunkte bleiben. Um einen geordneten Aufbau ihrer Aktionen bemühten sich die Steglitzer nicht. Die Bälle wurden hoch und weit in die gegnerische Spielhälfte geschlagen. Verbunden war damit der Versuch, mit Distanzschüssen zum Erfolg zu gelangen. Einen der wenigen Durchbrüche in den Strafraum krönten die Gäste dann in der 30. Minute mit dem neuerlichen Führungstreffer, den Enes Ribic wenig später per Foulstrafstoß erneut zum 2:2-Halbzeitstand ausglich. Als Duc Anh Le in der 56. Minute zum 3:2 traf, schien sich die Glücksgöttin Fortuna doch noch für die Marzahner entschieden zu haben. Sie agierten in der Folgezeit weiter spielbestimmend, gelangten auch immer wieder gefährlich an und in den Steglitzer Strafraum, erarbeiteten sich aber zu wenig wirklich zwingende Einschussmöglichkeiten. Sowohl bei der Offensiv- als auch Defensivarbeit setzten die Marzahner zu träge, inkonsequent und halbherzig nach. Das eröffnete den Gästen immer wieder Kontermöglichkeiten, die sie letztendlich spielentscheidend mit zwei weiteren Treffern nutzten. Zumindest ein  Unentschieden wäre diesmal mehr als hoch verdient gewesen. So gewann dann aber letztendlich die effizientere Mannschaft, für die auch die geringere Anzahl individueller Fehler den Ausschlag gab.                                                                                                                                          - mk -



Meisterschaftsspiel am Samstag, den 28. August 2021

1. FC Marzahn      -      BFC Germania      9   :  0   ( 5  :  0 )

Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten 

Für das sogenannte „Kellerduell“ konnte Germania lediglich 10 Akteure aufbieten, die sich zumindest in der Anfangsviertelstunde um eine Schadensbegrenzung bemühten, aber eigentlich von Anfang an „auf verlorenem Posten“ standen. Die sich um ein schnelles Spiel bemühenden Marzahner führten die Gäste auch alsbald an deren konditionelle Belastungsgrenzen und entwickelten eine deutliche Überlegenheit. Das drückte sich allerdings erst in der zweiten Hälfte der ersten 45 Minuten in Torerfolgen aus, nachdem zunächst viele gute Einschussmöglichkeiten unkonzentriert und überhastet vergeben wurden. Mit dem 5:0-Halbzeitstand waren dann eigentlich bereits „alle Messen gesungen“. Nach dem Wiederanpfiff der Begegnung sorgten die Gastgeber sofort für ein schnelles, schnörkelloses Spiel und zogen dem Gegner mit 3 Treffern in acht Minuten endgültig den Nerv. Dann begannen auch die ersten Germania-Akteure konditionell angeschlagen und desillusioniert das Spielfeld zu verlassen. Aus heiterem Himmel sorgten die Gastgeber in der 64. Minute für das schwärzeste Kapitel dieser Begegnung. Der Marzahner Torwart wurde bei einem der wenigen Gäste-Angriffe regelwidrig attackiert, überließ aber die diesbezügliche Ahndung nicht dem Schiedsrichter, sondern sorgte mit den Fäusten für entsprechende Tatsachen. Die rote Karte für beide Streithähne blieb die einzig mögliche Konsequenz. Abgesehen von dem „Bärendienst“, den er den Marzahnern erwiesen hat, sei hier nochmals ganz klar angemerkt, dass es keine Rechtfertigung für eine solches Verhalten gibt, das auf Sportplätzen nichts zu suchen hat. Ohnehin wird der Betroffene viel Zeit erhalten, um darüber nachzudenken. Ein geordnetes, sinnvolles Spiel kam danach nicht mehr zustande. 10 Marzahner standen nunmehr 7 Germania-Akteuren gegenüber, die das Treiben nur noch beenden wollten. Nachdem sie den Schiedsrichter mehrmals um einen Abpfiff baten, reagierte dieser in der 70. Spielminute mit dem Abpfiff der Begegnung. Für die Marzahner bleibt das Spiel ein Muster ohne Wert und taugt nicht für eine Einordnung. Erst die nächsten Begegnungen werden aufzeigen, wo man tatsächlich steht.         
                                                                                    - mk -
 


Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 22. August 2021

WFC Corso/Vineta      -      1. FC Marzahn      9   :  1   ( 3  :  1 )

Gesucht wird die mannschaftliche Geschlossenheit

Nichts deutete bis zur Halbzeitpause darauf hin, dass die Marzahner noch so eklatant „unter die Räder“ geraten könnten. Gegen den Tabellenführer agierten die Gäste zunächst gefällig und bemühten sich um ein spielkulturelles Gleichgewicht. Erkennbar war aber schnell, dass sich Corso/Vineta schon frühzeitig ein klares Chancenplus erarbeitete, besser als Mannschaft funktionierte und körperlich robuster unterwegs war. Zum Verhängnis wurde das Alexander Schmidt, der Mitte der ersten Halbzeit vom Notarzt ins Krankenhaus gefahren wurde. Auch auf diesem Wege nochmals gute Besserung und schnelle Genesung! Die Bilder bekamen die Marzahner dann wohl auch nicht mehr aus den Köpfen. Nach einer längeren Spielunterbrechung begann der Niedergang der Marzahner mit einem verwandelten Strafstoß, dem nur eine Minute später ein leicht vermeidbarer Treffer folgte. Die Gäste spielten danach zwar weiterhin gut mit, aber sie erarbeiteten sich kaum zwingende Torchancen. Die aufmerksame Abwehrarbeit der Gastgeber zahlte sich aus und die Marzahner agierten einmal mehr zu bedächtig, zu umständlich und ohne das notwendige Tempo. Der von Thomas Bildt per Freistoß erzielte Anschlusstreffer zum 3:1 blieb einer der wenigen Höhepunkte im Spiel der Gäste. Nach der Pause zerbröselte die mannschaftliche Geschlossenheit der Marzahner in ihre Einzelteile und Corso/Vineta baute den Torevorsprung sukzessive aus. Am Ende blieb ein Scherbenhaufen aus Unzufriedenheit, Selbstgefälligkeit, persönlichen Anfeindungen und unnötigen Schuldzuweisungen. Das war definitiv völlig überflüssig und hilft keinen Millimeter weiter. Zumindest nach der ersten Halbzeit konnte man der Mannschaft im Vergleich zum ersten Spiel eine deutliche Steigerung attestieren. Um diesen Eindruck in der zweiten Spielhälfte zu untermauern, mangelte es an Konsequenz, Geduld und Hingabe. Der eine oder andere Akteur muss sich den Vorwurf gefallen lassen, sich letztendlich nicht in den Dienst der Mannschaft gestellt und sich innerlich lange vor dem Abpfiff aus der Begegnung verabschiedet zu haben. Darüber wird zu reden sein. Als Chronist bleibt anzumerken, dass die Marzahner spielerisch bei weitem keinen Acht-Tore-Unterschied erkennen ließen. Das ist zwar nicht sonderlich tröstlich, soll aber andeuten, dass bei mehr Selbstbewusstsein vieles möglich ist.               
                                                                   - mk -




Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 15. August 2021

SV Bau-Union      -      1. FC Marzahn      4   :  1   ( 1  :  1 )

Hinter den Möglichkeiten zurückgeblieben

Recht enttäuschend verlief der Start in die Meisterschaftsspiele für die Marzahner. An der Dolgenseestraße traf man auf einen selbstbewussten, ehrgeizigen Gegner, der durchsetzungsfähiger und cleverer agierte, deutlich eingespielter wirkte sowie letztendlich von seinem Chancenplus profitierte. Dagegen erwiesen sich die Aktionen der Gäste als zu gemächlich, wenig koordiniert und häufig überhastet. Auch mangelte es an Spielübersicht und Konsequenz. Insbesondere gelang es den Marzahnern nicht, individuelle Stärken zu einer mannschaftlichen Geschlossenheit zu formen und den Gegner mit einem höheren Spieltempo unter Druck zu setzen. In der ersten Halbzeit agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe. Die Marzahner verfügten über mehr Ballbesitz, aber Bau-Union kreierte die deutlich gefährlicheren Offensivaktionen. Für den Gastgeber sprach auch das klar bessere Umschaltspiel. Die Ballverlus­te der Marzahner in der gegnerischen Spielhälfte erwiesen sich als Achillesferse und mutierten viel zu oft zu hochkarätigen Einschussmöglichkeiten für Bau-Union, weil es nie wirklich gelang, sich auf die überfallartigen Angriffe einzustellen. Doch auch die Gäste kamen zu diversen guten Torchancen. Allerdings benötigten sie viel zu viele Ballkontakte, um in die Nähe des gegnerischen Strafraums zu gelangen, während Bau-Union dies mit zwei oder drei Spielzügen meisterte. Bei den Torschussversuchen mangelte es den Marzahnern dann leider an Konsequenz, Übersicht und Mut. Dem Führungstreffer von Bau-Union in der 31. Minute folgte kurz vor dem Pausenpfiff der Ausgleich nach einer starken Einzelaktion von Mahmood Nobolsi. Zu diesem Zeitpunkt entsprach der Zwischenstand durchaus dem Spielverlauf und den Spielanteilen. Ein Favorit für den Sieg hatte sich noch nicht herauskristallisiert. In der zweiten Halbzeit konnten die Marzahner leider nicht mehr an die Leistungen der ersten 45 Minuten anknüpfen. Insbesondere nach dem erneuten Führungstreffer von Bau-Union in der 54. Minute erlahmten der Siegeswille und Glaube an die eigene Leistungsfähigkeit vollends. Der Gastgeber bestimmte mehr und mehr das Spielgeschehen und profitierte von den Fehlern der Marzahner. Die ohnehin fragile mannschaftliche Geschlossenheit zerbrach und Gegenwehr blieb dann eher Stückwerk. Schade! Ein Punktgewinn an der Dolgenseestraße wurde somit leichtfertig ausgelassen. Bau-Union setzte sich am Ende durchaus verdient durch, auch wenn das Ergebnis vielleicht um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist.                                                                                                                                       - mk -

Trainerteam

Uwe Markau ( Trainer )
Telefon: 0170 / 5822593
E-Mail schreiben

Trainingszeiten

Dienstag: 19:30 - 21:00 Uhr
Donnerstag: 19:30 - 21:00 Uhr

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