Spielberichte der 1. Männer | Saison 2019/2020

Aktuelle Spielberichte Saison 2019/2020

10. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Sonntag, den 17. November 2019

SC Bosna Berlin   -   1. FC Marzahn      12  :  0   ( 5  :  0 )

Marzahn ohne den Hauch einer Chance

Einmal mehr fuhren die Marzahner ein ernüchterndes und enttäuschendes Ergebnis ein. Zwar schienen die Erfolgsaussichten beim hoch favorisierten Tabellenzweiten schon im Vorfeld der einseitigen Begegnung recht dezidiert, aber der tatsächliche Leistungsunterschied erwies sich dann als riesig. Der SC Bos­na bestimmte das Spielgeschehen nach Belieben, agierte ballsicher und nutzte die zahlreichen Fehler der Gäste abgeklärt und konsequent. Nur selten konnten sich die Marzahner vom Druck der Platzherren ein wenig befreien, blieben dann aber bei den wenigen Abschlussversuchen überhastet und glück­los. Kein einziges Mal gelang es, den gegnerischen Torhüter ernsthaft zu prüfen. Kein Wunder al­so, dass den Marzahnern ein Torerfolg versagt blieb. Umso öfter schlug es im Gehäuse der Gäste ein. Viel zu einfach ließ sich die einmal mehr neu formierte Abwehrreihe der Marzahner auseinandermanövrieren und blieb in den meisten Zweikämpfen nur zweiter Sieger. Die Abstimmungen im Abwehrverhalten fehlten vollständig und Bosna nutzte die schweren Defizite im Stellungsspiel der Gäste gnadenlos aus. Bei den Marzahnern mangelte es insbesondere an der Bereitschaft, auch ohne Ball in das Spielgeschehen einzugreifen, an einem konsequenten und zielstrebigen Zweikampfverhalten, an der Kommunikation auf dem Platz und an einem halbwegs genauen Passspiel. Bei vielen Aktiven wurde die große Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit sehr deutlich vorgeführt. Und offensichtlich fällt es doch sehr schwer, theoretische und praktische Trainingsinhalte Erfolg versprechend umzusetzen. Erreichbar bleibt das nur mit dem notwendigen Willen und Wollen, mit der entsprechenden Lernbereitschaft und mit der weiteren Intensivierung der diesbezüglichen Anstrengungen. Als Baustelle vegetierte die mannschaftliche Geschlossenheit vor sich hin. Die relativ großen Leistungsunterschiede und das häufig nur rudimentär vorhandene taktisch-technische Rüstzeug behindern eine schnelle positive Entwicklung enorm. Damit sei zugleich gesagt, dass es in der momentanen Situation eigentlich nur aufwärts gehen kann. Ob und wie schnell das gelingt, hängt maßgeblich davon ab, inwieweit jeder einzelne Akteur bereit und in der Lage ist, seinen individuellen Beitrag zu leisten, den notwendigen Trainingsfleiß aufzubringen und Fußball als Mannschaftssport, persönliche Herausforderung und Spaßfaktor zu begreifen.                                                                                                                                            - mk -



9. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Sonntag, den 10. November 2019

CFC Hertha 06 II   -   1. FC Marzahn      8  :  1   ( 4  :  1 )

Marzahn desolat und „von der Rolle“
 
Der eine oder andere Akteur muss sich schon hinterfragen lassen, ob und inwieweit er Fußball als M­a­nn­schaftssport hinlänglich verstanden und verinnerlicht hat. Das Spiel beim gastgebenden CFC Hertha 06 II initiierte da gewisse Zweifel. Die dort inszenierte Selbstzerfleischung ließ den Betrachter zunächst etwas sprachlos zurück. Ins Stammbuch sei aber den in diesem Rahmen nicht benannten Delinquenten sehr wohl geschrieben, dass jede Form von teamschädigendem Verhalten in dieser Mannschaft keinen Platz hat und sehr konsequent unterbunden wird. Insbesondere gilt das für diejenigen Akteure, die bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit „Respekt“ einfordern, ohne jegliche Bereitschaft, die gleichen Maßstäbe beim eigenen Handeln anzulegen. Aber ganz nebenbei wurde am Wochenende auch noch Fußball gespielt. Was die Marzahner dabei ablieferten, ist mit den Prädikaten „desolat“, „enttäuschend“ und „grottenschlecht“ schnell und passend umrissen. Dabei bestimmten die Marzahner in den ersten 20 Minuten das Spielgeschehen und agierten zumindest auf Augenhöhe. Sie besaßen die ersten Einschussmöglichkeiten, spielten mutig und selbstbewusst nach vorne und glichen die Führung der Charlottenburger (14. Minute) sehr schnell wieder aus (19. Minute). Doch spätestens mit dem neuerlichen Führungstreffer der Gastgeber zerbrach das labile Mannschaftsgefüge in seine Einzelteile. Übrig blieben Planlosigkeit, Ideenlosigkeit, Fehlerdiskussionen und das Unvermögen, Frust in die richtigen Bahnen zu lenken. Für Hertha 06 passte das ganz gut. Die Elf, die selbst auch nur mit limitierten Mitteln und Möglichkeiten unterwegs war, sah nun Tür und Tor geöffnet für die Durchsetzung ihrer Spielweise. Und die Marzahner fielen einmal mehr zurück in die alten Verhaltensmuster: ängstlich-zögerlicher Spielaufbau, inkonsequentes Zweikampfverhalten und mangelhaftes Durchsetzungsvermögen, Vernachlässigung des Spiels über die Außenpositionen, suboptimale Laufwege, ungenaues Passspiel, stark entwicklungsbedürftiges Bewegen ohne Ball, eklatante Abschlussschwäche, ständige Herausnahme des Tempos und Unfähigkeit, mit Kritik umzugehen. Übrigens erhebt diese Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hertha 06 verbrachte auf dem heimischen Kunstrasen also einen geruhsamen Nachmittag, nutzte die von den Marzahnern großzügig angebotenen Räume und glänzte insbesondere mit einer fast makellosen Quote bei der Chancenverwertung. Schade, denn an der Brahestraße wäre ein deutlich besseres Ergebnis möglich gewesen, wenn sich die Gäste konsequent, mutig und selbstbewusst um die Ausfüllung der jeweiligen Spielposition gekümmert hätten. Die Anzahl der Akteure, die bedingungslos, beständig und vorbildlich „an den Ketten zerrten“, blieb lei­der viel zu klein, um erfolgreich Fußball spielen zu können. Über das eine oder andere wird man in den nächsten Tagen noch sprechen müssen, dann aber gilt es weiterzuarbeiten, mit allen, die dazu be­reit sind.                                                                                                                            - mk -



8. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Samstag, den 02. November 2019

1. FC Marzahn   -   FSV Hansa 07 II      2  :  7   ( 0  :  3 )

Marzahn schwach, ideenlos und taktisch undiszipliniert
 
Die Konzentration, der Gestaltungswillen und der Enthusiasmus der Marzahner reichte nur für rund 30 Spiel­minuten aus. Danach verfielen die Platzherren in die alten Verhaltensmuster und blieben weit von den Möglichkeiten eines Punktgewinns entfernt. Dabei schien es zunächst so, als ob der Gastgeber mit den vorsichtig und zurückhaltend agierenden Kreuzbergern gut mithalten könnte. Die ersten Erfolg versprechenden Aktionen gehörten den Marzahnern, die in der Anfangsphase durchaus Druck aufbauten. Als Achillesferse erwies sich allerdings schnell die recht labile Mittelfeldachse, die im Kampf um die Ho­heit auf dieser Spielfläche über 90 Minuten leider nur „zweiter Sieger“ blieb. So fiel es Hansa leicht, weit in der Spielhälfte der Gastgeber nach Herzenslust zu dirigieren und den Rhythmus der Begegnung vorzugeben. Das unsichere Passspiel der Platzherren tat ein Übriges. In der Offensive gingen den Gastgebern schnell die Ideen aus. Nur zwei- oder dreimal gelang es, Angriffe durchdacht und organisiert über die Außenpositionen vorzutragen, viel zu wenig, um die gar nicht sattelfeste Abwehrreihe des Gastes ernsthaft und dauerhaft unter Druck zu setzen. Und die kargen guten Einschussmöglichkeiten verpufften, weil inkonsequent und zu spät aus den anderen Mannschaftsteilen nachgerückt wurde. Der 0:3-Rückstand beim Pausenpfiff basierte dann auch noch auf der einen oder anderen Nachlässigkeit im Abwehrverhalten der Marzahner. Über die zweite Halbzeit sollte man eigentlich schamhaft und schnell das Mäntelchen des Schweigens werfen. Der von Neuzugang Saleh Omer Khalaf in seinem ersten Pflichtspiel erzielte Anschlusstreffer (48. Minute) krönte die wohl einzige gelungene Aktion der Marzahner, erwies sich aber schon wenige Sekunden später als Strohfeuer. Mit dem 1:4 in der 49. Minute zer­fiel die recht rudimentär ausgebildete mannschaftliche Geschlossenheit der Marzahner endgültig in ihre Einzelteile. Als absolut kontraproduktiv erwies sich dann noch die sukzessiv abnehmende taktische Disziplin. Die individuell geprägten Aufgaben auf den jeweiligen Spielpositionen blieben arg vernachlässigt. Letztendlich führte das dazu, dass Hansa am Geraer Ring einen recht geruhsamen Nachmittag verlebte, nie ernsthaft gefordert wurde und nach Belieben auf dem Kunstrasen agieren konnte. Zu konstatieren bleibt also ein ernüchternder, kraftloser Auftritt der Marzahner, der erbarmungslos alle „Baustellen“ offenbarte. Um erfolgreich zu sein, gilt es, die diesbezüglichen Anstrengungen zu intensivieren und beständig die individuellen Schwächen zu reduzieren. Wenn man das will und kann, wäre eine wichtige Voraussetzung geschaffen.                                                                                     - mk -



5. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Donnerstag, den 26. September 2019

1. FC Marzahn   -   SV Treptow      2  :  5   ( 2  :  4 )

Individuelle Fehler entscheiden das Spiel

Im Kellerduell ihrer Liga-Staffel blieben die Marzahner rein ergebnistechnisch weit von einem Erfolg ent­­fernt. Auch wenn dieser 3-Tore-Unterschied auf dem Kunstrasen nicht auszumachen war, stand am Ende ein zerfahrener und enttäuschender Auftritt der Gastgeber zu Buche. Zwar mangelte es nicht an Motivation, Willen und Entschlossenheit, aber es gelang nicht, daraus genügend Inspiration, Spaß am Fußballspiel und Konzentration auf das Wesentliche zu entwickeln. Wieder hemmte ein vermeidbares frühes Gegentor den Tatendrang der Marzahner, die aber in der Folgezeit zunächst mehr in das Geschehen investierten und nach einer halben Stunde nicht unverdient 2:1 in Führung gingen. Damit schien der Grundstein für einen späteren Erfolg gelegt, denn ein zumindest optisches Übergewicht der Marzahner war zu diesem Zeitpunkt unverkennbar. Die Treptower hatten sich weitestgehend zurückgezogen, leisteten aber eine recht gute und insbesondere konsequente Abwehrarbeit. Die eher wenig organisierten Angriffsaktionen der Marzahner kamen ihnen dabei entgegen. Ansonsten lauerten die Gäste auf die Fehler der Platzherren. Dabei entwickelten sich dann die „langen“ Bälle und der effiziente Konterfußball zum Schlüssel für den späteren Erfolg. Die Summe der individuellen Marzahner Fehler erstickte alle durchaus vorhandenen Bemühungen im Keim. Hinzu kam, dass die noch immer ausbaufähige mannschaftliche Geschlossenheit viel zu schnell in ihre Einzelteile zerfiel. Gemessen am Spielverlauf schien der 2:4-Pausenrückstand der Marzahner noch längst kein Fingerzeig auf den späteren Sieger zu sein. Treptow tat wenig für eine Spielgestaltung und beschränkte sich auf die Konter. Trotzdem bemerkte man in der zweiten Halbzeit schnell, dass den Gastgebern die Ideen, eine große Portion Spielverständnis und wohl auch der Glaube an einen Erfolg ausgingen. Sie fanden leider in keiner Phase der Begegnung die Mittel und Möglichkeiten, um einen stark limitierten Gegner erfolgreich bekämpfen zu können. Und die diversen „Baustellen“ der Marzahner wurden schonungslos aufgedeckt. So blieb am Ende eine 2:5-Niederlage zu konstatieren, die besonders schmerzt, weil der SV Treptow außer Cleverness und Effizienz beim Abschluss keinesfalls mehr in die Waagschale zu werfen hatte. Der 1. FC Marzahn muss weiter auf ein Erfolgserlebnis warten. In manche gute Ansätze gilt es nun Konstanz und Durchsetzungsvermögen zu injizieren und beharrlich an den Schwächen zu arbeiten. Gepaart mit dem notwendigen Trainingsfleiß und geduldiger Arbeit, zahlt sich das früher oder später aus.                                                                                                                                          - mk -



4. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Sonntag, den 15. September 2019

BSC Rehberge II   -   1. FC Marzahn      14  :  0   ( 7  :  0 )

Überforderte Marzahner ohne den Hauch einer Chance

Das hatten sich die Marzahner deutlich anders vorgestellt. Beim bislang eher weniger erfolgsverwöhnten BSC Rehberge II gerieten sie eklatant „unter die Räder“. Der Umstand, dass dem Gastgeber erst seit dem vergangenen Freitag der komplette Kader mit Spielern, die in höherklassigen Ligen aktiv waren, zur Verfügung steht, relativiert zwar das Geschehen, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich das Gros der Marzahner recht kampf- und kraftlos dem erbarmungslosen Schicksal ergab. Der Ausfall einiger wichtiger Stammspieler mag auch nicht als Entschuldigung taugen, denn den Gästen mangelte es insbesondere an Laufbereitschaft, Zweikampfstärke und Spielübersicht. Rehberge schalte­te und waltete nach Belieben, ließ sich seinen Aktionsradius nie beschneiden, zelebrierte seine technische, körperliche sowie spielgestalterische Überlegenheit und blieb auch in den Laufduellen zumeist Sieger. Die Angriffe bauten die Gastgeber ruhig und gelassen auf, überrumpelten die Marzahner dann mit ihren Tempoattacken und spielten die meisten Torerfolge ohne jeglichen Klimbim wunderschön heraus. Dem hatten die Gäste wenig entgegenzusetzen. Die eigenen, zaghaft und schleppend vorgetragenen Angriffsbemühungen scheiterten durch die vielen Passungenauigkeiten schon im Ansatz. Das Timing bei den Zuspielen geriet zur planlosen Glückssache. Dass Fußball als Bewegungsspiel gilt, blieb in allen Mannschaftsteilen ein gut gehütetes Geheimnis und dass sich die mannschaftliche Geschlossenheit in Windeseile in ihre Einzelteile zerlegen ließ, muss sich die Mannschaft sehr wohl vorwerfen lassen. Auch wenn die Marzahner mit Sicherheit nicht die einzigen bleiben werden, die im Stadion Rehberge vorgeführt wurden, taugt das nicht wirklich als Trost. Realistisch betrachtet, absolvierten die Gäste eine Lehrstunde, in der sie auf den Boden der Tatsachen geerdet wurden und alle Schwächen aufgezeigt bekamen. Man ist gut beraten, dies so anzunehmen und zu verarbeiten. Auch wenn die Marzahner noch weit davon entfernt sind, stabil und zuverlässig ihr Leistungspotential abzurufen, gibt es eine ausbaufähige Entwicklung, der man die erforderliche Zeit einräumen muss. Und für die Auffrischung des recht ramponierten Selbstbewusstseins lässt sich schon am kommenden Wochenende einiges tun. Dafür könnte der FC Treptow ein durchaus hilfreicher Spielpartner sein. Also: Aufstehen, Krone richten, Weitergehen!                                                                                                                           - mk -



3. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Sonntag, den 08. September 2019

1. FC Marzahn   -   SC Lankwitz      3  :  4   ( 1  :  1 )

Dem haushohen Favoriten alles abverlangt

In der packenden, kurzweiligen und temporeichen Begegnung mit dem SC Lankwitz lieferten die Marzahner ihre bislang beste Saisonleistung ab und schrammten nur knapp an einem Punktgewinn vorbei. Natürlich hatten sich das die Gäste ganz anders vorgestellt. Sie spekulierten eher auf ein zweistelliges Er­gebnis und erwarteten einen gemütlichen Sonntagnachmittag. Von beidem blieben die Lankwitzer dann weit entfernt. Endlich gelang es den Gastgebern, eine Anfangsviertelstunde (mit etwas Glück) un­­ge­rupft zu überstehen. Und mit zunehmender Spielzeit sowie wachsendem Selbstvertrauen nutzten sie ihre Mittel und Möglichkeiten, um dem haushohen Favoriten Paroli zu bieten. Die spielerischen und fußballtechnischen Defizite kompensierten die Marzahner mit hohem Einsatz, nie erlahmendem Kampfgeist und einem stark verbesserten taktischen Verhalten. Sie ließen sich nie in der eigenen Spielhälfte ein­schnüren, bemühten sich ansehnlich um das Spiel über die Außenpositionen und übten immer wieder Druck auf die nicht so ganz sattelfeste Abwehrreihe des Gegners aus. Die energischen Attacken der Marzahner erzielten bei den Gästen schnell  die entsprechende Wirkung und das immer wieder aufblitzende exzellente Kurzpassspiel der Lankwitzer verpuffte irgendwo in der vielbeinigen Marzahner Abwehrriege. Für einen Torerfolg blieb dem Favoriten praktisch nur der Weg „durch die Mitte“, denn die Marzahner Außenverteidiger beherrschten ihr Terrain klar und ließen wenig zu. Auch das Angriffsspiel der Platzherren wirkte vergleichsweise variabler. Den ersten Treffer erzielten trotzdem die Lankwitzer. Immerhin hielt das Abwehrbollwerk der Marzahner bis zur 29. Minute. Die Vorfreude der Gäste auf einen sich vermeintlich nun sukzessive ausbauenden Treffervorsprung währte allerdings nicht lange. Nur drei Minuten später bugsierte Martin Zonoobi das runde Leder in bekannter, unkonventioneller Manier über die gegnerische Torlinie. Spätestens jetzt waren die Marzahner als ernstzunehmender Kontrahent akzeptiert. 1:1 hieß es beim Pausenpfiff und beide Mannschaften hatten ihr Pulver noch längst nicht verschossen. Die spannendste Phase der Partie gestaltete sich dann zwischen der 59. und der 71. Spielminute. Zweimal ging Lankwitz in Führung, zweimal glich Marzahn aus (Mirco Axmann per Strafstoß und Martin Zonoobi). Ein drittes Mal gelang das trotz durchaus vorhandener Möglichkeiten nicht mehr. Auch wenn die Platzherren die letzten Reserven in die Waagschale warfen, war der Kräfteverschleiß schlicht und einfach zu groß, um den erforderlichen Druck hoch zu halten. Respekt und Anerkennung hat sich die Mannschaft mit einer starken Leistung allemal verdient. Bei Lankwitz blieb der große Jubel beim Schlusspfiff aus. Man war nur noch heilfroh, mit einem „blauen Auge“ davongekommen zu sein. Wenn es den Marzahnern gelingt, Kampfgeist, Mut und Einstellung aus dieser Partie halbwegs zu konservieren, muss ihnen vor den nächsten Begegnungen nicht bange sein. Auch wenn der eine oder andere Rückschlag kaum vermeidbar ist, zeigt die Leistungskurve klar nach oben.                                                                                                                             - mk -



2. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Sonntag, den 01. September 2019

FSV Fortuna Pankow II   -   1. FC Marzahn      5  :  2   ( 4  :  1 )

Zu viel Eigensinn und Nervosität, zu wenig mannschaftliche Geschlossenheit und Überblick

Die Bilder gleichen sich. Auch im zweiten Saisonspiel blieben die Marzahner erfolglos. Dabei agierten sie auf dem Kunstrasen durchaus gleichwertig und engagiert. Und die Anzahl der Einschussmöglichkei­ten sprach dann ebenso für die Gäste. Diese scheiterten vordergründig an ihrer Abschlussschwäche bzw. Chancenverwertung. Das Hauptmanko bestand aber einmal mehr in der fehlenden taktischen Disziplin, im noch nicht ausgeprägten Zusammenspiel aller Mannschaftsteile, in der fehlenden Präzision beim Passspiel und in der zu hohen Summe individueller Unzulänglichkeiten. An Einsatz und Willen haperte es nicht, aber der organisatorische „rote Faden“ ging viel zu oft, auch mangels ausgeprägter hierarchischer Strukturen, verloren. Erneut kassierten die Marzahner durch einen eher fragwürdigen Straf­stoß ein frühes Gegentor. Doch gleich danach entwickelten die Gäste eine starke Druckphase und erspielten sich eine ganze Reihe Erfolg versprechender Einschussmöglichkeiten. Diese wurden leider leichtfertig, überhastet und glücklos vergeben. Fortuna Pankow setzte in der ersten Halbzeit auf Konterattacken, die geschickt in die Schnittstellen der Viererkette platziert wurden. Die sich daraus ergebenden Torchancen nutzte der Gastgeber konsequent. Obwohl ein sehenswerter Treffer von Dennis Klann die Marzahner auf einen 1:2-Zwischenstand heranbrachte, waren die Pankower bis zum Halbzeitpfiff ohne größere Mühen und Anstrengungen 4:1 enteilt. In der zweiten Spielhälfte agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe. Auch wenn die hochsommerlichen Temperaturen bei den Gastgebern wohl etwas mehr ins Gewicht fielen, konnten die Marzahner daraus keinen Nutzen ziehen. Sie fanden auch gegen die schwächelndenPankower nicht die entscheidenden Mittel und Möglichkeiten, um das Spiel noch wenden zu können. So blieb die zweite Halbzeit arm an Höhepunkten. Die Marzahner quittierten die zweite Saisonniederlage und scheiterten erneut an fehlender Cleverness, Nervosität und einer großen Portion Eigensinnigkeiten. Aus Marzahner Sicht war es ein Spiel verpasster Möglichkeiten. Dem einen oder anderen Akteur fällt es noch immer schwer, Fußball als Mannschaftssport zu verstehen. Weniger Eigensinn und mehr mannschaftliche Geschlossenheit täten der Sache gut. Das wird wohl auch in den nächsten Spielen die Herausforderung sein, in der sich der Schlüssel zum Erfolg befindet. Dieser Lernprozess erfordert allerdings auch Zeit und Geduld. Und es gibt keinen Grund für die Annahme, dass dies nicht gemeistert werden könnte. Entsprechenden Trainingsfleiß vorausgesetzt, wird mehr oder weniger schnell zu der Stabilität gelangt werden können, die – gepaart mit Einsatz, Cleverness und Selbstvertrauen – die notwendigen Komponenten für eine erfolgreiche Spielgestaltung vereint.                                                                                                                                  - mk -



2. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Samstag, den 24. August 2019

1. FC Marzahn   -   SC Lankwitz                  Ausfall   
  

Der angesetzte Schiedsrichter - Marcel Winterberg - fehlte und eine Ersatzlösung konnte nicht gefunden werden. Das Spiel wird neu angesetzt.


1. Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 am Sonntag, den 18. August 2019

1. FFV Spandau   -   1. FC Marzahn      5  :  3   ( 2  :  2 )

Unerfahrenheit und fehlende Cleverness kosten einen Punktgewinn


Der 1. FC Marzahn startete mit einer Niederlage in die neue Saison. Trotzdem erscheint es bemerkenswert, dass überhaupt eine Herren-Mannschaft des Vereins den Spielbetrieb aufnehmen konnte. Nachdem fast alle Leistungsträger das Team zum Ende der vergangenen Saison verließen, stand mit einem quantitativ überschaubaren „Fähnlein der Aufrechten“ ein radikaler Umbau an, zunächst zaghaft, mittler­weile aber durchaus Erfolg versprechend. Auch wenn die fehlende Spielpraxis ein deutliches Manko dar­stellt, gibt es eine ganze Reihe positiver Ansätze, die mit der Zeit zu stabilisierenden und spielentscheidenden Faktoren wachsen werden. Die diesbezügliche Zielsetzung besteht darin, spätestens zum Beginn der Rückrunde konkurrenzfähig auf den Fußballplätzen unterwegs zu sein. Das sollte gelingen, denn bereits in der ersten Meisterschaftsbegegnung beim 1. FFV Spandau agierten die Marzahner auf Augenhöhe und vergaben den durchaus möglichen Punktgewinn erst in der Schlussphase der Partie. Den ersten Gegentreffer kassierten die Gäste bereits nach 64 Sekunden. Der spätere Spandauer Dreifach-Torschütze Fabian Kraft köpfte einen Flankenball ungehindert und unhaltbar ins Netz. Dies ließ Ärgeres befürchten, blieb letztendlich aber nur eine „Fußnote“ der Begegnung. Der Gastgeber erreichte zwar mehr Ballbesitz, kam aber kaum zu nennenswerten Druckphasen. Außerdem tat er sich zumindest in der ersten Halbzeit schwer, den quirligen Martin Zonoobi unter Kontrolle zu bringen. Dieser traf dann auch in der 14. und 20. Minute und stellte die zwischenzeitliche 2:1-Führung der Marzahner her. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang den Spandauern noch der Ausgleichstreffer, als ein abprallender Ball wiede­rum Fabian Kraft genau vor die Füße fiel und nur noch eingeschoben werden musste. In der zweiten Halbzeit gab es für beide Mannschaften genügend Möglichkeiten, einen vorentscheidenden Torevorsprung herauszuschießen. Auch nach dem erneuten Spandauer Führungstreffer in der 67. Minute wehrten sich die Marzahner vehement gegen die drohende Niederlage. Allerdings wollten die Gäste nach dem von Vasile Morari in der 80. Minute erzielten 3:3-Ausgleichstreffer zu viel. Es fehlten insbesondere die Ruhe und die Gelassenheit, um den einen Punkt festzuhalten und es gelang nicht mehr, die im Kampf um den Toreausgleich aufgegebene Grundordnung wieder herzustellen. Spandau nutzte das clever und konsequent und die Gäste zahlten entsprechend Lehrgeld. Zu konstatieren bleibt aber, dass die Marzahner auf einem guten Weg sind und - Trainingsfleiß und Geduld vorausgesetzt - überhaupt nicht zwangsläufig zu den Underdogs dieser Liga gehören müssen.                                        - mk -

Trainerteam

Uwe Markau ( Trainer )
Telefon: 0170 / 5822593
E-Mail schreiben

Trainingszeiten

Dienstag: 19:30 - 21:00 Uhr
Donnerstag: 19:30 - 21:00 Uhr

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