Aktuelle Spielberichte Saison 2022/2023

Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 04. Dezember 2022

Borussia Pankow II  -  1. FC Marzahn      2  :  0   ( 0  :  0 )


Für eine gute Leistung nicht belohnt

Das sah doch diesmal wirklich nach gutem Fußball aus, was da in 90 spannenden und kurzweiligen Minuten auf dem Kunstrasen passierte. Dabei ließen die Vorzeichen allerdings nur wenig Hoffnung auf einen Punktgewinn aufkeimen. Borussia Pankow gehört zur erweiterten Tabellenspitze und unterlag in den letzten acht Spielen nur einmal. Marzahn war zuletzt eher suboptimal unterwegs und kämpfte stets mit der großen Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Außerdem stand für diese Begegnung nur ein mehr als schmaler Kader mit zwölf einsatzfähigen Aktiven zur Verfügung. Und auch das Wetter sorgte dafür, dass Fußballspielen kaum als geeignete Freizeitaktivität wahrgenommen werden konnte. All das blieb am Ende aber bedeutungslos, denn wer nicht zugeschaut hat und dabei war, versäumte gut verdauliche Fußballkost auf einem deutlich überdurchschnittlichen Kreisliga-C-Niveau. Mit dem Anpfiff der Begegnung übernahmen die Marzahner die Initiative, zeigten viel Präsenz im Mittelfeld, spielten recht konsequent über die Außenpositionen und behaupteten sich in den Zweikämpfen. Das Bemühen, miteinander zu agieren, war diesmal sehr ausgeprägt und ließ viel Spielfreude aufflammen. Auch wenn die erste Halbzeit torlos blieb, ging die „B-Note“ klar an die Marzahner, die das Spielgeschehen weitestgehend bestimmten, viel Ballbesitz generierten und druckvollen Offensivfußball zelebrierten. Leider verblasste die Herrlichkeit an der gegnerischen Strafraumgrenze. Einerseits verteidigten die Pankower ihr Gehäuse geschickt und aufopferungsvoll, andererseits fehlte den Marzahnern die notwendige Konsequenz und das Quäntchen Glück bei den Abschlussversuchen. Auch wenn sie fast alle notwendigen Tugenden auf den Platz zauberten, „Vollstreckerqualitäten“ gehörten einmal mehr nicht zu ihrem Portfolio. Nach dem Wiederanpfiff der Partie änderte sich zunächst wenig am Spielgeschehen, obwohl den Gastgebern ihre üppig besetzte Wechselbank klar zugutekam. Den berühmt-berüchtigten neuralgischen Punkt erreichte die Begegnung nach einer runden Stunde Spielzeit und führte leider zu fatalen Folgen für die Gäste. Zunächst kullerte der Ball nach einer verunglückten Abwehraktion vom Fuß des Marzahner Abwehrchefs ins eigene Netz. Der gleiche Akteur klärte nur zwei Minuten später einen eher ungefährlichen Flankenball mit der Hand. Die Elfmeter-Einladung nahmen die Pankower gerne an, verwandelten sicher und ließen im weiteren Verlauf der Partie nichts mehr anbrennen. Natürlich ging der jähe Doppelschlag nicht spurlos an den Marzahnern vorbei. Sie blieben zwar weiterhin am Drücker und kämpften zumindest um eine Resultatsverbesserung, aber ein Torerfolg war ihnen leider nicht vergönnt. So bleiben dann am Ende ein tragischer Spielverlauf, eine Menge Pech und eine unverdiente Niederlage zu konstatieren. Attestieren muss man allen eingesetzten Marzahnern eine starke Leistung, auf die man gut aufbauen kann. Es bleibt zu hoffen, dass viel Schwung in die Partie am kommenden Wochenende mitgenommen werden kann. Dann wird der momentane Tabellenführer FC Hertha 06 III am Geraer Ring zu Gast sein                                                                                                                                                                                                                                                                  - mk -



Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 27. November 2022

1. FC Marzahn  -  SFC Stern 1900 III      3  :  6   ( 2  :  3 )

Das war gar nichts

Die eher favorisierten Marzahner gingen gegen den Gast aus Steglitz sang- und klanglos unter und quit­tierten am Ende eine durchaus vermeidbare Niederlage. Natürlich gibt es solche Tage, an denen nichts zusammenläuft. Insbesondere in der ersten Spielhälfte bestimmten die Marzahner das Geschehen auf dem Kunstrasen und erarbeiteten sich eine Vielzahl „hundertprozentiger“ Einschussmöglichkeiten, bei deren Auslassen man sich gegenseitig überbot. Das animierte zwar zu weiteren druckvollen Offensivbemühungen, führte dann aber auch zu einer recht schludrigen Defensivarbeit, die die beeindruckend effizienten Steglitzer gnadenlos bestraften. An eine Niederlage mochte man aber beim Pausenpfiff trotz des knappen Torerückstandes nicht glauben, weil sich die optische Überlegenheit sehr klar ausmachen ließ. Auch nach dem 2:4 schien noch alles möglich. Mit zunehmender Spielzeit verloren die Marzahner aber mehr und mehr den Spielfaden, fanden nicht mehr zu durchdachten Aktionen und verloren sich in kräftezehrenden Solobemühungen. Wieder einmal fand sich in den Reihen der Marzahner niemand, der Führungsqualitäten offenbarte, als „Leitwolf“ agierte und die Mitspieler aus der zunehmenden Lethargie reißen konnte. Und so nahm das Unheil dann seinen Lauf. Leicht übertrieben generierten die Steglitzer aus vier Chancen sechs Treffer und nahmen am Ende gerne die drei Punkte an, die nicht aus der eigenen Spielstärke erwuchsen, sondern aus dem eklatanten Fehlverhalten der Marzahner. Das eigentliche Leistungsvermögen der Platzherren blitzte immer dann auf, wenn mit hohem Tempo über die Außenpositionen gespielt wurde. Leider geschah dies viel zu selten. Und ohne bedingungslose Laufbereitschaft, aufopferungsvolles Zweikampfverhalten und ausreichend gutes Passspiel lassen sich solche Spiele nicht gewinnen. Zu konstatieren bleibt wohl ein kollektives Versagen, das sich durch alle Mannschaftsteile zog und von den zwei oder drei „Arbeitswilligen“ nicht zu kompensieren war. Der ge-brauchte Tag sollte natürlich eine angemessene Auswertung erfahren und dann schnell ad acta gelegt werden. Denn, wie man Spiele gewinnt und verliert, dafür erhielten die Marzahner eine Lehrvorführung, leider nicht kostenlos, sondern mit der Abgabe von drei Punkten verrechnet.  
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Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 30. Oktober 2022

1. FC Marzahn  -  BSV Eintracht Mahlsdorf IV      8  :  1   ( 2  :  1 )

Marzahn in der Erfolgsspur

Der 8:1-Endstand nach sehenswerten 90 Minuten guter Fußballkost dokumentiert die deutliche Überlegenheit der Marzahner in allen Spielphasen, das gelungene Bemühen, individuelle und mannschaftliche Stärken in den Aktionen besser zur Geltung zu bringen sowie Schwächen konsequent auszumerzen. Der Leidtragende blieb somit der tapfere Gast aus Mahlsdorf, der am Ende mit den 8 Gegentoren noch glimpflich davonkam. Dabei begann die Partie alles andere als optimal. In der 4. Minute prüfte Fouad Chaib den eigenen Keeper und produzierte ein Eigentor. Glücklicherweise währte die Freude der Gäste nicht lange. 14 Minuten später hatten Fabio Gjakola und Paul Busch mit meisterlichen Freistößen die Marzahner in Führung geschossen. Auch danach erarbeiteten sich die Gastgeber eine Vielzahl Einschussmöglichkeiten, die zu oft überhastet, unkonzentriert oder eigensinnig vergeben wurden. Mahlsdorf blieb zwar über die gesamte Spielzeit weitestgehend in die Defensive gedrängt, kam aber hin und wieder zu gefährlichen Konterattacken, ohne die Marzahner ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können. Insbesondere bleibt hervorzuheben, dass die Platzherren in den meisten Situationen spielerische Lösungen suchten und fanden, dass das Zusammenwirken aller Mannschaftsteile gut funktionierte und ein recht kultiviertes Passspiel zelebriert wurde. Die quirligen Angriffsspitzen der Marzahner konnten nie von den Gästen kontrolliert werden. Immer dann, wenn die Platzherren schnell und konsequent über die Außenpositionen spielten, waren sie kaum zu bremsen und sorgten für eine stetige Überforderung der Mahlsdorfer. Der 2:1-Pausenstand verdeutlichte lediglich die unzureichende Chancenverwertung der Gastgeber, was dann in der zweiten Halbzeit repariert wurde. Mit den Treffern von Fabio Gjakola unmittelbar nach dem Wiederanpfiff und Heorgii Kyrlik war die Partie entschieden. In der Folgezeit entwickelte sich ein recht einseitiges Geschehen, das die Marzahner klar dominierten und das mit einem verschossenen Strafstoß und dem Hattrick des eingewechselten Manh Son Mai noch einige Höhepunkte fand. Insgesamt stimmte diesmal neben dem Ergebnis auch das dazugehörige Spiel. Der Anschluss an das Tabellenmittelfeld ist geschafft und man darf gespannt sein, was da noch geht.

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Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 23. Oktober 2022

Cimbria Trabzonspor II  -  1. FC Marzahn      1  :  6   ( 1  :  1 )

Erster Saisonsieg der Marzahner

Am achten Spieltag der aktuellen Saison gelang den Marzahnern endlich der erste, längst überfällige und insbesondere hoch verdiente Sieg. Während das Endergebnis wenig Spielraum für Interpretationen zulässt, war auf dem Kunstrasen bei weitem nicht alles unter der Rubrik „eitel Sonnenschein“ abzulegen. Einmal mehr liefen die Marzahner einem frühen Treffer des Gegners hinterher und entwickelten dabei wenig Konstruktivität. Zwar bemühte man sich um ein höheres Spieltempo, scheiterte aber immer wieder an den Ungenauigkeiten im Passspiel, an planlosen Aktionen und Unkonzentriertheit bei den diversen Einschussmöglichkeiten. Hinzu kam, dass die Konterattacken von Cimbria Trabzonspor eine latente Gefahr ausstrahlten. Fast 30 Minuten mussten vergehen, bis Paul Busch der erlösende Ausgleichstreffer gelang, der zugleich den Halbzeitstand markierte. In der zweiten Spielhälfte war vom Gegner nicht mehr viel zu sehen. Falls es einen Plan der Platzherren gegeben haben sollte, zerstob dieser spätestens in der 49. Minute, als Andreas Renje mit einem scharfen Schuss ins „Schwarze“ traf. Der Nerv des Gegners war gezogen und die nachfolgende Konfusität nutzten die Marzahner um das Torekonto innerhalb von 15 Minuten mit 4 weiteren Treffern auszubauen. Leider kam den Gästen dann im Angesicht des sicheren Sieges ihre spielerische Linie abhanden. Sie verloren sich in sinnlosen Einzelaktionen und überboten sich im Auslassen hochkarätiger Einschussmöglichkeiten. Hier mangelte es dann eindeutig an der notwendigen taktischen Disziplin, Abgeklärtheit und Konzentration, um solche Spiele ruhig und sicher über die Zeit zu bringen. Ein schwer angeschlagener Gegner, dessen überschäumende Emotionen und viele kleine Nickligkeiten drängten die Marzahner in Situationen, mit denen sie nicht immer gut und souverän umgehen konnten. Auch daran muss dringend gearbeitet werden. Ansonsten bliebe dann aus Marzahner Sicht nur noch ein verschossener Handelfmeter „unter den Teppich zu kehren“. Das Positive, ein deutlicher Sieg, sei hiermit auch klar hervorgehoben. Erwähnenswert bleibt eine gute Abwehrarbeit, auch wenn das eine oder andere „auf der letzten Rille“ geregelt werden musste. Trotzdem ergibt sich in allen Mannschaftsteilen noch viel Luft nach oben. Schon am kommenden Wochenende kann man daran arbeiten, denn mit Eintracht Mahlsdorf IV wartet eine machbare Aufgabe auf die Marzahner.                                                                                                                                              - mk -



Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 16. Oktober 2022

SV Norden-Nordwest II  -  1. FC Marzahn      4  :  1   ( 2  :  1 )

Deutlich unter Wert bezwungen

Der 4:1-Endstand spiegelt das abwechslungsreiche und spannende Geschehen auf Deutschlands ältestem und somit traditionsreichen Vereinssportplatz auch nicht annähernd wieder. Die Anzahl der Einschussmöglichkeiten, der Ballbesitz und das gewachsene Spielvermögen sprachen durchaus für die Marzahner. Allerdings trafen sie auf einen gnadenlos effizienten SV Norden-Nordwest, der zwei meisterliche Freistöße unhaltbar verwandelte und dazu zwei „Gastgeschenke“ der Marzahner dankbar annahm. So konnten die Gäste zwar die individuellen Stärken des Gegners bei der Ballbehandlung und im Passspiel gut kompensieren, scheiterten aber letztendlich an den wenigen vermeidbaren Fehlern. Was man den Marzahnern allerdings ankreiden muss, sind die immer noch rudimentär ausgebildete Bewegung ohne Ball und die Präzision, sowie Kaltschnäuzigkeit bei der Nutzung der Einschussmöglichkeiten. Dreimal verhinderte die „Latte“ einen Marzahner Torerfolg. Ansonsten wurde der sinnigerweise in den Marzahn-Farben aufgelaufene NNW-Torwart eher angespielt, als dass man versuchte, ihn zu bezwingen. Noch immer fällt es den Marzahnern schwer, die Mittel und Möglichkeiten zu erkennen und anzuwenden, die eine effiziente und Erfolg versprechende Bekämpfung des Gegners gewährleisten können. Viel zu oft passte man sich dem eher minimalistischen Bewegungsdrang der Platzherren an, anstatt bedingungslos auf das „Gaspedal“ zu drücken. Einer Tempohatz der Marzahner hätte der Gastgeber nur wenig entgegenzusetzen gehabt. Die stärkste Phase der Gäste ergab sich nach dem Ausgleichstreffer. Doch der absolut greifbare Führungstreffer wollte nicht gelingen. Auch in der zweiten Halbzeit erzwangen die Marzahner ein ausgeglichenes Spiel, vernachlässigten aber bei den vielen Offensivbemühungen zu häufig die Absicherungen in der Defensive. So stellten die stets auf Konter lauernden Gastgeber eine latente Gefahr dar. Die wenigen individuellen Fehler der Marzahner wurden hart bestraft und führten dazu, dass sie beim Schlusspfiff einmal mehr mit leeren Händen dastanden. Erwähnenswert bleibt noch, dass es für das Spiel keine Schiedsrichteransetzung gab und mangels anderer praktikabler Möglichkeiten ein NNW-Akteur die Partie pfiff. Und der machte das sehr fair und ordentlich.

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Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 02. Oktober 2022

BSV Oranke  -  1. FC Marzahn      3  :  3   ( 0  :  3)

Viel Licht und viel Schatten

Zwar befindet sich nach fünf Meisterschaftsspielen lediglich eine Niederlage im Tätigkeitsnachweis der Marzahner, aber andererseits hieß es gegen den benachbarten BSV Oranke beim Schlusspfiff schon zum vierten Mal „unentschieden“. Damit gestaltet sich das Punktesammeln weiterhin beschwerlich und mühsam. Beide Mannschaften absolvierten in einer rasanten, spannenden Begegnung einen neunzigminütigen „Ritt auf der Rasierklinge“ und reizten die Klaviatur der Gefühle und Emotionen voll aus. Sie zelebrierten von Beginn an Offensivfussball in Reinkultur, drängten stetig in die jeweiligen Strafräume und erarbeiteten sich eine Vielzahl von Einschussmöglichkeiten. Dabei wirkten die Marzahner zunächst etwas konsequenter und zielstrebiger. Immerhin dauerte die torlose Zeit bis zur 30. Minute. Als Paul Busch im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht wurde und Jonathan Geist den fälligen Strafstoß sicher verwandelte, schien der Bann gebrochen. Fabio Gjakola und Ahmed Musa sorgten wenig später für den 0:3-Zwischenstand, der dann auch das Halbzeitergebnis markierte. Gute Möglichkeiten, das Spiel bereits vor dem Pausenpfiff vorzuentscheiden, ließen die Marzahner leider aus. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich völlig unerwartet ein ganz anderes Spiel. Oranke dominierte klar und deutlich das Geschehen, ließ kaum noch Erfolg versprechende Angriffe der Marzahner zu und erhöhte stetig den Druck auf das Gehäuse der Gäste. Natürlich trugen die Anschlusstreffer in der 51. und 55. Minute zur Verunsicherung der Marzahner bei. Insbesondere in den neuralgischen Phasen dieser Partie mangelte es ihnen an Konzentration, Übersicht und Spielverständnis. Einmal mehr vermisste man auch die „ordnende Hand“, Geduld beim Spielaufbau und das mannschaftliche Zusammenwirken, das eine gewisse Kommunikation voraussetzt. Und so kommt es dann, wie es kommen muss. In der 79. Minute belohnte sich Oranke für viel Kampfgeist, Mut und Ausdauer mit dem umjubelten Ausgleichstreffer. In der spannenden und dramatischen Schlussphase agierten beide Mannschaften nochmals voll offensiv und setzten auf einen jederzeit möglichen „Lucky Punch“. Letztendlich war dann aber auch der Fußballgott einsichtig und verweigerte beiden Mannschaften nach einem Spiel, das insgesamt keinen Gewinner verdient hatte, den Sieg. Den Zuschauern bot sich über 90 Minuten ein tolles Spektakel, während sich bei den direkt Betroffenen die eine oder andere Sorgenfalte einbrannte. Zu konstatieren bleibt, dass die Marzahner auch beim bislang unbezwungenen BSV Oranke bestehen konnten. Und es gibt noch viel Luft nach oben,                                                                                                                                               - mk -



Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 11. September 2022

SC Berliner Amateure III  -  1. FC Marzahn      4  :  1   ( 1  :  0)

Marzahn investiert zu wenig

Die unchristliche Uhrzeit (Anstoß 09.30 Uhr) stellte schon ein böses Omen dar, denn wirklich anfreunden konnten sich die Marzahner mit dieser Begegnung nie. Der Gastgeber wirkte - um beim Sinnbild zu bleiben - deutlich wacher und engagierter, agierte konstruktiver und investierte mehr in diese Partie, die er am Ende nicht unverdient gewann. In der ersten Hälfte von Halbzeit 1 entwickelte sich ein eher zerfahrenes Spiel ohne besondere Höhepunkte oder gar zwingende Torchancen. Erst, als die Marzahner danach ihre Präsenz im Mittelfeld aufgaben, konnte der Gastgeber das Spiel nach seinen Vorstellungen gestalten und übte mehr Druck aus, ohne aber mehr Gefährlichkeit in Strafraumnähe zu generieren. Doch auch die Marzahner erarbeiteten sich einige gute Einschussmöglichkeiten, blieben allerdings bei ihren Abschlussversuchen stets zu zögerlich, überhastet und unkonzentriert. Als man sich unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff gedanklich wohl schon in die Pause verabschiedet hatte, nahm das Unheil seinen Lauf und markierte wohl auch den neuralgischen Punkt dieser Partie. Ein langer, ziemlich unmotiviert geschlagener Ball des Gegners tippt vor dem Keeper, der diesen völlig unterschätzt, auf, überwindet locker dessen Körpergröße und senkt sich elegant ins Netz. Pech und Höchststrafe gingen hier Hand in Hand. Natürlich blieben noch 45 Minuten Zeit, um eine drohende Niederlage abzuwenden. Eine wirkliche Trotzreaktion der Marzahner ergab sich aber nicht. Zwar mag man den Willen und das Wollen niemandem absprechen, jedoch gelang es einmal mehr nicht, Einzelaktionen zu einer mannschaftlichen Geschlossenheit zu bündeln. Die stereotype Spielweise blieb vom Gegner leicht beherrschbar, die Kommunikation auf dem Spielfeld war nur rudimentär ausgeprägt und so richtig „auf der allerletzten Rille unterwegs“ war man dann auch eher nicht. Kampf mutierte schnell zu Krampf und die „ordnende Hand mit Antreibermentalität“ wird weiter schmerzlich vermisst. Auch nach dem 2:0-Treffer unmittelbar nach der Halbzeitpause schien die Partie längst nicht entschieden zu sein. Letztendlich scheiterten die Marzahner aber an ihrer Ideen- und Planlosigkeit, an den grundlosen Tempoverschleppungen, am schlampigen Passspiel und den Unkonzentriertheiten beim Torschuss. Der immerhin verdiente, aber kaum erwartete Anschlusstreffer fiel zu spät. Auch beim Versuch, noch den Ausgleich zu erzwingen, blieben die Marzahner glücklos und mussten in der Nachspielzeit zwei weitere Gegentreffer hinnehmen. Zwar fällt eine Bilanz nach drei Spieltagen recht ernüchternd aus, aber zu konstatieren bleibt, dass man sich spielerisch stets mindestens auf Augenhöhe befand. Dieser unverzichtbare Siegeswille sowie dieses sich quälen wollen und können - diese Tugenden benötigen mehr Platz in den Köpfen der Akteure.                                                                                                                                                      - mk -



Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 28. August 2022

1. FC Marzahn  -  Polar Pinguin III      2  :  2   ( 1  :  0)

Marzahn lässt wieder Punkte liegen

Die Bilder gleichen sich. Auch im zweiten Meisterschaftsspiel der neuen Saison blieb den Marzahnern ein Sieg versagt. Wieder bestimmten sie über weite Strecken der Partie das Spielgeschehen, ohne eine zumindest optische Überlegenheit in ausreichend Tore ummünzen zu können. Dabei ließen die Gäste aus Mariendorf insbesondere in der ersten Halbzeit eine Vielzahl Einschussmöglichkeiten zu, die die Platzherren einmal mehr kläglich vergaben. Ohnehin bekamen die Marzahner den Spielfaden nie wirklich in den Griff. Sie agierten viel zu nervös, überhastet und auch planlos. Es fehlten die „ordnende Hand“ im Mittelfeld, der Anführer, der die immer wieder zerbröselnde mannschaftliche Geschlossenheit bündeln konnte und die Ideen, um einen Gegner, der nur über stark limitierte Möglichkeiten verfügte, effizient aushebeln zu können. Auch der recht frühe Führungstreffer der Marzahner brachte weder Sicherheit noch Ruhe in deren Aktionen. Spielerisch passte und passierte wenig. Gefährlichkeit generierten die Platzherren zumeist aus Einzelaktionen und der einen oder anderen Standardsituation. Da, wo wohl Spielfreude, Einsatz und Enthusiasmus als Schlüssel des Erfolgs gefragt waren, herrschten bei den Marzahnern Tristesse und Gehemmtheit, offensichtlich ein Zeichen dafür, dass mangelndes Selbstvertrauen schlicht und einfach das Ausschöpfen der individuellen und mannschaftlichen Stärken beeinträchtigte. Wenn man sich seiner spielerischen Möglichkeiten nicht sicher ist, fallen falsche oder suboptimale Entscheidungen, passieren unnötige Fehler und entstehen auf dem Kunstrasen sehr fragile Kräfteverhältnisse, die ständig zur Veränderung neigen. Ganz klar versäumten es die Marzahner in der ersten Halbzeit, einen beruhigenden Torevorsprung herauszuschießen. Auch der Ausgleichstreffer der tapferen Mariendorfer kurz nach dem Wiederanpfiff der Partie taugte nicht als Mahn- oder Weckruf. Die Aktionen der Marzahner blieben zerfahren, unorganisiert und hilflos. Am Willen und am Wollen mangelte es wohl nicht, aber letztendlich wuchs sich das, was jeder Einzelne in die Partie investierte, nicht zu einer mannschaftlichen Stärke aus. Zu zögerlich geführte Zweikämpfe, zu spätes Reagieren auf die Aktionen des Gegners, eine inakzeptable Fehlpassquote, suboptimale Pass- und Laufwege und immer wieder mehr Krampf als Kampf – da standen sich die Marzahner viel zu oft selbst im Wege. Was auch immer Mason Anjelski in der 68. Minute mit seinem Schuss aus einer wenig aussichtsreichen Position bezweckt haben mag, der Ball landete unhaltbar im gegnerischen Tor. Doch auch die neuerliche Führung erwies sich nicht als Initialzündung für eine erfolgreiche Schlussphase. Diese zu gestalten, überließ man großzügig dem Gegner. Die Marzahner gaben ihre Präsenz im Mittelfeld auf und beschränkten sich auf den Versuch, die knappe Führung mit einer instabilen Abwehrkette zu verteidigen – eine verhängnisvolle Entscheidung. Die Mariendorfer wollten wenigstens diesen einen Punkt retten und sie bekamen ihn. Erfolgreich Fußballspielen wird man erwiesenermaßen nur, wenn Kopf und Fuß ergänzend, inspirierend und gestaltend zusammenwirken. Diesen Nachweis blieben die Marzahner auch diesmal schuldig. Ärgerlich ist das allemal, aber letztendlich kein Hexenwerk, das man nicht zukünftig besser gestalten kann. Vielleicht gelingt das schon im nächsten Spiel.                                                                                                                                                                                               - mk -



Meisterschaftsspiel am Sonntag, den 21. August 2022

FSV Hansa 07 III  -  1. FC Marzahn      1  :  1   ( 0  :  1)

Da war deutlich mehr möglich

So richtig Freude kam bei den Marzahnern nach dem Abpfiff des ersten Meisterschaftsspiels der neuen Saison nicht auf. Zu deutlich und überlegen hatten sie das Spielgeschehen über weite Strecken der Partie bestimmt, versäumten es aber insbesondere in der ersten Halbzeit, dies auch ergebnistechnisch zu dokumentieren. Schon in der 2. Minute traf Ahmed Musa zur Marzahner Führung. In der Folgezeit bemühte sich der Gastgeber eher um eine Schadensbegrenzung. Nur wenige Male gelang es dem FSV Hansa 07 in den ersten 45 Minuten, die eigene Spielhälfte zu verlassen. Die Marzahner erarbeiteten sich eine ganze Reihe hochkarätiger Einschussmöglichkeiten, die aber einmal mehr überhastet, eigensinnig und unkonzentriert vergeben wurden. Da, wo Abgeklärtheit, Ideenreichtum und Übersicht gefragt waren, holten die Marzahner die Brechstange heraus und arbeiteten sich ziemlich erfolglos an der vielbeinigen Abwehr der Gastgeber ab. Viel zu sehr blieb das Erfolg versprechende Spiel über die Außenpositionen  rudimentär. Trotzdem schien es lange nur eine Frage der Geduld und der Zeit zu sein, bis der wohl vorentscheidende zweite Treffer der Marzahner fallen musste. Leider gelang es den Gästen nie, ein variables, planvolles und strukturiertes Spiel zu gestalten. So versank eine drückende Überlegenheit mehr und mehr in einem ineffizienten Anrennen auf den gegnerischen Strafraum, das den Gegner mit jeder bereinigten Situation einen neuen Kraftschub verlieh. Die knappe 1:0-Führung der Marzahner zur Halbzeitpause schmeichelte den Gastgebern gewaltig. Er hätte sich über einen Vier- oder Fünf-Tore-Rückstand kaum beschweren können. In der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel der Marzahner zusehends. Zwar änderte sich wenig an der Überlegenheit der Gäste, aber mit zunehmender Spielzeit sank die Laufbereitschaft vieler Akteure, die sich bislang in zermürbenden Zweikämpfen, suboptimalen Laufwegen und substanzlosen Sprintduellen aufgerieben hatten. Insbesondere das Deckungsverhalten, die Passgenauigkeit und das disziplinierte Stellungsspiel erreichten eine kritische Grenze, die nunmehr dem Gegner mehr Luft, mehr Raum und nun auch Torchancen ermöglichte. Obwohl die Folgen klar absehbar waren, fand sich niemand, der die Führungsrolle bei den Marzahnern beanspruchte und bereit war, sie zurück in ein ruhiges Fahrwasser zu lenken. Man musste kein ausgemachter Pessimist sein, um das Ende zu erahnen. In der 78. Minute gelang dem FSV Hansa 07 der viel umjubelte und wohl gar nicht mehr erwartete Ausgleichstreffer. Immerhin setzte er bei den Gastgebern nochmals zusätzliche Kräfte frei und die Marzahner mussten sich in den Schlussminuten noch gegen eine drohende Niederlage wehren. Zu Chancen für einen Siegtreffer kamen noch beide Mannschaften, mussten sich aber am Ende mit der Punkteteilung zufrieden geben. Für die Marzahner fühlte sich das ein wenig wie eine Niederlage an, weil aus einer überlegenen Spielführung nicht das dazu passende Resultat generiert werden konnte. Es bleibt nun eine Woche Zeit, um die eine oder andere Schwäche auszumerzen und dann hoffentlich den ersten Dreier der Saison einzufahren.                                                                                                                                                                                                                                                                                - mk -




Pokalspiel (Qualifikationsrunde) am Sonntag, den 14. August 2022

1. FC Marzahn - BSV Hürtürkel      1  :  9   ( 1  :  4)

Marzahn viel zu zurückhaltend und überfordert

Im ersten Pflichtspiel der Saison reichten die Mittel und Möglichkeiten der Marzahner bei weitem nicht aus, um dem haushohen Favoriten aus der Kreisliga A auch nur annähernd Paroli bieten zu können. Das hochsommerliche Wetter trug ebenso nicht dazu bei, den Tatendrang der Gastgeber sonderlich zu inspirieren. Insbesondere mangelte es den Marzahnern an der bedingungslosen Laufbereitschaft, an einer großen Portion Bissigkeit in den Zweikämpfen und an der notwendigen Präzision beim Passspiel. Hürtürkel sicherte sich von Anfang an die Vorherrschaft im Mittelfeld, agierte couragiert und abgeklärt, glänzte mit den punktgenauen Pässen, zelebrierte sehenswerten Angriffsfußball und ließ nie einen Zweifel an der klaren Überlegenheit zu. Das eigentliche Können der Gastgeber  blitzte nur hin und wieder auf, zumeist schufen Einzelaktionen ein wenig Gefahr. So entstand auch der von Ahmed Musa erzielte Ehrentreffer für die Marzahner. Ansonsten erreichte man selten den gegnerischen Strafraum. Die wenigen guten Einschussmöglichkeiten wurden dann überhastet und unkonzentriert vergeben. Auch wenn die Marzahner in der kommenden Meisterschaftssaison kaum auf einen ähnlich starken Gegner treffen werden, blieb leider offensichtlich, dass sich die Mannschaft nicht ausreichend gegen die Übermacht des Gegners gewehrt hat. Die diesbezügliche Tugend sollte schnellstmöglich in den Gedankengängen der Akteure verinnerlicht werden, denn sie stellt eine grundlegende Voraussetzung für erfolgreiche Spiele dar. So mussten sich also die Marzahner eine Art Lehrvorführung in puncto Spielkultur und -intelligenz, mannschaftlicher Geschlossenheit, Effizienz und Fairness gefallen lassen, die die „Baustellen“ der Marzahner gnadenlos markierte. Ansonsten sollte man möglichst schnell das „Mäntelchen des Schweigens“ über dieses aus Marzahner Sicht verunglückte Pokalspiel werfen, die eine oder andere Lehre mitnehmen und am nächsten Wochenende alles Verfügbare in die Waagschale legen, um erfolgreich in die Punktspiele zu starten.                                                             - mk -

Trainerteam

Dieter Müller ( Trainer )
Telefon: 0160 / 97900715


Uwe Markau ( Trainer )
Telefon: 0170 / 5822593
E-Mail schreiben

Trainingszeiten

Dienstag: 19:30 - 21:00 Uhr
Donnerstag: 19:30 - 21:00 Uhr

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