Spielberichte der Saison 2017/2018

Aktuelle Spielberichte 2017/2018

21. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Sonntag, den 08. April 2018

BFC Meteor 06   -   1. FC Marzahn      6  :  4   ( 3  :  1 )

Vier Treffer reichen nicht für einen Punktgewinn


Immerhin trafen die Marzahner in der Begegnung mit dem BFC Meteor doppelt so oft wie in den vier vor­angegangenen Spielen zusammen. Aber auch das reichte leider nicht für zählbares auf dem Punkte­konto. Eine deutliche Leistungssteigerung ließ sich dennoch ausmachen. Die Spielfäden knüpfte aller­dings eher der Gastgeber. Er profitierte von den individuellen Stärken einiger Akteure, die letztendlich auch die spielentscheidenden Treffer erzielten. Die Marzahner stärkten in ihrer Grundaufstellung diesmal die Offensive, was deutlich Wirkung zeigte. Ein Chancenplus ließ sich für keine Mannschaft erkennen. Allerdings blieb Meteor beim Abschluss kaltschnäuziger und effizienter. Die Marzahner versemmel­ten zu viele gute Einschussmöglichkeiten und agierten vor dem gegnerischen Gehäuse zu zögerlich. Zur Achillesferse avancierte dann aber das Abwehrverhalten. Da mangelte es an Feinabstimmung, Ru­he und Abgeklärtheit. Auch wurde die taktische Ausrichtung hierbei zu offensiv interpretiert. Und die Fehler sowie Ungereimtheiten bestrafte Meteor ohne Gnade. Zunächst liefen die Marzahner dem frühen Führungstreffer der Gastgeber hinterher, die das Spiel allerdings nie so richtig in den Griff bekamen. Die schnellen, über die Außenpositionen vorgetragenen Konter sorgten für viel Gefahr im Meteor-Strafraum. Doch für eine Belohnung fehlten oftmals der letzte Biss und das Glück. Immer dann, wenn sich die Marzahner durchsetzen konnten, hatte Meteor die passende Antwort. Dem Ausgleichstreffer in der 23. Minute folgte nur zwei Minuten später die neuerliche Führung der Platzherren. Als sich die Gäste in der 54. Minute mühsam zum 2:3 herangekämpft hatten, legte Meteor zwischen der 55. und der 59. Mi­nute gleich drei Treffer nach und beendete alle Marzahner Träume von einem Punktgewinn. In Reichweite blieb dieser allerdings trotzdem. Da die Gäste nie aufsteckten und unermüdlich weiterarbeiteten, setzten sie Meteor nicht nur unter Druck, sondern kamen auch zu guten Einschussmöglichkeiten. Für zwei Treffer reichte das noch, mehr wollte nicht gelingen. Insgesamt blieb der Tabellenfünfte verdientermaßen der Sieger der Partie. Er kontrollierte das Spielgeschehen, zog das Tempo an, wenn es notwendig war, verordnete sich aber auch die eine oder andere Ruhepause. In puncto „Willen und Wollen“ ließen sich die Marzahner diesmal nichts vorwerfen. Trotzdem ist das spielerische Niveau, das die Bezirksliga fordert, noch ein ganzes Stückchen entfernt; nicht unerreichbar, aber die Zeit droht, davonzulaufen. Im Fußball ist so vieles möglich. Entscheidend wird sein, den Glauben an die Mission „Klassenerhalt“ nicht zu verlieren.  
                                                                                  - mk-   



20. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 17. März 2018

1. FC Marzahn   -   BW Mahlsdorf Waldesruh      0  :  4   ( 0  :  2 )

Quo vadis Marzahn ?

Vier Spiele in Folge mehr oder weniger deutlich verloren, nur zwei magere Tore erzielt, dafür 13 Gegentore hingenommen und gegen den direkten Gegner im Kampf um den Klassenerhalt auf eigenem Platz sang- und klanglos 0:4 untergegangen - so sieht die bittere Zwischenbilanz der Marzahner momentan aus. Das Spiel am Wochenende stellt dabei sicherlich einen Tiefpunkt dar und lässt den halbwegs gewogenen Betrachter einigermaßen ratlos zurück. Was fehlt dem Spiel der Marzahner eigentlich, denn nach wie vor bleibt einzuschätzen, dass sie nicht Welten von ihrer Konkurrenz entfernt unterwegs sind? Da wäre zunächst das Thema „Selbstvertrauen“ zu erwähnen. Das Vertrauen in die eigenen Kräfte, Fähigkeiten und Stärken kam den Marzahnern total abhanden. Einem Spiel den eigenen Stempel aufdrücken, dem Gegner die gewählte Gangart aufzwingen und sich nicht auf taktisch-technische Geplänkel mit am Ball eher versierteren Kontrahenten einzulassen, darauf kommt es an. Ganz wichtig ist das Thema „Spielfreude“. Diese ging den Marzahnern gründlich verloren. Fußball macht Spaß, bedeutet sportlicher Wettkampf und kürt immer Gewinner und Verlierer. Und es ist ein Mannschaftssport, in den sich der Einzelne zu 100 Prozent einbringen muss. Wer Verantwortung delegiert, zaghaft und zurückhaltend auftritt, sich nicht mit seinen Ideen, Stärken und Qualitäten einbringt, gefährdet den Erfolg. Sich auf dem Platz zu motivieren und zu unterstützen, egal wie sich ein Spielverlauf darstellt, darauf kommt es an. Frust und Ärger kanalisieren, das kann auch stark machen, und ein Schiedsrichter taugt dabei als Ventil recht wenig. Wir möchten keine Marzahner Mannschaft sehen, die sich Woche für Woche ergeben, zaghaft und widerstandslos zur „Schlachtbank“ führen lässt. Wir möchten Akteure beobachten, die Selbstbewusstsein ausstrahlen, sich voll in den Dienst der Mannschaft stellen, eine Führungsrolle beanspruchen, füreinander einstehen und all ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in die Waagschale werfen. Und wenn es dann nicht zu Punktgewinnen und Torerfolgen reicht, muss man am Ende eines Tages den Blick in den Spiegel nicht scheuen. Doch davon sind die Marzahner zurzeit weit entfernt. BW Mahlsdorf Waldesruh geriet mit dem Treffer in der 7. Minute frühzeitig auf die Siegerstraße. Es boten sich in der Folgezeit zwar diverse Möglichkeiten für ein Ausgleichstor, die aber alle unkonzentriert, überhastet und ohne Spielübersicht vertan wurden. So ergab sich für den Gast ein eher geruhsamer Nachmittag, für dessen erfolgreichen Verlauf nur das geduldige Warten auf die Fehler des Gegners und der Verlass auf die eigenen Stärken bei den Standards notwendig blieben. Den Marzahnern gelang wenig. Es fehlte insbesondere dieser unbändige Drang zum Tor. Und sie zelebrierten deutlich mehr Krampf als Kampf. Auch wenn die Enttäuschung verständlicherweise groß ist, nützt es nichts, aufzugeben und den „Kopf in den Sand zu stecken“. Es stehen noch viele Saisonspiele aus und es ist noch nichts passiert, was nicht reparabel wäre. Es bleiben drei Wochen Zeit, um einen neuen Ansatz zu finden. Dann wartet mit dem BFC Meteor ein gar nicht so unwillkommener Gegner, um eine Trendwende anzubahnen.
                                                                                                                                             - mk-



19. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Sonntag, den 11. März 2018

SC Union 06   -   1. FC Marzahn      5  :  1   ( 3  :  0 )

Marzahn auf Abschiedstournee ???


War es das schon für die Marzahner, das „Abenteuer Bezirksliga“? So ganz konnte man sich diesem Eindruck nicht entziehen. Denn all das, was die Marzahner beim SC Union 06 an beschämender Mittelmäßigkeit, an fruchtlosen Belanglosigkeiten und grotesk anmutender Zurückhaltung produzierten, hatte gar nichts mit einem energischen Aufbäumen gegen einen drohenden Abstieg zu tun. Dieser Vorwurf trifft insbesondere die eigentlichen Protagonisten der Gäste, die sich - bei großzügiger Betrachtung mit zwei oder drei Ausnahmen - in puncto Harmlosigkeit, Ideenlosigkeit und taktischer Undiszipliniertheit gegenseitig überboten. Dabei trafen die Marzahner auf keine „Übermannschaft“, sondern auf einen Gegner, der über eher limitierte Mittel und Möglichkeiten der Spielgestaltung verfügte, aber recht laufstark, beweglich und balltechnisch versiert agierte. Größerer Aufwand blieb den Gastgebern erspart, denn es reichte vollkommen aus, geduldig auf die zahlreichen Fehler, Ungenauigkeiten und Missverständnisse der Marzahner zu warten und einige für Torerfolge zu verwerten. Ein kleiner Hoffnungsschimmer glomm lediglich in der Anfangsphase der qualitativ schwachen Partie. Einen frühen Treffer der Gäste erkannte der Schiedsrichter leider nicht an. Stattdessen hieß es nach rund 25 Minuten 2:0 für den SC Union 06. Insbesondere mangelte es den Marzahnern bis dahin an einem konsequenten Abwehrverhalten, an der notwendigen Kommunikation und an dem Vermögen, sich auf die schnellen, nadelstichartig vorgetragenen Konter der Unioner einzustellen. Obwohl die Platzherren nach den beiden ersten Toren einen Gang herunterschalteten, gelang es den Gästen nie wirklich, das zweikampfstark und mit gutem Stellungsspiel agierende gegnerische Abwehrbollwerk ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Die wenigen Einschussmöglichkeiten, die sich für die Marzahner dennoch auftaten, vergaben sie unkonzentriert, überhastet und mehr als kläglich. Fairerweise sei hier angemerkt, dass der sich auf einem Egotrip befindende Schiedsrichter dem Spiel alles andere als gut tat. Einen von zwei sehr fragwürdigen Strafstößen nutzte Union 06 kurz vor dem Halbzeitpfiff zur sicheren und vorentscheidenden 3:0-Führung. Auch 6 gelbe und drei gelb-rote Karten ließen sich aus dem Spielverlauf und aus dem Auftreten beider Mannschaften überhaupt nicht ableiten. Es folgte aus Marzahner Sicht eine an Höhepunkten arme zweite Halbzeit, in der es wiederum nicht gelang gestalterische Impulse zu setzen. Lediglich Sirko Seigewasser und Steffen Hilpert bemühten sich um eine gewisse Konstruktivität. Einem sicheren, geordneten Spielaufbau stand eine desaströse Passgenauigkeit entgegen und mit „langen Bällen“ ließ sich die Union-Abwehr nicht überlisten. Alles andere blieb Stückwerk einer in ihre Einzelteile zerfallenden Mannschaft. In dieser Partie ging es nicht um Glück oder Pech. Hier müssen Einstellungen, Bereitschaft und Willen hinterfragt werden. Der „Kredit“ eines Liganeulings ist gründlich aufgebraucht. Jetzt gilt es Eignung, Tauglichkeit und Vermögen nachzuweisen. Es bleibt zu hoffen, dass die Marzahner zu alten Stärken zurückfinden und den Abwärtstrend stoppen können.
                                                                                                                                                      - mk -


18. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 03. März 2018

1. FC Marzahn   -   VfB Concordia Britz      0  :  1   ( 0  :  1 )

Marzahn ohne Tore, Punkte, Biss und Glück


Einmal mehr reichte es für die Marzahner nicht für Torerfolge und Punkte, einmal mehr gelang es nicht, sich für einen hohen Aufwand zu belohnen und einmal mehr scheiterten die Marzahner eher an sich selbst, als am Gegner. Natürlich gab es im Vergleich zum Hinspiel eine deutliche Leistungssteigerung zu verzeichnen, dazu gehörte allerdings auch nicht viel. Und leider will es nicht gelingen, die altbekannten Schwächen abzubauen oder zumindest einzudämmen. Beim Spielaufbau mangelt es den Marzahnern an Tempo und insbesondere Präzision. Im Mittelfeld fehlen die Ideen und die „Bissigkeit“ in den Zweikämpfen. Und in der Offensive vermisst man schmerzlich die Kaltschnäuzigkeit, die Spontaneität und diesen unwiderstehlichen Drang zum Tor. Dazu passt, dass den Angriffsspitzen das sprichwörtliche Pech an den „Stiefeln“ klebt. Letztendlich bleibt, „Murphys Gesetz“ zu bemühen und es hat nicht sollen sein. So einfach ist es natürlich nicht, denn die Marzahner stecken mitten im Abstiegskampf und die tatsächlich „schweren“ Kontrahenten kommen noch. Gegen Concordia Britz fanden die Marzahner nur sehr zögerlich den Spielfaden. Beide Mannschaften begannen nervös, wobei die Gäste etwas zielstrebiger und organisierter zu Werke gingen. Gute Einschussmöglichkeiten blieben auf beiden Seiten zunächst Mangelware. Bei den eigenen Angriffsaktionen fehlte es den Marzahnern aber oftmals an den verlässlichen Absicherungen im Abwehrbereich. Das drohte ihnen häufiger, bei den schnellen Kontern der Britzer zum Verhängnis zu werden und ging auch folgerichtig in der 26. Minute schief. Mit dem Führungstreffer auf der Haben-Seite erhöhten die Gäste dann nochmals den Druck und waren phasenweise dem 2:0 deutlich näher, als die Marzahner dem Ausgleichstreffer. Ihren Kulminationspunkt erreichte die Partie in der 45. Minute. Nach einer belanglosen Rangelei ließ sich ein Britzer Akteur zu einer verbalen Attacke hinreißen, die der Schiedsrichter regelkonform mit der roten Karte ahndete. Diese Entscheidung wirkte sich nachhaltig auf den weiteren Verlauf der Begegnung aus und verschob das Kräfteverhältnis deutlich zugunsten der Marzahner. Den Gästen fiel es schwer, den personellen Ausfall zu kompensieren und die Marzahner gestalteten die zweite Halbzeit spielbestimmend. Zunächst schien der Ausgleichstreffer nur eine Frage der Zeit zu sein. Britz konzentrierte sich auf die Abwehrarbeit, agierte dort resolut und ließ den gegnerischen Angriffsspitzen kaum Entfaltungsräume. Den Rest erledigte der aufmerksame und sichere Keeper. Trotzdem mussten die Marzahner stets auf der Hut vor den blitzschnell vorgetragenen Kontern der Gäste sein, die auch zu brenzligen Situationen vor dem Gehäuse der Platzherren führten. Doch mit dem erbarmungslosen Herunterticken der Uhr verkrampften die Marzahner mehr und mehr. Auf die arg beschränkten Mittel und Möglichkeiten der Gastgeber hatten sich die Britzer gut eingestellt. Es fehlten den Marzahnern die Variationsmöglichkeiten im Angriffsspiel, die Ideen für überraschende Lösungen, das Spekulieren auf Fehler des Gegners und dieser unbändige Wille, auch dahin zu gehen, wo es „weh tut“. Das Wort „Glück“ soll diesmal nicht bemüht werden. Glück hat am Ende zumeist der Tüchtige und deshalb gingen die Punkte nicht unverdient an die Britzer. Sie zelebrierten mannschaftliche Geschlossenheit und verteidigten in Unterzahl „mit Mann und Maus“ den knappen Vorsprung.
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17. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Sonntag, den 25. Februar 2018

Marzahn ohne Glück und Effizienz

BFC Tur Abdin   -   1. FC Marzahn      3  :  1   ( 2  :  0 )

Einmal mehr reichte eine couragierte Spielweise allein nicht aus, um ernsthafte Ambitionen auf einen Punktgewinn anmelden zu können. Dabei stellten sich die diesbezüglichen Möglichkeiten durchaus als vielversprechend dar. Doch im Wesentlichen genügte es dem BFC Tur Abdin, das Tempo des Geschehens hoch zu halten und von den teils eklatanten Fehlern der Marzahner zu profitieren. Die Begegnung an sich bestritten beide Mannschaften durchaus auf Augenhöhe. Wechselseitig  dominierten sie Spielphasen und erarbeiteten sich eine Vielzahl von Torchancen. Den Ausschlag für den Erfolg der Gastgeber gaben letztendlich wohl das Quäntchen mehr Zielstrebigkeit, das Tur Abdin in die Waagschale warf, die etwas größere Laufbereitschaft und ein Keeper, der den Marzahnern mit tollen Paraden und einem starken Stellungsspiel „den Schneid abkaufte“. Den Gästen mangelte es insbesondere an der Bereitschaft, vielleicht auch am momentanen Vermögen, die taktisch-technischen Vorgaben anzunehmen und umzusetzen. Die ausbaufähige Passgenauigkeit, die längst nicht auf allen Spielpositionen gleich ausgeprägte Laufbereitschaft, die recht rudimentäre Besetzung der Außenpositionen und eine eklatante Abschlussschwäche taten ein Übriges. Für den Rest passte dann die uralte, aber treffliche und immer wieder gern zitierte Formulierung des Ex-Bayern-Profis Jürgen Wegmann: „Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.“ An ihrem Führungstreffer waren die Gastgeber gänzlich unbeteiligt. Das besorgten die Marzahner alleine. Und auch bei den weiteren Torerfolgen von Tur Abdin assistierten sie mehr oder weniger hilfreich. Der zwischenzeitliche Drei-Tore-Abstand ließ sich rein visuell aus dem sonstigen Geschehen auf dem Kunstrasen kaum ableiten. Die Marzahner erspielten sich hochkarätige Einschussmöglichkeiten und scheiterten kolossal vor dem gegnerischen Gehäuse. Bei den Abschlussbemühungen fehlten Abgeklärtheit, Spontaneität und Kaltschnäuzigkeit ebenso, wie das diesbezügliche Durchsetzungsvermögen und die Schnelligkeit im Denken und Handeln. So blieb der späte, von Mario Hauptmann erzielte Anschlusstreffer lediglich Ergebniskosmetik. Der BFC Tur Abdin sicher­te sich ohne größere Anstrengungen die drei Punkte und ein völlig ineffektiver 1. FC Marzahn stand am Ende mit leeren Händen da. Dabei zählen dann auch noch die beiden fünften gelben Karten für Carsten Kraft und Christoph Unnasch zu den leidigen Kollateralschäden. Wie dem auch sei, „das Lebbe geht weider“, wie ein anderer großer „Fußballphilosoph“ (Dragoslav Stepanovic) zum Besten gab. Trotzdem sollten sich alle Akteure darauf besinnen, dass für die Erreichung des Saisonsziels (Klassenerhalt) größere Anstrengungen erforderlich sind. Ehrgeiz, Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und Fleiß stellen dabei die entscheidenden Tugenden dar, in die es zu investieren gilt. Nur so wird es gelingen, das Abstiegsgespenst zeitnah und dauerhaft nach anderswo zu schicken.
- mk -
 



16. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 17. Februar 2018

Optimaler Start in die Rückrunde

1. FC Marzahn   -   Rixdorfer SV      8  :  1   ( 4  :  1 )

Die Marzahner starteten - zumindest ergebnistechnisch - optimal in die Meisterschaftsrückrunde. Dabei fällt nicht nur der Sieg gegen den Dauerkonkurrenten Rixdorf ins Gewicht, sondern natürlich ebenso die wohltuende Kosmetik am Torverhältnis. So konnte sowohl der Punktevorsprung vor dem schärfsten Gegner im Abstiegskampf ausgebaut und nebenbei dessen zuvor bessere Tordifferenz unterboten werden. Ansonsten sahen die Zuschauer ein Spiel auf eher mäßigem Niveau. Angesichts der Brisanz der Partie war wohl auch kaum mehr zu erwarten. Die Marzahner begannen die Begegnung nervös und zerfahren, wirkten in der Wahl ihrer Mittel und Möglichkeiten unsicher und fanden zunächst kaum zu geordneten Aktionen. Erstmals setzten sie sich mit dem Führungstreffer in der 16. Minute entscheidend durch, mussten aber postwendend den Ausgleich hinnehmen. Doch damit hatten die Rixdorfer offensichtlich schon ihr Pulver verschossen. Der Tabellenvorletzte mühte sich in der Folgezeit redlich, blieb aber weit von einer ernsthaften Gegenwehr entfernt. Dafür fehlte es dem limitierten Gegner insbesondere an einem homogenen Mannschaftsgefüge und an der notwendigen Fitness. Lediglich in der einen oder anderen Einzelaktion schufen die Gäste eine gewisse Gefährlichkeit für das Marzahner Gehäuse. Vor allem in der ersten Halbzeit versäumten es die Gastgeber, den Gegner mit Tempofußball stärker unter Druck zu setzen. Die Feinabstimmungen im Defensivverhalten stimmten längst nicht immer und die Passgenauigkeit ließ viel „Luft nach oben“. So blieb die eigentliche Schwerstarbeit dem guten Schiedsrichter vorbehalten, der die emotional voll aufgeladenen Rixdorfer immer wieder in den Rahmen des Erträglichen zwängen musste. Als wichtig und entscheidend ist aber ein hoch verdienter Arbeitssieg zu konstatieren, denn an allen anderen Stellschrauben des Marzahner Spiels kann und muss gearbeitet werden. Immerhin passiert auch ein so hoher Sieg nicht alltäglich und sollte auch gehörig gefeiert werden. Insgesamt sendeten die Marzahner ein starkes Lebenszeichen an die Konkurrenz. Es bleibt zu hoffen, dass sie mit diesem Erfolg auch zu ihrer alten Heimstärke zurückfinden werden. Sollte das gelingen, wären sie für einen erfolgreichen und stressfreien Abstiegskampf mehr als gut gewappnet.    
                                                                                                       - mk -

15. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 16. Dezember 2017

1. FC Marzahn   -   BFC Meteor 06      3  :  3   ( 3  :  0 )

Marzahn vergaß, sich zu belohnen

Die Begegnung mit dem spielstarken BFC Meteor 06 zählt rückblickend zu den Spielen, die sich ergebnistechnisch gar nicht so richtig einordnen lassen. Respekt verdienen diejenigen, die diesbezüglich die Ad­jektive „ärgerlich“ und „enttäuscht“ gebrauchen. Es bleibt allerdings auch die Erkenntnis, dass man spielkulturell überlegene Gegner durchaus wirkungsvoll und erfolgreich bekämpfen kann. Die Marzahner taten gut daran, das übliche belanglose Geplänkel in der Anfangsphase diesmal zu vermeiden. Von Beginn an setzten sie auf Offensivfußball, attackierten den Gast bereits frühzeitig in dessen Spielhälfte, unterbanden damit einen geordneten Spielaufbau des Gegners und bestimmten recht eindeutig das Ge­­schehen auf dem Kunstrasen. Bis sich der BFC Meteor darauf halbwegs eingestellt hatte, führten die Marzahner durch die Treffer von Marcus Schulze in der 17. Minute und Mathias Sieg in der 34. Minute schon 2:0. Zwischenzeitlich sah der Top-Torjäger des Gastes, Ibrahima Cisse, wegen einer Schiedsrich­­terbeleidigung die rote Karte. Auch das stand als Indiz für die Nervosität und Unzufriedenheit des BFC Meteor mit dem Spielverlauf. Diesem entsprach dann auch noch der dritte Marzahner Treffer (Mario Hauptmann kurz vor dem Pausenpfiff). Damit sind eigentlich die positiven Aspekte der durchaus gutklassigen, spannenden und ereignisreichen Begegnung abgearbeitet. Das soll nicht heißen, dass sich die Gastgeber in der zweiten Halbzeit zurücklehnten und den Torevorsprung verwalten wollten. Fakt ist aber, dass sie in der momentanen konditionellen Verfassung diese an sich Erfolg versprechen­de, kräftezehrende Spielweise nicht ansatzweise über 90 Minuten leisten können. Daran muss gearbeitet werden. In diesem Zusammenhang darf aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass den Marzahnern gleich sieben Stammspieler aus diversen Gründen fehlten. Und insbesondere diejenigen, die diesmal dankenswerterweise aushalfen, erfüllten ihre Aufgabe mit Bravour. Dem gegenüber steht natürlich, dass die Mannschaft, die zur Halbzeit 3:0 gegen einen personell dezimierten Gast führt, im Normalfall am Ende als Sieger vom Platz geht. Dies gelang den Marzahnern leider nicht. Letztendlich ausschlaggebend dafür waren weniger die konditionellen Defizite und das nachlassende Durchsetzungsvermögen. Hier versagten eher die Protagonisten unter den Offensivakteuren der Platzherren, die allerbeste Chancen nicht in weitere Torerfolge ummünzen konnten. Den 3:1 Anschlusstreffer, unmittelbar nach dem Wie­deranpfiff der Partie erzielt, steckten die Marzahner noch recht unbeeindruckt weg. Anders sah das beim 3:2 aus. Trotzdem erarbeiteten sich die Gastgeber in der Schlussphase der Partie die klareren Einschussmöglichkeiten, scheiterten bei den Abschlussversuchen aber kläglich und konnten am Ende ihre couragierte, aufopferungsvolle Leistung nicht krönen. So folgte kurz vor dem Abpfiff einem Lattentreffer der Marzahner der Toreausgleich durch den BFC Meteor. Egal wie man das betrachtet, mitnehmen sollte man aus dieser Begegnung das Wissen und das Gefühl, mit starken Mannschaften der Liga zumindest mithalten zu können. Auch dem Selbstvertrauen tat das Spiel sicherlich gut und als Aufbruchsignal in eine erfolgreichere Rückrunde taugt es allemal.                                                            - mk -



14. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 09. Dezember 2017

SV Buchholz   -   1. FC Marzahn      4  :  1   ( 2  :  1 )

Marzahn ohne Selbstvertrauen und Fortune


Die Pleiten-, Pech- und Pannenserie der Marzahner setzt sich unvermindert fort. Auch beim SV Buchholz, immerhin ein direkter Kontrahent im Kampf gegen den Abstieg, blieben sie nicht nur erfolglos, sondern weit hinter ihren spielerischen und kämpferischen Möglichkeiten zurück. Wer sich vor dem An­pfiff der Partie beide Mannschaften in der Aufwärmphase anschaute, erlebte dort schon ein Spiegelbild des sich anschließenden Geschehens. Auf der einen Seite bemühten sich hoch motivierte Buchholzer um den Feinschliff an ihrer taktisch-technischen Ausrichtung und auf der anderen Seite spulten zaghafte, in sich gekehrte Marzahner ihr Pflichtprogramm herunter. So starteten dann beide Mannschaften auch in die für sie jeweils richtungsweisende Begegnung. Der Gastgeber übernahm von Beginn an die Initiative, ohne sich aber eine spielbestimmende Überlegenheit erarbeiten zu können. Allerdings wirkten die Buchholzer Aktionen letztendlich durchdachter, disziplinierter und erfolgsträchtiger. Die Platz­herren setzten auf ein altbewährtes, antiquiertes „Kick and Rush“, das sie mit einer gewissen lehrbuchreifenMeisterlichkeit betrieben. Viel mehr war gegen zögerliche und verunsicherte Marzahner auch nicht erforderlich. Die weit in die Sturmspitzen geschlagenen Bälle sorgten für ständige Unruhe im Abwehrgefüge der Gäste und ansonsten verließen sich die Buchholzer auf die Ideen und das Durchsetzungsvermögen ihrer quirligen Angreifer. Hinzu kamen eine Portion Geduld und das Quäntchen Glück.Das reichte gegen indisponierte Marzahner, die sich redlich mühten, bereits aus. Eine spielerische Überlegenheit ließen die Platzherren nicht wirklich erkennen, auch ein Chancenplus musste man eher den Marzahnern zuschreiben. Während die Buchholzer die wenigen ernsthaften Chancen recht konsequent in Torerfolge ummünzten, verstolperten und vergaben die Marzahner allerbeste Möglichkeiten. So stand relativ schnell eine 2:0-Führung der Gastgeber zu Buche, die dann ohne besondere Anstrengungen im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit verwaltet wurde. Den Marzahnern fehlte in dieser Phase die mannschaftliche Geschlossenheit und insbesondere das Selbstvertrauen. Ihr Spiel zerfiel immer wieder in kräftezehrende Einzelaktionen, es mangelte an „Biss“, dem notwendigen Durchsetzungsvermögen und schließlich auch am allerletzten Aufbäumen. Bezeichnend bleibt, dass - trotz einem vielen Verletzungen geschuldeten Übergewicht der Offensivkräfte in der Mannschaftsaufstellung - bei den Angriffsaktionen wenig zusammenlief. Während sich die Buchholzer mit zwei oder drei Ballstationen vor dem gegnerischen Strafraum einfanden, versuchten sich die Marzahner auf dem witterungsbedingt schwierigen Geläuf an zu viel Kreuz-und-Quer-Spielerei und an den wenig effizienten Kurzpässen. Dies ließ sich von den Platzherren gut kontrollieren. Der von Steffen Hilpert erzielte Anschlusstreffer kurz vor der Halbzeitpause ließ ein wenig Hoffnung aufkeimen, doch der Buchholzer Doppelschlag (62. und 65. Minute) sorgte endgültig für klare Fronten. Der deutliche 4:1-Endstand spiegelt keinesfalls den Spielverlauf wider, aber dafür kann man sich letztendlich nichts kaufen und natürlich auch nicht den Klassenerhalt sichern. Auch Durchhalteparolen nutzen hier wenig. Den Marzahnern ging das Selbstvertrauen und das Besinnen auf die eigenen Stärken verloren. Insbesondere daran müssen sie arbeiten. Dann wird es auch wieder gelingen, einem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken.                                     - mk -
   

13. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 02. Dezember 2017

1. FC Marzahn   -   SV Lichtenberg 47 II      1  :  3   ( 0  :  0 )

"Not" gewinnt gegen "Elend"


In den fiktiven Wertungskategorien „schlechtestes Spiel“ und „schwächster Gegner“ würde die Begegnung mit der Reserve des SV Lichtenberg 47 weit vorne rangieren. Ersatzgeschwächte, indisponierte und ideenlose Marzahner, die in einer Endlosschleife immer wieder die gleichen Fehler produzierten, fanden gegen die in ihren Mitteln und Möglichkeiten eher limitierten Lichtenberger über 90 Minuten auch nicht ansatzweise einen Spielfaden. Von Beginn an überließen sie den Gästen die Initiative, agierten zö­gerlich und entwickelten kaum ernsthaften Angriffsdruck. Die Lichtenberger kamen mit dieser wohl unerwarteten Situation nicht gut zurecht, generierten zwar deutlich mehr Spielanteile, kamen aber nur zu wenigen hochkarätigen Einschussmöglichkeiten. Ein kleines Chancenplus erarbeiteten sich die Marzahner dennoch, scheiterten aber kolossal am guten Gäste-Keeper. Insbesondere in der ersten Halbzeit gelang den Platzherren nur wenig. Es mangelte an der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, eine vakante Führungsrolle zu beanspruchen und eine gewisse Konstruktivität in die eigenen Aktionen einfließen zu lassen. So blieb vieles Stückwerk und eine mannschaftliche Geschlossenheit sah sich schnell in ihre Einzelteile zerlegt. Leider gelang es viel zu wenig, die eigenen Angriffsaktionen mit dem notwen­digen Tempo zu untersetzen, denn die gegnerische Abwehrreihe wirkte alles andere, als sattelfest. Als Achillesferseim Marzahner Spiel kristallisierte sich schnell die Präsenz im Mittelfeld heraus. Fehlende Anspielmöglichkeiten, „leichte“ Ballverluste, ein begrenzter Aktionsradius und die leidigen Versuche, „durch die Mitte“ zum Erfolg zu gelangen, wirkten sich hier kontraproduktiv aus. Tatsächlich entwickelten die Gastgeber immer dann eine ernsthafte Torgefährlichkeit, wenn sie ihre Angriffsaktionen über die Außenpositionen aufbauten. Leider geschah dies viel zu selten. Beim Pausenpfiff blieb ein torloser Spielstand zu konstatieren, der beiden Mannschaften ausreichende Möglichkeiten, insbesondere für eine Steigerung der eigenen Bemühungen, ließ. Die Lichtenberger, die wohl von Beginn an ei­ne aggressivere, angriffsorientiertere Marzahner Mannschaft erwartet hatten, investierten zu Beginn der zweiten Spielhälfte mehr in ihre Offensive und erzielten bereits kurz nach dem Wiederanpfiff der Partie den nicht unverdienten Führungstreffer. Den Gastgebern gelang es nur sehr überschaubar, die taktisch-technischen Versäumnisse und spielerischen Mängel aus der ersten Halbzeit aufzuarbeiten. Erst, als sich die drohende Niederlage immer mehr abzeichnete, besannen sich die Marzahner auf ihre kämpferischen Qualitäten. Doch der zweite Lichtenberger Torerfolg, erzielt in einer Druckphase der Gastgeber, bedeutete letztendlich die Vorentscheidung der Partie. Erst in den letzten zehn Spielminuten warfen die Marzahner alles in die Waagschale, aber Vladimir Falkenstein´s Treffer zum 1:2 fiel leider viel zu spät. Das Eigentor in der Nachspielzeit „krönte“ einen gebrauchten Tag und kann wohl auch als symptomatisch für das ­Spiel der Gastgeber an diesem Tag gelten. Das Abstiegsgespenst grüßt nun vom Geraer Ring und es bedarf großer Anstrengungen, um wenigstens „über dem Strich“ überwintern zu können.                                                                                                                       - mk -



12. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Sonntag, den 26. November 2017

Berliner SV 1892   -   1. FC Marzahn      4  :  1   ( 3  :  0 )

Eine gute zweite Halbzeit reichte nicht


Fußballtechnisch war der an sich schon triste November erwartungsgemäß kein guter Monat. Es galt, drei Auswärtsspiele in Folge zu bestreiten, gegen den Zweiten, den Dritten und den Siebenten der Ta­bel­le. Die Marzahner traten jeweils als krasse Außenseiter an und blieben leider erfolglos. Damit sind die nüchternen Fakten benannt. Doch auch beim Dauerrivalen „Berliner SV 1892“ wiesen die Marzahner Kampfkraft, sowie wachsendes Leistungsvermögen nach und agierten in der zweiten Halbzeit so­gar auf Augenhöhe. Die erste Spielhälfte gehörte allerdings ganz klar den Gastgebern. Der BSV bevor­­zugte diesmal nicht das hohe Tempo und enormen Angriffsdruck, sondern investierte viel in einen si­cheren, durchdachten Spielaufbau. Geduldig erarbeiteten sich die Platzherren ihre Erfolg versprechen­­den Möglichkeiten, die schnel­len Angreifer auf den Außenpositionen in Szene zu setzen und man wartete auf die Fehler der Marzahner. Diese stellten sich immer wieder mit den „leichten“ Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung ein. Mit den schnellen Kontern wurde die Marzahner Abwehr ausgehebelt und im Strafraum „brannte“ es dann lichterloh. Trotzdem bemühten sich die Gäste auch um entlastende Angriffsaktionen. Dies gelang besser, als in der vergangenen Saison. Die Marzahner erarbeiteten sich durchaus Einschussmöglichkeiten, ihren Offensivaktionen fehlte es letztendlich aber an Konsequenz, Durchsetzungsvermögen und Glück. So stand nach 45 Minuten ein ernüchternder 0:3-Rück­stand zu Buche, wobei noch anzumerken ist, dass Gilbert Wagner einen sehr fragwürdigen Strafstoß der Gastgeber parieren konnte. Erwähnt werden muss auch, dass den Marzahnern in dieser Partie nur 13 Aktive zur Verfügung standen, von denen zwei bereits in der ersten Spielhälfte verletzt ausschieden. Trotzdem steigerten sich die Gäste im weiteren Verlauf der Begegnung enorm und spielten eine tolle zweite Halbzeit. Kurz nach dem Wiederanpfiff erzielte Jonathan Geist den mustergültig her­ausgespielten Anschlusstreffer. Und danach gelang es den Marzahnern endlich, den Spielfluss der Wil­mersdorfer empfindlich zu stören und selbst zu organisierteren und konstruktiveren Aktionen zu fin­den. Phasenweise kamen die Gäste dem nächsten Torerfolg deutlich näher, als der BSV. Zu einer Wen­de im Spiel reichte es allerdings nicht. Dazu fehlte es insbesondere an der Präzision bei den Zuspielen und bei den Abschlussversuchen, sowie am Quäntchen Glück. Der zunehmende Angriffsdruck der Marzahner provozierte natürlich auch die schnellen Konter des Gegners, die dann kurz vor dem Ab­pfiff nochmals zum Erfolg und 4:1-Endstand führten. Insgesamt „versüßte“ die starke zweite Halbzeit die klare Niederlage ein wenig. Auf den Willen, den Kampfgeist und den hohen Einsatz lässt sich für die nächsten, wichtigen Partien aufbauen. In den drei Dezemberspielen treffen die Marzahner auf Mannschaften aus der unmittelbaren Tabellennachbarschaft. Wenn sie außerhalb der Abstiegszone überwintern wollen, müssen dann die erforderlichen Punkte eingefahren werden. Weitere Niederlagen darf man sich nicht leisten. Möglich erscheint ein diesbezüglich positiver Abschluss der Hinrunde alle­mal.                                                                                                                                       - mk -

11. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Sonntag, den 19. November 2017

Grünauer BC   -   1. FC Marzahn      3  :  1   ( 0  :  0 )

Keine Belohnung für eine starke kämpferische Leistung

Der Tabellendreizehnte reiste zum Spitzenreiter und designierten Aufstiegskandidaten Grünauer BC. Das erzeugte natürlich eine gewisse Erwartungshaltung und ließ die Hoffnungen auf einen Punktgewinn nicht überschwänglich keimen. Trotzdem erlaubten die Marzahner schon im Vorfeld der Begegnung keinen Zweifel daran, dass sie im Kampf „David gegen Goliath“ alles ihnen mögliche versuchen würden, um sich beim Tabellenführer achtbar aus der Affäre zu ziehen. Und das sollte ihnen gelingen, auch wenn sie am Ende einmal mehr mit „leeren Händen“ dastanden. Immerhin boten die Marzahner dem spielstarken Gastgeber lange 75 Minuten Paroli. Insbesondere in der ersten Halbzeit wogte das Geschehen auf dem Kunstrasen hin und her. Der Grünauer BC brillierte mit temporeichem Spiel und Kombinationssicherheit. Der 1. FC Marzahn setzte eine starke Abwehrarbeit, Durchsetzungsvermögen in den Zweikämpfen und hohen Einsatz dagegen. Es gelang den Gästen, die meisten brenzligen Aktionen bereits vor der Strafraumgrenze zu bereinigen und insbesondere bei den Standardsituationen die notwendige Übersicht zu wahren. Doch im Fokus der Marzahner befand sich nicht nur die Abwehr­arbeit. Bei den vielen Konterattacken erwiesen sie sich durchaus gefährlicher als die Gastgeber, erarbeiteten sich beste Einschussmöglichkeiten und versäumten es leider, den Torerfolg zu erzielen. Letzt­endlich fehlte es dabei an Kaltschnäuzigkeit, Cleverness und Glück. So blieb es zum Pausenpfiff beim torlosen Unentschieden. Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst wenig am Spielgeschehen, obwohl die Grünauer ihren Angriffsdruck nochmals deutlich erhöhten und auch die Marzahner weiterhin ihre Chancen besaßen. Bis zum Beginn der Schlussviertelstunde befand sich die Partie also auf „des Messers Schneide“. Letztendlich gaben dann die größeren Kraftreserven der Grünauer, die Präzision bei den Ballstafetten und das Quäntchen Glück den Ausschlag. Ankreiden muss man den Marzahnern den an sich ehrenwerten Versuch, das Tempo der Gastgeber mitzugehen. Bei den ei­genen Angriffsaktionen öffneten sie immer wieder die Konterräume für den Gastgeber und beschworen gefährliche Situationen herauf. Vielleicht hätte ein defensiveres Herangehen an die Schlussviertelstunde tatsächlich zumindest einen hoch verdienten Punkt gerettet. So kassierten die Marzahner binnen weniger Minuten drei Gegentore und brachten sich um den Lohn ihrer kämpferisch starken und aufopferungsvollen Arbeit. Der von Mario Hauptmann in der 86. Minute erzielte Ehrentreffer taugte da gerade noch so als „Trostpflaster“. Als Fazit bleibt einmal mehr die Erkenntnis, dass die Marzahner durchaus mit den Besten der Liga mithalten können. Um daraus zukünftig auch die notwendigen Punktgewinne generieren zu können, bedarf es insbesondere der Aufarbeitung einiger konditioneller Defizite und der konsequenteren Umsetzung der taktisch-technischen Vorgaben. So dies gelingt, werden sich auch die Erfolge einstellen.                                                                           - mk -


10. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Sonntag, den 05. November 2017


VfB Concordia Britz   -   1. FC Marzahn      3  :  0   ( 1  :  0 )

Klar unterlegen


In Britz ließ sich für die Marzahner nichts holen. Zu deutlich gestalteten die Gastgeber ihre Überlegen­heit und zu schwer wog der Ausfall etlicher Akteure bei den Gästen. Ganze zehn Spieler fehlten den Mar­zahnern aus diversen Gründen. Die verbliebenen elf Aufrechten, bei denen Christian Czyzo aus der AK32 und Felix Finkel, der in dieser Saison pausiert, aushalfen, mühten sich redlich, standen von An­fang an aber auf verlorenem Posten. Insbesondere in den ersten 20 Minuten „schalteten und walteten“ die Britzer nach Belieben. Das hohe Tempo und das schnelle Umschaltspiel der Gastgeber manövrierte die Marzahner recht deutlich an ihre Leistungsgrenzen. Ihre Gefährlichkeit schöpften die Brit­zer insbesondere aus den Standardsituationen, und davon provozierten die Gäste viele. In den meisten daraus resultierenden Kopfballduellen blieben die Marzahner zweiter Sieger und hatten Glück, dass auf diese Art und Weise nur das frühe Gegentor in der 5. Minute hingenommen werden musste. Erst in der Mitte der ersten Halbzeit geriet die Partie in etwas ruhigeres Fahrwasser. Den Marzahnern gelang es dann besser, sich phasenweise aus dem Dauerdruck der Gastgeber zu befreien. Organisier­te Angriffsaktionen blieben allerdings Mangelware. Da fehlten letztendlich die Präzision beim Pass­spiel, das erforderliche, unbedingte Durchsetzungsvermögen und das schnellere Reagieren auf die sich er­ge­benden Mög­lichkeiten. Immerhin blieb es bis zum Halbzeitpfiff für die Marzahner beim knappen und recht schmeichelhaften 0:1-Rückstand. In der zweiten Spielhälfte änderte sich am Verlauf der Begegnung zunächst nur wenig. Britz bestimmte klar das Geschehen auf dem Kunstrasen und ließ nur gelegentlich Konter der Marzahner zu. Mehr als zwei oder drei gute Einschussmöglichkeiten ergaben sich daraus nicht. Dagegen ließ der Gastgeber eine ganze Reihe hochkarätiger Torchancen aus. Etwa ab der 75. Minute merkte man den Marzahnern den eklatanten Kräfteverschleiß an. Es ge­lang kaum noch, sich vom Dauerdruck der Britzer zu befreien, geschweige das Spiel hin und wieder in die geg­ne­ri­sche Spielhälfte zu verlagern. Die Abwehrschlacht mit „Mann und Maus“ blieb glücklos. Die konditionellen Defizite der Gäste ermöglichten den Britzern in der Schlussphase der Partie noch zwei Treffer zum klaren und hoch verdienten 3:0-Erfolg. Vorwerfen kann man den Marzahnern nur wenig. Sie haben sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln und Möglichkeiten gewehrt, waren aber in der sehr einseitigen Partie weit von einem Punktgewinn entfernt. Das resultierte insbesondere auch daraus, dass sie dem hohen Spieltempo der Britzer, verbunden mit einem sicheren Passspiel, der Präsenz im Mittelfeld und der enormen Laufbereitschaft zu wenig entgegensetzen konnten. Wenn das „Abenteuer Bezirksliga“ nicht bereits nach einer Saison scheitern soll, bedarf es größerer Anstrengungen aller Aktiven, vor allem mehr Anwesenheit bei den Trainingsveranstaltungen. Wenn man trotz aller beruflichen und familiären Verpflichtungen, sowie Herausforderungen dies nicht gewährleisten kann, wird die Bezirksliga ein kurzfristiges Intermezzo bleiben. In den nächsten beiden Meisterschaftsbegegnungen warten Spitzenmannschaften auf die Marzahner. Es bleibt abzuwarten, ob man in vierzehn Tagen zu neuerlicher personeller Stabilität und wachsendem Spielvermögen finden kann.                                                                                           - mk -




9. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 28. Oktober 2017

1. FC Marzahn   -   BFC Tur Abdin      2  :  2   ( 1  :  1)

Starke Marzahner belohnen sich nicht

Ein kurzer Exkurs in die graue Vorzeit der Geschichte lässt uns schnell herausfinden, dass der Name „Tur Ab­din“ auf einen Gebirgszug im Südosten der heutigen Türkei zurückgeht. Die antiken Bewohner waren Aramäer, die schon im1. Jh. zum Christentum bekehrt wurden. Die Philosophie des Vereins besteht darin, die Identifikation und die Bekanntheit der aramäischen Kultur zu steigern. Wir hoffen sehr, dass diese nichts mit dem Zustand der Umkleidekabine nach der Abreise der Mannschaft zu tun hat. Dies sei aber nur am Rande erwähnt. Zum sportlichen Aspekt lässt sich herausheben, dass die Zuschauer ein rassiges, spannendes und temporeiches Fußballspiel und eine Marzahner Mannschaft sahen, die an altbewährte Tugenden anknüpfte und einen klaren Aufwärtstrend nachwies. Dass es am Ende trotz zweimaliger Führung nur für einen Punkt reichte, bleibt eigentlich der einzige Wermutstropfen. Insbesondere in der ersten Spielhälfte zelebrierten die Gastgeber mitreißenden Angriffsfußball. Dies galt allerdings auch für den BFC Tur Abdin, dessen 10er, Pereira Dos Santos, über die gesamten neunzig Minuten nur schwer zu kontrollieren und zu stoppen blieb. Den besseren Einstieg in die Partie erwischten die Marzahner. Sie spielten den Führungstreffer in der 9. Minute lehrbuchreif heraus und brachten Jonathan Geist in eine aussichtsreiche Schussposition, die er zu nutzen wusste. Danach entwickelte sich ein abwechslungsreiches und gutklassiges Spielgeschehen. Beide Mannschaften setzten auf Offensivfußball und kämpften dabei auch mit den Tücken der stürmischen und unberechenbaren Winde. Der BFC Tur Abdin blieb spielkulturell einen Tick stärker als die Marzahner, die aber insgesamt die deutlich größere Anzahl Erfolg versprechender Einschussmöglichkeiten herausarbeiteten. Am gefährlichsten für beide Mannschaften erwiesen sich stets die schnell über die Außenpositionen vorgetragenen Angriffe und die daraus resultierenden Flankenbälle. Sowohl Marzahn als auch Tur Abdin besaßen dort ihre verwundbaren Achillesfersen. Leider gelang es den Gastgebern nicht, den knappen Vorsprung in die Halbzeitpause zu retten. Tur Abdin nutzte eine temporäre Druckphase und zirkelte das runde Leder in der 44. Minute irgendwie über die Torlinie. Dass beide Mannschaften mehr wollten, blieb auch nach dem Wiederanpfiff der Begegnung unverkennbar. Erneut fanden die Marzahner schneller ins Spiel, erarbeiteten sich kampfstark, sowie hoch motiviert Torchancen und überzeugten mit mutigem, schnörkellosem Fußball. Dem gerade eingewechselten Vladimir Falkenstein blieb es in der 66. Minute vorbehalten, die Gastgeber erneut in Führung zu schießen. Auch danach besaßen die Marzahner gute Möglichkeiten, diese auszubauen. Dabei muss sich die Mannschaft, bei allem Respekt für eine tolle Leistung, den kleinen Vorwurf gefallen lassen, dass man nach dem Führungstreffer einen Tick zu offensiv agierte. Das ermöglichte den Gästen immer wieder gefährliche Konteraktionen, die häufig erst auf der „letzten Rille“ unterbunden werden konnten. Mit den eigenen Angriffen blieben die Marzahner bei den allerbesten Chancen glücklos. Und wenn man schon kein Glück hat, kommt häufig Pech hinzu. Der Ausgleichstreffer der Gäste in der 82. Minute brachte die Marzahner noch um den Lohn ihrer aufopferungsvollen Arbeit. Schade! Unter dem Strich lässt sich aber konstatieren, dass die Gastgeber trotz des Fehlens etlicher Stammspieler Kampfkraft, Durchsetzungsvermögen und eine ansteigende Formkurve nachwiesen.     

                                                                                              - mk -


 6. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 30. September 2017

Gewogen und zu leicht befunden

Das biblische Wortspiel umschreibt ganz gut die Vorbereitung auf das richtungsweisende Meisterschaftsspiel und den Verlauf der unspektakulären Begegnung mit dem momentan unangefochtenen Ta­bellenführer. Ohnehin standen bei den Marzahnern für dieses Match viel zu wenige Akteure im Kader, der sich kurz vor dem Beginn der Partie nochmals reduzierte. So blieb den Platzherren sozusagen ein „Fähnlein“ der 13 Aufrechten (davon 11 Feldspieler), die sich redlich mühten, sich aber letztendlich auf ei­ner hoffnungslosen Mission befanden. Die Anfangsphase der Partie überstanden die Marzahner mit viel Glück schadlos. Die einmal mehr umformierte Abwehrriege wackelte bedenklich, fiel aber nicht. Gegen die geduldig, abgeklärt und ballsicher agierenden Gäste befanden sich die Platzherren zumeist in der Defensive. Für eine eigene Spielgestaltung ließ der Gegner kaum Raum und es fehlten den Marzahnern dafür wohl auch die Mittel und Möglichkeiten. Trotzdem überraschten sie die Neuköllner mit dem einen oder anderen gefährlichen Konter. Letztendlich fehlten aber die Konzentration, insbesondere die Präzision und das Quäntchen Glück, um Zählbares zu erreichen. Das taten die Gäste dann in der 22. Minute. Nur wenige Ballstationen benötigten sie, um ihre Sturmspitze sauber und präzise zu bedienen. Ramiz Lukassek ließ Gilbert Wagner im Tor der Marzahner keine Chance und traf recht unbedrängt, sowie platziert ins rechte untere Eck. Bereits sechs Minuten später stand Gilbert Wagner erneut im Fokus der Geschehnisse. Diesmal blieb er Sieger, als er einen Foulstrafstoß in großartiger Manier parierte. Auch im weiteren Verlauf der Partie fand er noch genügend Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Immerhin wahrten die Marzahner den knappen Rückstand bis zur Halbzeitpause. Auch wenn die Defensivabteilung nach nochmaligen personellen Umstellungen etwas mehr Stabilität fand, drängte sich dem Betrachter stets der Eindruck auf, dass bei den Marzahnern die „Schadensbegrenzung“ im Vordergrund der Bemühungen stand. So offenbarte die zweite Spielhälfte dann auch nur wenige Höhepunkte und eher einen spätsommerlichen Nachmittags-Kaffee-Kick. Rein optisch erarbeiteten sich die Marzahner mehr Spielanteile, letztendlich aber von Neuköllns Gnaden. Die Gäste kontrollierten und verwalteten das Spiel, taten nicht mehr, als unbedingt erforderlich, und warteten geduldig auf ihre Chancen. Selbst ein Torerfolg der Marzahner hätte wohl dazu geführt, dass die Neuköllner ihren Motor sofort um einige Gänge hochgestaltet hätten. Notwendig wurde dies nicht. Erneut Ramiz Lukassek zerstörte in der 67. Minute dann auch die eher theoretische Möglichkeit eines Punktgewinns der Marzahner. In der Schlussphase der einseitigen Partie besaßen die nie wirklich geforderten Neuköllner mehr Kräftereserven. Der Treffer zum 0:3-Schlussstand fiel also folgerichtig und wohl auch verdient. Was bleibt nach dem 6. Spieltag? Die Marzahner sind mittlerweile mitten in der Realität der Bezirksliga angekommen. 7 Punkte sind weniger als man vielleicht erhofft hat, aber auch mehr als man durchaus befürchten musste. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass sich die Marzahner bereits an einer Vielzahl von tatsächlichen und selbsternannten Aufstiegsanwärtern mehr oder weniger erfolgreich abgearbeitet haben. Nun warten etliche „Scharfrichter-Begegnungen“ auf den Bezirksliga-Neuling, in denen er seine diesbezügliche Existenzberechtigung nachweisen muss. Der Klassenerhalt, und um nichts anderes geht es, ist kein Zauberwerk, wenn die Marzahner, sowohl im Training als auch im Spiel, zu mehr Konsequenz, Präsenz und Selbstbewusstsein finden. Passt alles, das haben die ersten Bezirksliga-Wochen gezeigt, können die Marzahner auch mit den Besten mithalten.                                   - mk -


5. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Sonntag, den 24. September 2017

Eine starke Anfangsphase reichte nicht aus

Die Marzahner starteten hoch konzentriert in diese Begegnung, fanden schnell zur notwendigen Sicher­heit im Abwehrverhalten und setzten nadelstichartig Konter, die die Defensivabteilung der Britzer mehrmals gehörig durcheinanderwirbelte. Natürlich soll das nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Gast­geber in puncto Spielkultur und Tempo klar überlegen agierte und mit Mehmet Uzuner und Benja­min Gaudian über die spielentscheidenden Protagonisten der Partie verfügte. Die Anfangsphase der Be­gegnung hatten sich die Britzer sicherlich anders vorgestellt, denn nach 30 Minuten führten die Mar­zahner 2:0. Zwei Konteraktionen schloss Jacek Jerszynski erfolgreich ab und ließ dabei dem gegne­rischen Keeper keine Chance. Als er wenig später ein drittes Mal allein vor dem Britzer Gehäuse auftauchte, verfehlte das runde Leder den Weg ins Netz. Vielleicht war das der neuralgische Punkt der Partie, denn der Zenit der Leistungsfähigkeit der Marzahner schien erreicht und es begann, zunächst schleichend, die am Ende rasante Talfahrt der Gäste. Möglicherweise wähnte man sich nach der 2:0-Führung in einer komfortablen und sicheren Situation, zumindest verloren die Marzahner ihre Konsequenz im Abwehrverhalten, versuchten, den Britzern mit spielerischen Mitteln zu begegnen und wirkten dabei einen Tick zu offensiv. Immerhin hielt dieses fragile Verhältnis zwischen erfolglosem, aber unbändigem Angriffsdruck auf der einen Seite und der auf Konterfußball basierenden bissigen Abwehrschlacht auf der anderen Seite bis zur 42. Minute. Ärgerlicherweise leitete dann ein vom Schieds­richter anerkanntes Abseitstor die Wende ein. In der zweiten Halbzeit gelang es den Marzahnern nicht mehr, an die respektablen Leistungen aus der ersten Spielhälfte anzuknüpfen. Mehr und mehr taten sich größere Lücken im Mittelfeld und vor der Abwehrreihe auf, in die die Britzer gnadenlos stießen. Es schien so, als ob die Gäste nun schnell dem Tempo des Spiels Tribut zollen mussten. Ei­ne besondere Gefährlichkeit schöpften die Gastgeber aus den Standardsituationen. Viel zu oft ließen die Marzahner Eckbälle und Freistöße vor dem eigenen Strafraum zu und bekamen dann bei der Ausführung den Gegner nie in den Griff. In der 56. Minute erzielte Stern Britz den Ausgleich, der, das zeigten die Aktionen nach dem Wiederanpfiff der Partie, nur eine Frage der Zeit war. Danach wehrten sich die Marzahner mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln und versuchten, wenigstens einen Punkt festzuhalten. Letztendlich entschieden die Abgeklärtheit der Gastgeber, die individuelle Klasse von Uzuner und Gaudian, sowie ein höheres Fitness-Level der Britzer die Begegnung. Nach dem Füh­rungstreffer der Platzherren in der 79. Minute „zerfielen“ die Marzahner und unterlagen am Ende klar. Die Devise lautet nun: Fehler analysieren, Schlussfolgerungen ziehen und die Partie abhaken. Am kom­menden Wochenende gastiert der Tabellenführer am Geraer Ring. Ob er von der Heimstärke der Mar­zahner weiß?                                                                                                      - mk -         


4. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 16. September 2017


Ein Sieg der Moral

Bis zur 20. Spielminute deutete in dieser Begegnung gar nichts darauf hin, dass die Marzahner auch nur an­satzweise von einer Siegchance träumen könnten. Zu klar beherrschte der Köpenicker SC das Spielgeschehen, „schaltete und waltete“ auf dem Kunstrasen nach Belieben und zwang den Gastgebern den Takt und den Rhythmus der Partie auf. Die Platzherren wehrten sich zwar redlich, fanden aber zunächst keinerlei Entfaltungsmöglichkeiten und mühten sich, das Tempo der Gäste anzunehmen. Null Torschüsse und zwei Eckbälle standen bei den Marzahnern nach 20 Minuten auf der Haben-Seite. Die Köpenicker kombinierten sicher und schnell, gelangten immer wieder gefährlich an die Strafraumgren­ze, blieben aber bei ihren Abschlussversuchen zu unkonzentriert und glücklos. Das Abwehrbollwerk der Gast­geber wackelte bedenklich, fiel aber nicht. Erst in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit verschafften sich die Marzahner mehr und mehr Luft und begannen, vom Reagieren auf den Gegner endlich zu eigenen Aktionen zu finden. Die ersten guten Einschussmöglichkeiten der Platzherren verstanden die Gäste wohl auch als „Schuss vor den Bug“, denn sie operierten nun vorsichtiger und schöpften ihre Ge­fährlichkeit zumeist aus Standardsituationen.Kurz vor dem Halbzeitpfiff nahm das Unheil für die Köpenicker dann seinen Lauf. Zunächst vergibt Jacek Jerszynski, recht frei vor dem gegnerischen Tor stehend, eine gute Einschussmöglichkeit und vollendet wenig später einen eigentlich harmlosen, auf den Keeper gezogenen Schuss, weil der Ball unter dessen Körper „durchrutscht“. Viel Glück, aber Glück hat bekanntlich nur der Tüchtige. Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten die Marzahner. Als sich Steffen Hilpert in der 49. Minute auf der rechten Seite kampfstark durchsetzte und Mario Hauptmann im Strafraum lehrbuchreif „bediente“, schien der Spielverlauf endgültig auf den Kopf gestellt. Und die Überlegenheit der ersten 45 Minuten konnten die Gäste im weiteren Verlauf der Begegnung nicht mehr ausleben. Die Präsentation der Marzahner Konterstärke blieb nicht ohne Wirkung und zwang die Köpenicker zu mehr Aufmerksamkeit und Aufwand beim eigenen Abwehrverhalten. Das von Claudiu Anton nach einer schönen Einzelaktion erzielte 3:0 war dann wohl schon des Guten zu viel. Doch die Köpenicker scheiterten immer wieder an ihrer Ineffizienz und Abschlussschwäche. Ansonsten blieb die Partie ein Duell, das mit ungleichen „Waffen“ geführt wurde. Die Köpenicker gingen,optisch nett anzuschauen, mit dem Florett „auf die Jagd“, dem die Marzahner, die eher auf den „Säbel“ setzten, die Klinge abschlugen. Einmal mehr gewinnt David gegen Goliath. Glückwunsch zu einer couragierten, kampfstarken Leistung.                                                                                                                            - mk -  



3. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 09.September 2017

BW Mahlsdorf Waldesruh   -   1. FC Marzahn      4  :  2   ( 3  :  0 )

Für gutes Spiel und viel Aufwand nicht belohnt


So richtig ärgern kann man sich eigentlich nur darüber, dass es letztendlich für einen Punktgewinn nicht gereicht hat. Es gewann schließlich die Mannschaft, die cleverer, abgeklärter und geduldiger zu Werke ging. Die Marzahner lieferten wohl ihre bislang beste Saisonleistung ab, waren aber nicht in der Lage, sich für den hohen Aufwand auch zu belohnen. Die spannende Begegnung gestalteten die Gäste mindestens auf Augenhöhe, wobei sie über weite Strecken der Partie durchaus spielbestimmend wirkten. Das lag wohl auch daran, dass die Spielweise der Mahlsdorfer den Marzahnern sehr entgegen kam. Beide Mannschaften ließen sich kaum auf Mittelfeldgeplänkel ein, zelebrierten Offensivfußball und agierten kämpferisch stets „auf der letzten Rille“. Dabei sahen die Marzahner in der ersten halben Stunde deutlich besser aus. Eigentlich fehlte in dieser Spielphase nur ein Treffer. Die diesbezüglichen Möglichkeiten ergaben sich auch, blieben aber leider ungenutzt. Doch dann entwickelte sich diese unglückliche Zeit zwischen der 33. und 42. Minute, in der die Gastgeber drei Tore erzielten und damit eine Vorentscheidung erzwangen. Mag sein, dass die Marzahner zu viel in die Offensive investierten und die phasenweise Zurückhaltung der Mahlsdorfer falsch interpretierten. Den Treffern gingen auch nicht die ganz groben Patzer im Abwehrverhalten voraus. Den Ausschlag gaben eher die kleinen Unstimmigkeiten, Nachlässigkeiten und Unkonzentriertheiten. Genau diese provozierten die Gastgeber mit ihrem recht eintönigen „Kick and Rush“. Und die Geduld der Platzherren zahlte sich letztendlich aus. Ein winziger Tick schneller im Denken und Handeln, die notwendige Kaltschnäuzigkeit und das unverzichtbare Quäntchen Glück reichten aus, um drei Punkte „einzusacken“. Auch wenn den Gastgebernkurz nach dem Pausentee sogar ein vierter Treffer gelang, kämpften die Marzahner unbeeindruckt um eine Resultatsverbesserung. In der zweiten Spielhälfte agierten sie wieder spielbestimmend, versäumten es aber, die sich ergebenden Chancen für einen Punktgewinn zu nutzen. Jacek Jerszynski blieb es vorbehalten, in seinem ersten Pflichtspiel für die Marzahner auch seinen ersten Treffer zu erzielen. Völlig freigespielt, ließ er dem gegnerischen Keeper in der 56. Minute keine Chance. Nur wenige Minuten später traf er dann durch einen nicht unumstrittenen Strafstoß ein zweites Mal. Mehr zählbares gelang den Marzahnern trotz guter Möglichkeiten nicht, auch wenn sie sich darum bis zum Schlusspfiff vehement und aufopferungsvoll bemühten. Dabei erwies sich insbesondere Claudiu Anton, den die Gastgeber nie in den Griff bekamen, als im positiven Sinne ständiger und nichtzu kontrollierender Unruheherd.Ankreiden lassen müssen sich die Marzahner, dasssie „gefährliche Bälle“ zu oft nicht ins „aus“ sondern in die Spielfeldmitte „klärten“, das schuf hin und wieder brenzlige Situationen. Ansonsten lässt sich trotz Niederlage auf das offerierte Leistungsvermögen aufbauen.                                                                                                                                                                                                   - mk -  



2
. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 26. August 2017

1. FC Marzahn   -   SC Union 06      0  :  0   ( 0  :  0 )

Eine spannende, umkämpfte Begegnung endet mit einer gerechten Punkteteilung
 
Am vergangenen Samstag feierten die Marzahner nun auch auf der heimischen Sportanlage am Geraer Ring ihre Bezirksligapremiere. Schade, dass kein offizieller Vertreter des Vereins aus diesem Anlass den Weg auf den Sportplatz und in die Kabine fand. Dies sei als kleiner „Schönheitsfleck“ am Rande angemerkt. Ansonsten fiel die Bilanz der Begegnung mit dem SC Union 06 überwiegend positiv aus. Möglicherweise assoziiert man mit dem 0:0-Endstand Langeweile, Tristesse und „fußballerische Hausmannskost“. Davon blieb die Partie aber Welten entfernt. Die Zuschauer sahen ein rassiges, temporeiches und mitreißendes Spiel, das durchaus viele hochkarätige Einschussmöglichkeiten, packende Strafraumszenen und jede Menge Emotionen bot. Natürlich lebte die Begegnung auch vom Spannungsbogen, den der Spielstand mit sich brachte. Jeder Fehler und jede Unkonzentriertheit konnten sich entscheidend auswirken. Das merkte man den Aktionen beider Mannschaften an. Die erste Spielhälfte ge­­hörte eher den Marzahnern. Sie erarbeiteten sich die ersten Torchancen, agierten zweikampfstark und zelebrierten druckvollen Angriffsfußball. In diese beste Spielphase der Gastgeber fiel auch der absolute „Aufreger“ der Begegnung: In einer hektischen, unübersichtlichen Situation im Torraum vor dem Gehäuse der Unioner drückten die Platzherren das runde Leder irgendwie und für „Freund und Feind“ diskussionslos erkennbar über die Linie. Doch der schlecht bzw. ungünstig positionierte Schiedsrichter erkannte dies nicht und verwehrte den Marzahnern den regulär erzielten Treffer. Vielleicht hätten die Gastgeber den knappen Vorsprung über die Zeit gebracht, aber das bleibt natürlich pure Spekulation. Als besonders ärgerlich lässt sich der Sachverhalt auch deshalb einstufen, weil die Marzahner bereits im vorangegangenen Spiel beim Rixdorfer SV eine ganz ähnliche Situation mit gleichem Ausgang erlebten. Wir plädieren also für die Einführung der Torlinientechnik in der Bezirksliga. So blieb es dann bis zum Pausenpfiff beim torlosen Unentschieden. In der zweiten Halbzeit übernahmen die Gäste mit zunehmender Spielzeit das Zepter. Auch wenn sich an der taktischen Grundausrichtung beider Mannschaften nichts änderte, kamen die Unioner nun zu den zwingenderen Einschussmöglichkeiten, bei denen Gilbert Wagner im Tor der Marzahner hin und wieder „Kopf und Kragen“ riskieren musste. Die kraft­raubende Spielweise hinterließ bei beiden Teams deutliche Spuren. So positiv sich die Zweikampfführung bei den Marzahnern auch gestaltete, blieben die Bau- und Schwachstellen der Gastgeber unverkennbar. Es mangelte an Genauigkeit bei den Zuspielen, insbesondere beim finalen Pass, es fehlte an Kaltschnäuzigkeit und Übersicht bei den Torschüssen, zu wenig wurde das Spiel über die Außenpositionen gestaltet und das konsequente Nachrücken aller Mannschaftsteile bei den eigenen Angriffsaktionen blieb ungenügend entwickelt. All das ist trainierbar und soll der tollen, starken Mannschaftsleistung keinen Abbruch tun. Am Ende hieß der Spielstand also 0:0, wobei dem Spielverlauf ein 2:2 oder gar ein 3:3 besser gerecht geworden wäre. In den ersten beiden Meisterschaftsspielen wiesen die von der Fußball-Woche als klare Abstiegskandidaten gehandelten Marzahner eindrucksvoll nach, dass sie keine Rolle als Punktelieferant anstreben und wohl für jeden Gegner gefährlich und unberechenbar bleiben werden. Mehr kann man von einem Liganeuling eigentlich auch nicht erwarten.                                                                                                                                                           - mk -  



1
. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Sonntag, den 20. August 2017

Rixdorfer SV   -   1. FC Marzahn      1  :  4   ( 0  :  4 )

Der 1. FC Marzahn grüßt von der Tabellenspitze
 

Der Rixdorfer SV galt eher nicht als Wunschgegner für eine Auftaktpartie. Immer wieder kreuzten sich die Wege beider Mannschaften - in der Kreisliga B, in der Kreisliga A und nun in der Bezirksliga. Stets entwickelten sich spannende, aber auch hektische und unberechenbare Spielverläufe. Dies sollte sich auch diesmal nicht ändern. Den Marzahnern genügte eine hochklassige, überzeugende erste Halbzeit, in der sie die Rixdorfer „an die Wand“ und an den Rand eines Debakels spielten. Bereits unmittelbar nach dem Anpfiff der Partie erarbeiteten sich Mario Hauptmann und Jonathan Geist so genannte hundertprozentige Torchancen und scheiterten knapp. In der 7. Minute schlug es dann zum ersten Mal im Gehäuse der Rixdorfer ein, als Mario Hauptmann sehr gut freigespielt wurde und sicher vollenden konnte. Auch danach brannten die Marzahner ein Feuerwerk offensiven Fußballs ab, das den Gastgebern kaum Entfaltungsmöglichkeiten bot. Hinzu kam, dass sich die dribbelstarken Rixdorfer bei den eigenen Angriffsaktionen immer wieder in der vielbeinigen und gut gestaffelten Marzahner Abwehr verliefen und dann bei den überhasteten Abschlussversuchen jegliche Präzision vermissen ließen. Die sich daraus ergebenden Kontermöglichkeiten nahmen die Marzahner gerne an. So bauten sie den Torevorsprung sukzessive aus und erreichten mit den Treffern von Vladimir Falkenstein (20. und 45. Minute), sowie Florin Coroeanu (40. Minute) ein überraschendes, aber gleichzeitig auch verdientes Halbzeitergebnis. Nach dem Wiederanpfiff der Partie gelang es nicht mehr, an das Niveau der ersten Spielhälfte anzuknüpfen. In dem zerfahrenen, hektischen Spielverlauf, den auch unschöne Szenen prägten, blieben die Marzahner allerdings stets „Herr der Lage“. Die Rixdorfer versuchten al­les, um sich ergebnistechnisch nochmals an die Marzahner heranzukämpfen, scheiterten aber insbeson­dere auch an einem immer wieder glänzend parierenden Gilbert Wagner im Tor der Gäste. Krönend konnte er sich dann noch in der 83. Minute den gehaltenen Handelfmeter in den „Tätigkeitsnachweis“ eintragen. So blieb den Rixdorfern lediglich der in der Nachspielzeit erzielte „Ehrentreffer“. Auch wenn bei den Marzahnern noch nicht alles „rund lief“, überzeugten sie mit mannschaftlicher Geschlossenheit, Zweikampfstärke und Spielvermögen. Darauf lässt sich gut aufbauen, auch wenn jeder weiß, dass eine Tabellenführung nach dem ersten Spieltag ein „Muster ohne Wert“ darstellt. Die Marzahner werden weiter beharrlich um jeden einzelnen Punkt kämpfen müssen, wenn das Saisonziel „Klassenerhalt“ gelingen soll. Und weil das so ist, war ein besserer Auftakt der Spielzeit 2017/2018 kaum möglich. Glückwunsch also zu einer couragierten und mutmachenden Leistung.
                                                                                                                                              - mk -



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