Spielberichte der Saison 2017/2018

Aktuelle Spielberichte 2017/2018

4. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 16.September 2017

Ein Sieg der Moral

Bis zur 20. Spielminute deutete in dieser Begegnung gar nichts darauf hin, dass die Marzahner auch nur an­satzweise von einer Siegchance träumen könnten. Zu klar beherrschte der Köpenicker SC das Spielgeschehen, „schaltete und waltete“ auf dem Kunstrasen nach Belieben und zwang den Gastgebern den Takt und den Rhythmus der Partie auf. Die Platzherren wehrten sich zwar redlich, fanden aber zunächst keinerlei Entfaltungsmöglichkeiten und mühten sich, das Tempo der Gäste anzunehmen. Null Torschüsse und zwei Eckbälle standen bei den Marzahnern nach 20 Minuten auf der Haben-Seite. Die Köpenicker kombinierten sicher und schnell, gelangten immer wieder gefährlich an die Strafraumgren­ze, blieben aber bei ihren Abschlussversuchen zu unkonzentriert und glücklos. Das Abwehrbollwerk der Gast­geber wackelte bedenklich, fiel aber nicht. Erst in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit verschafften sich die Marzahner mehr und mehr Luft und begannen, vom Reagieren auf den Gegner endlich zu eigenen Aktionen zu finden. Die ersten guten Einschussmöglichkeiten der Platzherren verstanden die Gäste wohl auch als „Schuss vor den Bug“, denn sie operierten nun vorsichtiger und schöpften ihre Ge­fährlichkeit zumeist aus Standardsituationen.Kurz vor dem Halbzeitpfiff nahm das Unheil für die Köpenicker dann seinen Lauf. Zunächst vergibt Jacek Jerszynski, recht frei vor dem gegnerischen Tor stehend, eine gute Einschussmöglichkeit und vollendet wenig später einen eigentlich harmlosen, auf den Keeper gezogenen Schuss, weil der Ball unter dessen Körper „durchrutscht“. Viel Glück, aber Glück hat bekanntlich nur der Tüchtige. Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten die Marzahner. Als sich Steffen Hilpert in der 49. Minute auf der rechten Seite kampfstark durchsetzte und Mario Hauptmann im Strafraum lehrbuchreif „bediente“, schien der Spielverlauf endgültig auf den Kopf gestellt. Und die Überlegenheit der ersten 45 Minuten konnten die Gäste im weiteren Verlauf der Begegnung nicht mehr ausleben. Die Präsentation der Marzahner Konterstärke blieb nicht ohne Wirkung und zwang die Köpenicker zu mehr Aufmerksamkeit und Aufwand beim eigenen Abwehrverhalten. Das von Claudiu Anton nach einer schönen Einzelaktion erzielte 3:0 war dann wohl schon des Guten zu viel. Doch die Köpenicker scheiterten immer wieder an ihrer Ineffizienz und Abschlussschwäche. Ansonsten blieb die Partie ein Duell, das mit ungleichen „Waffen“ geführt wurde. Die Köpenicker gingen,optisch nett anzuschauen, mit dem Florett „auf die Jagd“, dem die Marzahner, die eher auf den „Säbel“ setzten, die Klinge abschlugen. Einmal mehr gewinnt David gegen Goliath. Glückwunsch zu einer couragierten, kampfstarken Leistung.                                                                                                                            - mk -  



3. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 09.September 2017

BW Mahlsdorf Waldesruh   -   1. FC Marzahn      4  :  2   ( 3  :  0 )

Für gutes Spiel und viel Aufwand nicht belohnt


So richtig ärgern kann man sich eigentlich nur darüber, dass es letztendlich für einen Punktgewinn nicht gereicht hat. Es gewann schließlich die Mannschaft, die cleverer, abgeklärter und geduldiger zu Werke ging. Die Marzahner lieferten wohl ihre bislang beste Saisonleistung ab, waren aber nicht in der Lage, sich für den hohen Aufwand auch zu belohnen. Die spannende Begegnung gestalteten die Gäste mindestens auf Augenhöhe, wobei sie über weite Strecken der Partie durchaus spielbestimmend wirkten. Das lag wohl auch daran, dass die Spielweise der Mahlsdorfer den Marzahnern sehr entgegen kam. Beide Mannschaften ließen sich kaum auf Mittelfeldgeplänkel ein, zelebrierten Offensivfußball und agierten kämpferisch stets „auf der letzten Rille“. Dabei sahen die Marzahner in der ersten halben Stunde deutlich besser aus. Eigentlich fehlte in dieser Spielphase nur ein Treffer. Die diesbezüglichen Möglichkeiten ergaben sich auch, blieben aber leider ungenutzt. Doch dann entwickelte sich diese unglückliche Zeit zwischen der 33. und 42. Minute, in der die Gastgeber drei Tore erzielten und damit eine Vorentscheidung erzwangen. Mag sein, dass die Marzahner zu viel in die Offensive investierten und die phasenweise Zurückhaltung der Mahlsdorfer falsch interpretierten. Den Treffern gingen auch nicht die ganz groben Patzer im Abwehrverhalten voraus. Den Ausschlag gaben eher die kleinen Unstimmigkeiten, Nachlässigkeiten und Unkonzentriertheiten. Genau diese provozierten die Gastgeber mit ihrem recht eintönigen „Kick and Rush“. Und die Geduld der Platzherren zahlte sich letztendlich aus. Ein winziger Tick schneller im Denken und Handeln, die notwendige Kaltschnäuzigkeit und das unverzichtbare Quäntchen Glück reichten aus, um drei Punkte „einzusacken“. Auch wenn den Gastgebernkurz nach dem Pausentee sogar ein vierter Treffer gelang, kämpften die Marzahner unbeeindruckt um eine Resultatsverbesserung. In der zweiten Spielhälfte agierten sie wieder spielbestimmend, versäumten es aber, die sich ergebenden Chancen für einen Punktgewinn zu nutzen. Jacek Jerszynski blieb es vorbehalten, in seinem ersten Pflichtspiel für die Marzahner auch seinen ersten Treffer zu erzielen. Völlig freigespielt, ließ er dem gegnerischen Keeper in der 56. Minute keine Chance. Nur wenige Minuten später traf er dann durch einen nicht unumstrittenen Strafstoß ein zweites Mal. Mehr zählbares gelang den Marzahnern trotz guter Möglichkeiten nicht, auch wenn sie sich darum bis zum Schlusspfiff vehement und aufopferungsvoll bemühten. Dabei erwies sich insbesondere Claudiu Anton, den die Gastgeber nie in den Griff bekamen, als im positiven Sinne ständiger und nichtzu kontrollierender Unruheherd.Ankreiden lassen müssen sich die Marzahner, dasssie „gefährliche Bälle“ zu oft nicht ins „aus“ sondern in die Spielfeldmitte „klärten“, das schuf hin und wieder brenzlige Situationen. Ansonsten lässt sich trotz Niederlage auf das offerierte Leistungsvermögen aufbauen.                                                                                                                                                                                                   - mk -  



2
. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 26. August 2017

1. FC Marzahn   -   SC Union 06      0  :  0   ( 0  :  0 )

Eine spannende, umkämpfte Begegnung endet mit einer gerechten Punkteteilung
 
Am vergangenen Samstag feierten die Marzahner nun auch auf der heimischen Sportanlage am Geraer Ring ihre Bezirksligapremiere. Schade, dass kein offizieller Vertreter des Vereins aus diesem Anlass den Weg auf den Sportplatz und in die Kabine fand. Dies sei als kleiner „Schönheitsfleck“ am Rande angemerkt. Ansonsten fiel die Bilanz der Begegnung mit dem SC Union 06 überwiegend positiv aus. Möglicherweise assoziiert man mit dem 0:0-Endstand Langeweile, Tristesse und „fußballerische Hausmannskost“. Davon blieb die Partie aber Welten entfernt. Die Zuschauer sahen ein rassiges, temporeiches und mitreißendes Spiel, das durchaus viele hochkarätige Einschussmöglichkeiten, packende Strafraumszenen und jede Menge Emotionen bot. Natürlich lebte die Begegnung auch vom Spannungsbogen, den der Spielstand mit sich brachte. Jeder Fehler und jede Unkonzentriertheit konnten sich entscheidend auswirken. Das merkte man den Aktionen beider Mannschaften an. Die erste Spielhälfte ge­­hörte eher den Marzahnern. Sie erarbeiteten sich die ersten Torchancen, agierten zweikampfstark und zelebrierten druckvollen Angriffsfußball. In diese beste Spielphase der Gastgeber fiel auch der absolute „Aufreger“ der Begegnung: In einer hektischen, unübersichtlichen Situation im Torraum vor dem Gehäuse der Unioner drückten die Platzherren das runde Leder irgendwie und für „Freund und Feind“ diskussionslos erkennbar über die Linie. Doch der schlecht bzw. ungünstig positionierte Schiedsrichter erkannte dies nicht und verwehrte den Marzahnern den regulär erzielten Treffer. Vielleicht hätten die Gastgeber den knappen Vorsprung über die Zeit gebracht, aber das bleibt natürlich pure Spekulation. Als besonders ärgerlich lässt sich der Sachverhalt auch deshalb einstufen, weil die Marzahner bereits im vorangegangenen Spiel beim Rixdorfer SV eine ganz ähnliche Situation mit gleichem Ausgang erlebten. Wir plädieren also für die Einführung der Torlinientechnik in der Bezirksliga. So blieb es dann bis zum Pausenpfiff beim torlosen Unentschieden. In der zweiten Halbzeit übernahmen die Gäste mit zunehmender Spielzeit das Zepter. Auch wenn sich an der taktischen Grundausrichtung beider Mannschaften nichts änderte, kamen die Unioner nun zu den zwingenderen Einschussmöglichkeiten, bei denen Gilbert Wagner im Tor der Marzahner hin und wieder „Kopf und Kragen“ riskieren musste. Die kraft­raubende Spielweise hinterließ bei beiden Teams deutliche Spuren. So positiv sich die Zweikampfführung bei den Marzahnern auch gestaltete, blieben die Bau- und Schwachstellen der Gastgeber unverkennbar. Es mangelte an Genauigkeit bei den Zuspielen, insbesondere beim finalen Pass, es fehlte an Kaltschnäuzigkeit und Übersicht bei den Torschüssen, zu wenig wurde das Spiel über die Außenpositionen gestaltet und das konsequente Nachrücken aller Mannschaftsteile bei den eigenen Angriffsaktionen blieb ungenügend entwickelt. All das ist trainierbar und soll der tollen, starken Mannschaftsleistung keinen Abbruch tun. Am Ende hieß der Spielstand also 0:0, wobei dem Spielverlauf ein 2:2 oder gar ein 3:3 besser gerecht geworden wäre. In den ersten beiden Meisterschaftsspielen wiesen die von der Fußball-Woche als klare Abstiegskandidaten gehandelten Marzahner eindrucksvoll nach, dass sie keine Rolle als Punktelieferant anstreben und wohl für jeden Gegner gefährlich und unberechenbar bleiben werden. Mehr kann man von einem Liganeuling eigentlich auch nicht erwarten.                                                                                                                                                           - mk -  



1
. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Sonntag, den 20. August 2017

Rixdorfer SV   -   1. FC Marzahn      1  :  4   ( 0  :  4 )

Der 1. FC Marzahn grüßt von der Tabellenspitze
 

Der Rixdorfer SV galt eher nicht als Wunschgegner für eine Auftaktpartie. Immer wieder kreuzten sich die Wege beider Mannschaften - in der Kreisliga B, in der Kreisliga A und nun in der Bezirksliga. Stets entwickelten sich spannende, aber auch hektische und unberechenbare Spielverläufe. Dies sollte sich auch diesmal nicht ändern. Den Marzahnern genügte eine hochklassige, überzeugende erste Halbzeit, in der sie die Rixdorfer „an die Wand“ und an den Rand eines Debakels spielten. Bereits unmittelbar nach dem Anpfiff der Partie erarbeiteten sich Mario Hauptmann und Jonathan Geist so genannte hundertprozentige Torchancen und scheiterten knapp. In der 7. Minute schlug es dann zum ersten Mal im Gehäuse der Rixdorfer ein, als Mario Hauptmann sehr gut freigespielt wurde und sicher vollenden konnte. Auch danach brannten die Marzahner ein Feuerwerk offensiven Fußballs ab, das den Gastgebern kaum Entfaltungsmöglichkeiten bot. Hinzu kam, dass sich die dribbelstarken Rixdorfer bei den eigenen Angriffsaktionen immer wieder in der vielbeinigen und gut gestaffelten Marzahner Abwehr verliefen und dann bei den überhasteten Abschlussversuchen jegliche Präzision vermissen ließen. Die sich daraus ergebenden Kontermöglichkeiten nahmen die Marzahner gerne an. So bauten sie den Torevorsprung sukzessive aus und erreichten mit den Treffern von Vladimir Falkenstein (20. und 45. Minute), sowie Florin Coroeanu (40. Minute) ein überraschendes, aber gleichzeitig auch verdientes Halbzeitergebnis. Nach dem Wiederanpfiff der Partie gelang es nicht mehr, an das Niveau der ersten Spielhälfte anzuknüpfen. In dem zerfahrenen, hektischen Spielverlauf, den auch unschöne Szenen prägten, blieben die Marzahner allerdings stets „Herr der Lage“. Die Rixdorfer versuchten al­les, um sich ergebnistechnisch nochmals an die Marzahner heranzukämpfen, scheiterten aber insbeson­dere auch an einem immer wieder glänzend parierenden Gilbert Wagner im Tor der Gäste. Krönend konnte er sich dann noch in der 83. Minute den gehaltenen Handelfmeter in den „Tätigkeitsnachweis“ eintragen. So blieb den Rixdorfern lediglich der in der Nachspielzeit erzielte „Ehrentreffer“. Auch wenn bei den Marzahnern noch nicht alles „rund lief“, überzeugten sie mit mannschaftlicher Geschlossenheit, Zweikampfstärke und Spielvermögen. Darauf lässt sich gut aufbauen, auch wenn jeder weiß, dass eine Tabellenführung nach dem ersten Spieltag ein „Muster ohne Wert“ darstellt. Die Marzahner werden weiter beharrlich um jeden einzelnen Punkt kämpfen müssen, wenn das Saisonziel „Klassenerhalt“ gelingen soll. Und weil das so ist, war ein besserer Auftakt der Spielzeit 2017/2018 kaum möglich. Glückwunsch also zu einer couragierten und mutmachenden Leistung.
                                                                                                                                              - mk -



Trainerteam

Dieter Müller ( Trainer )
Telefon: 0160 / 97900715
E-Mail schreiben

Trainingszeiten

Dienstag: 19:30 - 21:00 Uhr
Donnerstag: 19:30 - 21:00 Uhr

Empfehlung

Bleibt stehts auf dem laufenden und werdet Fan auf Facebook.